Das künstliche Hüftgelenk

Die Implantation einer Hüfttotalendoprothese zur Behandlung der schmerzhaften Hüftgelenksarthrose ist eine der erfolgreichsten Operationen der Welt.

Im neuen Kunstgelenk wird als häufigste Gleitpaarung ein hochwertiger Kunststoff (hochvernetztes Polyethylen) in Kombination mit einem Prothesenkopf aus Keramik oder Metall verwendet. Die Langlebigkeit dieser Materialien, und somit ein wichtiger Faktor bzgl. der Haltbarkeit der Prothese, konnte in den letzten Jahrzehnten noch deutlich verbessert werden.

Präoperative Röntgenaufnahmen

Die operative Therapie besteht aus der Entfernung des kranken Hüftkopfs mitsamt eines Teils des Schenkelhalses sowie dem Auffräsen der veränderten Hüftpfanne.

Zu sehen auf dem Röntgenbild ist eine rechtsseitige Hüftgelenksarthrose mit Verschmälerung des Gelenkspalts.

Planungsphase

Die präoperativen Röntgenaufnahmen liefern wichtige Informationen zur Bestimmung der richtigen Prothesengröße und werden in der Planungsphase dafür herangezogen.

Das Röntgenbild gibt Aufschluss über die Planungsphase einer zementfreien Hüftprothese rechtsseitig.

Postoperative Röntgenaufnahmen

In den Oberschenkelknochen wird ein Prothesenschaft und in das Becken eine Pfanne eingesetzt. Die Verankerung kann zementfrei oder (teil-)zementiert erfolgen. Hier zu sehen auf einem postoperativen Röntgenbild.

Das linke Bild zeigt eine postoperative Röntgenaufnahme einer zementfreien Hüftprothese rechtsseitig (Firma Mathys); auf dem rechten Bild sehen Sie eine postoperative Röntgenaufnahme einer Hybrid-Hüftprothese linksseitig mit zementiertem Schaft (Firma Zimmer-Biomet).

Die Lebensdauer einer Hüfttotalendoprothese liegt nach dem aktuellen Kenntnisstand bei ca. 15-25 Jahren. Der Abrieb der mechanischen Teile (Metall, Polyethylen oder Keramik), der beim Verschleiß des künstlichen Hüftgelenkes entsteht, kann über Jahre zur Lockerung der Prothese führen. Solch eine Lockerung geht häufig auch mit einem Knochenverlust einher. Wechseloperationen sind daher aufwendiger und verlangen häufig größere Revisionsimplantate. 

Uneingeschränkte Beweglichkeit mit Ihrem neuen Hüftgelenk

Schon wenige Wochen nach der Operation erreichen unsere Patienten in der Regel eine vollumfängliche Beweglichkeit mit dem künstlichen Hüftgelenk. Die stabile Prothese ermöglicht ein schmerzfreies und selbstständiges Laufen. Nach einer individuellen Rehabilitationsphase steht der Patient wieder mit beiden Beinen voll im Leben.

Im folgenden Video sehen Sie einen 77-jährigen Patienten 4 Tage nach seiner rechtsseitigen Hüftprothesenimplantation:

Bei Fragen für Sie da

Inge Jäger

Chefarzt-Sekretariat

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