Eine Herzmuskelentzündung, in der Fachsprache Myokarditis, ist eine Entzündung des Herzmuskels. Ausgelöst wird sie in den meisten Fällen durch Viren, mögliche Ursache ist ein nicht ausgeheilter Infekt. Häufig betroffen sind junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren sowie sehr sportliche Menschen. Sie äußert sich unter anderem durch Symptome wie Brustschmerzen und Atemnot begleitet von starker Müdigkeit. In der Abteilung für Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Eberbach gibt es verschiedene Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung, die im Folgenden näher beschrieben werden.
Oberste Prämisse bei der Behandlung einer Myokarditis ist Ruhe. In schweren Fällen einer Myokarditis ist in der Akutphase eine Behandlung im Krankenhaus unausweichlich. Da Herzrhythmusstörungen oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auftreten können, werden Patienten stationär überwacht. Medikamente dienen der Symptomlinderung. Zudem werden in der Klinik bei einer schweren Herzmuskelentzündung Ursachen behoben, wie Infektionen mit Viren oder Bakterien.
Dr. Daniel Herzenstiel
Leitender Arzt für Kardiologie und Angiologie GRN-Klinik Eberbach
Prof. Dr. Grigorios Korosoglou
Chefarzt Kardiologie und Angiologie GRN-Kliniken Eberbach und Weinheim
Prof. Dr. Eberhard Scholz
Chefarzt Kardiologie und Angiologie GRN-Kliniken Schwetzingen und Sinsheim
Wie merkt man eine Herzmuskelentzündung? Sie sind unsicher, ob Sie an einer Herzmuskelentzündung leiden und möchten einen Herzmuskelentzündung Selbsttest durchführen? Herzmuskelentzündung erkennen: Es gibt Warnzeichen und Symptome, die Anzeichen einer Herzmuskelentzündung sein können:
Symptome Herzmuskelentzündung:
Symptome der Herzmuskelentzündung bei der Frau können weniger typisch auftreten und von Symptomen beim Mann abweichen. Einige Frauen klagen weniger über starke Brustschmerzen, stattdessen empfinden sie eine allgemeine Erschöpfung, Atemnot bei Belastung, Herzstolpern und Schwindel.
Bitte beachten Sie, dass es keinen zuverlässigen Selbsttest für eine Myokarditis gibt! Wenn Sie sich nicht gut fühlen und den Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung oder einen Notfall haben, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen oder in lebensbedrohlichen Fällen den Notruf 112 wählen.
Wie stellt der Arzt eine Herzmuskelentzündung fest? Die Diagnose einer Herzmuskelentzündung / Myokarditis Diagnostik erfolgt mehrstufig. Folgende Schritte sind dabei wichtig:
Ruhe und körperliche Schonung
Oberste Prämisse bei der Behandlung einer Herzmuskelentzündung ist absolute Ruhe und strenge körperliche Schonung. Auf Sport und körperliche Anstrengung muss für mindestens drei bis sechs Monate verzichtet werden. Auch Stress im Alltag sollte vermieden werden. Betroffene sollten darüber hinaus nicht den Fehler machen, das Herz zu früh wieder zu belasten. Auch nach Abklingen der Symptome wird weiterhin körperliche Schonung empfohlen.
Medikamente
Die medikamentöse Therapie einer Myokarditis kann durch eine Entlastung des Herzens mithilfe von Betablockern und ACE-Hemmern erfolgen. Diese unterstützen die Pumpfunktion des Herzens und der Sauerstoffbedarf wird reduziert. Antibiotika helfen bei bakteriellen Infektionen. Auch Kortison und andere Entzündungshemmer können eingesetzt werden, um chronische oder autoimmune Formen der Erkrankung zu behandeln.
Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld den Verdacht auf eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) hat, sollte die betroffene Person umgehend einen Arzt aufsuchen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Sie schauen nach einem Spezialisten in Ihrer Nähe? Spezialist für die Diagnose und Behandlung einer Herzmuskelentzündung ist mit seinem Team Dr. Daniel Herzenstiel, Leitender Oberarzt und stellvertretender Chefarzt der Kardiologie und Angiologie in der GRN-Klinik Eberbach.