Pflege

Das vorrangige Ziel unserer pflegerischen Arbeit ist es, gemeinsam mit den Patienten deren größtmögliche Selbständigkeit wiederherzustellen, um eine Rückkehr in den häuslichen Bereich zu ermöglichen. Aus Erfahrung wissen wir, dass nicht nur die individuelle Leistungsfähigkeit des Patienten entscheidend für den weiteren Verlauf nach dem Aufenthalt in unserer Klinik ist. Die optimale Anpassung des privaten Umfeldes an die Gegebenheiten trägt maßgeblich zur gefühlten Lebensqualität bei. Ein weiterer Teil unseres pflegerischen Auftrages ist es daher, die Angehörigen unserer Patienten beratend zu unterstützen und in die pflegerischen Prozesse weitgehend mit einzubeziehen. Wir verstehen unsere pflegerische Tätigkeit als Teil des therapeutischen Gesamtkonzepts.

Umfangreiches medizintechnisches Equipment, ein multiprofessionelles Team und nicht zuletzt die Anbindung an die GRN-Klink Sinsheim ermöglichen es uns, sauerstoffpflichtigen Patienten ebenso gerecht zu werden wie Patienten mit psychischen Alterserkrankungen. Die enge Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit allen am Therapieprozess beteiligten Personen wird durch regelmäßige Teamsitzungen sichergestellt.

Den Gedanken der „Hilfe zur Selbsthilfe“ stellen wir bei allen pflegerischen Maßnahmen in den Mittelpunkt. Unsere Form der therapeutisch-aktivierenden Pflege orientiert sich an dem Bobath-Konzept und findet nicht nur während der zeitlich begrenzten Therapieeinheiten statt. Sie ist vielmehr ein fester Bestandteil des gesamten Tagesablaufs. Um eine fach- und sachgerechte Pflege zu gewährleisten, nimmt das Pflegepersonal an regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen teil.

Bei der Erfassung und Planung pflegerischer Maßnahmen orientieren wir uns an dem ganzheitlichen Pflegemodell der „Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) nach Nancy Roper. Die 12 Aktivitäten sind in 2 Gruppen unterteilt:

1. Biologische Notwendigkeiten
  • Atmen
  • Essen und Trinken
  • Ausscheiden
  • Körpertemperatur Regulieren
  • Schlafen
  • sich Bewegen
  • Sterben (Sinn Finden)
2. Notwendigkeiten, die kulturellen und sozialen Einflüssen unterliegen
  • für eine sichere Umgebung sorgen
  • Kommunizieren
  • Waschen und sich Kleiden
  • Arbeiten und Spielen
  • sich als Mann bzw. als Frau fühlen

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