In der Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Eberbach gehört das Belastungs-EKG zu den etablierten Standarduntersuchungen zur Beurteilung der Herzgesundheit. Es kommt bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit, bei Rhythmusstörungen unter Belastung oder zur allgemeinen Beurteilung der körperlichen Belastbarkeit zum Einsatz. Auch im Bereich Sportkardiologie ist das Belastungs-EKG ein gängiges Verfahren. Unser erfahrenes Team führt die Untersuchung sicher, individuell dosiert und unter durchgehender ärztlicher Überwachung durch.
Prof. Dr. Grigorios Korosoglou
Chefarzt Kardiologie, Angiologie, Leitung der Kommission für Interventionelle Angiologie (DGA-Vorstand)
Dr. Daniel Herzenstiel
Leitender Arzt für Kardiologie und Angiologie
Vor Beginn des Belastungs-EKG wird zunächst ein Ruhe-EKG sowie der Blutdruck gemessen. Anschließend beginnt die Belastung auf dem Fahrradergometer mit einer niedrigen Wattzahl, die in festgelegten Stufen kontinuierlich gesteigert wird. Während der gesamten Untersuchung werden EKG, Herzfrequenz und Blutdruck engmaschig überwacht. Die Belastung wird bis zum Erreichen der individuellen Zielherzfrequenz, bis zum Auftreten von Beschwerden oder bis zur subjektiven Ausbelastung gesteigert. Nach Beendigung der Belastung folgt eine kurze Erholungsphase, in der das Herz weiter überwacht wird.
Ein Belastungs-EKG (auch Ergometrie genannt) zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf, während der Körper körperlich belastet wird – in der GRN-Klinik Eberbach wird das Belastungs-EKG auf einem Fahrradergometer durchgeführt. Im Gegensatz zum Ruhe-EKG lassen sich unter Belastung Durchblutungsstörungen, Rhythmusstörungen oder ein auffälliger Blutdruckanstieg sichtbar machen, die in Ruhe oft nicht erkennbar sind. Die Untersuchung liefert wichtige Hinweise zur Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und ist darüber hinaus eine wichtige Untersuchungsmethode der Sportkardiologie.
Die reine Belastungsphase dauert in der Regel etwa 6 bis 12 Minuten, abhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit. Inklusive Vorbereitung, Ruhe-EKG und Nachbeobachtung sollten Patientinnen und Patienten insgesamt etwa 30 Minuten für die gesamte Untersuchung einplanen.
Die maximale Herzfrequenz sinkt mit zunehmendem Alter und dient als Orientierung für die Belastungssteuerung. Eine gängige Faustformel lautet: maximale Herzfrequenz ≈ 220 minus Lebensalter. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte:
Alter Ungefähre maximale Herzfrequenz (Schläge/Min.)
30 Jahre ca. 190
40 Jahre ca. 180
50 Jahre ca. 170
60 Jahre ca. 160
70 Jahre ca. 150
Diese Werte sind allgemeine Richtwerte und können je nach Trainingszustand, Vorerkrankungen und individueller Konstitution abweichen. Die tatsächliche Zielherzfrequenz wird während der Untersuchung durch unsere Ärzte individuell festgelegt.
Auch untrainierte Personen können ein Belastungs-EKG problemlos durchführen. Die Belastung wird stets individuell an die persönliche Leistungsfähigkeit angepasst und beginnt bewusst niedrig, sodass keine sportliche Vorerfahrung notwendig ist. Wird die volle Zielherzfrequenz aufgrund geringerer Kondition nicht erreicht, liefert die Untersuchung dennoch aussagekräftige Ergebnisse – entscheidend ist, wie das Herz auf die jeweils erreichte Belastungsstufe reagiert. Unser Team begleitet Sie einfühlsam und bricht die Untersuchung bei Bedarf ab.
Sie haben Fragen zum Belastungs-EKG oder möchten einen Termin vereinbaren? Das Team der Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Eberbach unter der Leitung von Prof. Dr. Grigorios Korosoglou, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie, und Dr. Daniel Herzenstiel, stellvertretender Chefarzt und Leitender Oberarzt, berät Sie gerne persönlich und begleitet Sie kompetent durch die gesamte Untersuchung.
Sprechzeiten:
Mo bis Fr: 8.00 – 16.00 Uhr