Darmkrebs ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Es handelt sich dabei um einen bösartigen Tumor im Dickdarm oder Enddarm (Mastdarm). Im Jahr 2023 erkrankten in der Bundesrepublik laut Robert Koch-Institut rund 55.300 Menschen neu an einem kolorektalen Karzinom (Darmkrebs). Darmkrebs ist bei Männern die dritthäufigste, bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Während an einem Autounfall jährlich rund 3000 Menschen sterben, sind es bei Darmkrebs rund 24.000 Menschen. Mediziner der GRN-Kliniken Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim raten deshalb zur Vorsorge, machen aber auch Mut, sollte sich doch ein Tumor entwickelt haben.
Was ist die Vorstufe von Darmkrebs?
Darmkrebs entsteht über einen langen Zeitraum durch entartete Zellen. Zunächst entwickeln sich Polypen, erst über Jahre entsteht daraus ein Karzinom. Die Medizin nutzt diese Zeitspanne: Mit Vorsorge-Untersuchungen lassen sich Polypen als Vorboten von Darmkrebs rechtzeitig erkennen und entfernen.
Die Kosten für diese Untersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen. Männer und Frauen haben ab einem Alter von 50 Jahren im Abstand von zehn Jahren zweimal das Recht auf eine Darmspiegelung (Koloskopie). Alternativ zur Darmspiegelung finanziert die Krankenkasse für Männer und Frauen ab einem Alter von 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest. Dank der Vorsorgekoloskopie sind Neuerkrankungs- und Sterberaten in den vergangenen Jahrzehnten spürbar zurückgegangen.
“Die Darmspiegelung ist die entscheidende Maßnahme zur wirksamen Vorsorge, da dabei Polypen frühzeitig erkannt und direkt entfernt werden können – noch bevor sie sich zu Krebs entwickeln", rät Dr. Bernhard Nitsche, Chefarzt der Inneren Medizin in der GRN-Klinik Eberbach und Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie in der Praxis für Gastroenterologie des MVZ Eberbach, dazu, diese Untersuchung wahrzunehmen. "Die Darmspiegelung ist eine der wenigen Untersuchungen in der Medizin, die nicht nur der Früherkennung dient, sondern aktiv Krebs verhindern kann.”
Ist Darmkrebs heilbar?
Das fragen sich viele Betroffene und deren Angehörige. „Wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut“, sagt Dr. Matthias Hassenpflug, Chefarzt der Allgemeinchirurgie in der GRN-Klinik Sinsheim.
„Darmkrebs entsteht nicht aus dem Nichts – und genau das macht ihn so gut verhinderbar“, bestätigt auch Prof. Dr. Torsten Wilhelm, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiter des Darmzentrums in der GRN-Klinik Weinheim. Selbst im fortgeschrittenen Stadium könne Darmkrebs oft noch geheilt werden.
Welche Untersuchungen und welche Therapie im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von Tumorstadium, der Tumorlage und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. In den GRN-Kliniken Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim werden Sie von der Prävention über Diagnostik bis zur Nachsorge kompetent begleitet.
Dr. Matthias Hassenpflug
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Dr. Thorsten Löffler
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie, Master of Business Administration (MBA)
Dr. Johannes Weiß
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
Dr. Torsten Wilhelm
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
Tückischer Weise bleibt Darmkrebs lange unbemerkt. Im frühen Stadium verläuft Darmkrebs meist ohne Beschwerden – umso wichtiger ist es, Vorsorge-Untersuchungen wahrzunehmen und auf Veränderungen zu achten. Anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, Blut im Stuhl oder auffällig dunkler Stuhl, unklarer Gewichtsverlust, ein Völlegefühl im Bauch sowie anhaltende Müdigkeit oder eine Blutarmut können Hinweise sein. Solche Beschwerden können zwar auch andere, harmlosere Ursachen haben, sollten bei neuem oder anhaltendem Auftreten aber dennoch ärztlich abgeklärt werden.
Darmkrebs-Symptome, die abgeklärt werden sollten:
Werden im Rahmen der Darmspiegelung (Koloskopie) Auffälligkeiten entdeckt wie Polypen oder auch ein bereits fortgeschrittener Darmkrebs, erfolgt in den GRN-Kliniken in Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim eine mehrstufige Behandlung. Kleinere Polypen können direkt im Rahmen der Koloskopie entfernt werden. Bei bereits fortgeschrittenem Darmkrebs wird das jeweilige Team der Gastroenterologie in Abstimmung mit der Allgemeinchirurgie eine Operation empfehlen.
Wie wird Darmkrebs behandelt?
Je nach Tumorstadium und -lage stehen verschiedene Behandlungswege offen:
Dank interdisziplinärer Tumorkonferenz und enger Anbindung an die Universitätsklinik Heidelberg profitieren Patientinnen und Patienten stets vom aktuellen Stand der onkologischen Behandlung.
Nach einer Tumoroperation bleiben die Patienten für gewöhnlich etwa 5 bis 8 Tage im Krankenhaus. Ist eine anschließende Reha gewünscht so kann das während des Aufenthalts organisiert werden.