Die GRN-Klinik Weinheim setzt neue Maßstäbe in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit. Mit der CT-gestützten Herzkathetertherapie wird die Computertomographie (CT) künftig nicht nur zur Diagnosestellung eingesetzt, sondern unterstützt auch die Planung und Durchführung von Koronarinterventionen. Ziel ist eine individuellere Behandlung und vor allem mehr Patientensicherheit.
„Die CT liefert uns heute deutlich mehr Informationen als nur die Antwort, ob eine Verengung vorliegt“, erklärt Prof. Dr. Grigorios Korosoglou, Chefarzt der Kardiologie der GRN-Kliniken Weinheim und Eberbach. „Wir können Größe und Verlauf der Herzkranzgefäße, Verkalkungen oder komplexe Gefäßaufzweigungen bereits vor dem Eingriff detailliert beurteilen. Dadurch lässt sich die Intervention im Herzkatheterlabor gezielt vorbereiten.“
Die hochauflösenden CT-Bilder ermöglichen es, Ballon- und Stentgröße bereits vor dem Eingriff patientenindividuell zu planen. Während der Behandlung unterstützen die Daten das interventionelle Team zusätzlich bei der Wahl optimaler Projektionswinkel und der exakten Beurteilung der Gefäße. Das erhöht die Präzision des Eingriffs und reduziert gleichzeitig die Belastung durch Strahlung und Kontrastmittel. Zudem können durch die CT viele diagnostische Herzkatheteruntersuchungen vermieden werden.
Die neue Technik wird derzeit im Rahmen einer klinischen Studie an der GRN-Klinik Weinheim untersucht. Rund 40 Patientinnen und Patienten wurden bislang erfolgreich randomisiert und eingeschlossen. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.
Die Voraussetzungen dafür wurden mit dem im vergangenen Jahr eröffneten zweiten Herzkatheterlabor geschaffen. Gemeinsam mit dem hochmodernen SOMATOM FORCE Herz-CT, beide ermöglicht durch die Förderung der Hector Stiftungen, verfügt die GRN-Klinik Weinheim über eine der modernsten Infrastrukturen für bildgestützte Koronarinterventionen, die in der Region einzigartig ist.
„Wir erwarten, dass sich die CT-gestützte PCI in den kommenden Jahren zu einem neuen Standard für ausgewählte Koronarinterventionen entwickeln wird. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das eine individualisierte Präzisionsmedizin mit einer höheren Sicherheit und möglicherweise einer geringeren Belastung durch Strahlung und Kontrastmittel“, so Prof. Korosoglou.
Mit der Kombination aus modernster Bildgebung, zwei Herzkatheterlaboren und wissenschaftlicher Forschung trägt die GRN-Klinik Weinheim dazu bei, die Versorgung von Herzpatientinnen und Herzpatienten in der Metropolregion Rhein-Neckar nachhaltig weiterzuentwickeln.
Weitere Infos unter https://www.grn.de/weinheim/klinik/kardiologie-angiologie-pneumologie/die-fachdisziplin