Ein Bauchwandbruch oder Bauchdeckenbruch – medizinisch Hernie genannt – entsteht, wenn sich Bauchgewebe oder Darmanteile durch eine Schwachstelle der Bauchwand nach außen vorwölben. Eine Spontanheilung gibt es bei keiner Form des Bauchwandbruchs, weshalb Hernien zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen überhaupt zählen. Allein die Leistenbruch OP ist mit rund 275.000 bis 300.000 Eingriffen pro Jahr die am häufigsten durchgeführte Operation in Deutschland:
Welches Operationsverfahren im Einzelfall geeignet ist, hängt von Größe, Lage und Ursache des Bruchs sowie von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Dr. Matthias Hassenpflug
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
GRN-Klinik Sinsheim
Alte Waibstadter Str. 2
74889 Sinsheim
„Viele Betroffene bemerken die Vorwölbung zunächst nur bei Anstrengung und ignorieren sie - dabei sollte jede neu aufgetretene Beule im Bauchbereich zeitnah untersucht werden“, erklärt Dr. Matthias Hassenpflug, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der GRN-Klinik Sinsheim. Mögliche Anzeichen sind:
Ein eingeklemmter Bauchwandbruch (Inkarzeration) muss umgehend behandelt werden, da sonst eingeklemmtes Gewebe absterben kann.
Da sich Bauchwandbrüche nicht von selbst zurückbilden und mit der Zeit tendenziell größer werden, wird in der Regel zu einer Operation geraten; auch um dem Risiko einer Einklemmung vorzubeugen. Je größer der Bruch, desto aufwendiger wird in der Regel der Eingriff.
„Für jeden Patienten erstellen wir ein individuelles Therapiekonzept, das sich am Befund, an möglichen Vorerkrankungen und am Alltag der Betroffenen orientiert“, so Dr. Matthias Hassenpflug. Je nach Befund stehen unter anderem folgende Verfahren zur Verfügung:
Die Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der GRN-Klinik Sinsheim führt die Operationen in der sogenannten „Schlüssellochtechnik" in großer Häufigkeit und hoher Qualität durch, auch bei komplexen Bauchwandhernien. Durch die enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg findet ein regelmäßiger Austausch der Ärzte statt, sodass Patientinnen und Patienten stets vom aktuellsten Stand der Behandlungs- und Operationstechniken profitieren.
Die Operationen erfolgen in aller Regel in einer Vollnarkose, können aber in ausgewählten Fällen auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Eingriffe finden in den meisten Fällen grundsätzlich als ambulante Operationen statt, bei denen der Patient / die Patientin morgens ins Krankenhaus kommt und nachmittags wieder abgeholt werden kann.
Sprechzeiten:
Termine nach telefonischer Vereinbarung