Hernie erkennen und behandeln - Ihre Spezialisten der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Ein Bauchwandbruch oder Bauchdeckenbruch – medizinisch Hernie genannt – entsteht, wenn sich Bauchgewebe oder Darmanteile durch eine Schwachstelle der Bauchwand nach außen vorwölben. Eine Spontanheilung gibt es bei keiner Form des Bauchwandbruchs, weshalb Hernien zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen überhaupt zählen. Allein die Leistenbruch OP ist mit rund 275.000 bis 300.000 Eingriffen pro Jahr die am häufigsten durchgeführte Operation in Deutschland:

  • Etwa 2 Prozent der Bevölkerung haben einen Leistenbruch, der mit rund 80 Prozent die häufigste Hernienform ist
  • Männer sind von Leistenbrüchen etwa achtmal häufiger betroffen als Frauen
  • Zusätzlich werden jährlich rund 100.000 weitere Bauchwandbrüche operativ versorgt, etwa Nabel-, Narben- und Oberbauchbrüche
  • Narbenbrüche zählen mit rund 10 Prozent zu den häufigen Spätkomplikationen nach Bauchoperationen

Welches Operationsverfahren im Einzelfall geeignet ist, hängt von Größe, Lage und Ursache des Bruchs sowie von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Kontakt

Dr. Matthias Hassenpflug

Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

GRN-Klinik Sinsheim

Alte Waibstadter Str. 2

74889 Sinsheim

Welche Symptome deuten auf einen Bauchwandbruch hin?

„Viele Betroffene bemerken die Vorwölbung zunächst nur bei Anstrengung und ignorieren sie - dabei sollte jede neu aufgetretene Beule im Bauchbereich zeitnah untersucht werden“, erklärt Dr. Matthias Hassenpflug, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der GRN-Klinik Sinsheim. Mögliche Anzeichen sind:

  • eine tastbare oder sichtbare Vorwölbung, häufig im Bereich der Leiste, des Nabels oder einer Operationsnarbe
  • eine Zunahme der Vorwölbung beim Husten, Pressen oder Heben
  • ein Ziehen oder Druckgefühl im Bauch
  • im Liegen ein spontanes Zurückgleiten der Vorwölbung
  • bei Einklemmung: plötzliche starke Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen 

Ein eingeklemmter Bauchwandbruch (Inkarzeration) muss umgehend behandelt werden, da sonst eingeklemmtes Gewebe absterben kann.

Hernie: Warum eine Operation meist notwendig ist!

Da sich Bauchwandbrüche nicht von selbst zurückbilden und mit der Zeit tendenziell größer werden, wird in der Regel zu einer Operation geraten; auch um dem Risiko einer Einklemmung vorzubeugen. Je größer der Bruch, desto aufwendiger wird in der Regel der Eingriff.

Wie werden Bauchwandbrüche in der GRN-Klinik Sinsheim behandelt?

„Für jeden Patienten erstellen wir ein individuelles Therapiekonzept, das sich am Befund, an möglichen Vorerkrankungen und am Alltag der Betroffenen orientiert“, so Dr. Matthias Hassenpflug. Je nach Befund stehen unter anderem folgende Verfahren zur Verfügung:

  • Minimalinvasive (laparoskopische) Hernienreparation über kleine Schnitte
  • Offene Operation mit Netzverstärkung, etwa nach dem Lichtenstein-Verfahren
  • Direktnaht bei kleineren Defekten ohne Netzeinsatz
  • Sublay-Technik bei größeren Narbenbrüchen zur stabilen Bauchwandrekonstruktion

Die Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der GRN-Klinik Sinsheim führt die Operationen in der sogenannten „Schlüssellochtechnik" in großer Häufigkeit und hoher Qualität durch, auch bei komplexen Bauchwandhernien. Durch die enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg findet ein regelmäßiger Austausch der Ärzte statt, sodass Patientinnen und Patienten stets vom aktuellsten Stand der Behandlungs- und Operationstechniken profitieren. 

Die Operationen erfolgen in aller Regel in einer Vollnarkose, können aber in ausgewählten Fällen auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Eingriffe finden in den meisten Fällen grundsätzlich als ambulante Operationen statt, bei denen der Patient / die Patientin morgens ins Krankenhaus kommt und nachmittags wieder abgeholt werden kann.

Bei Fragen für Sie da

Alexandra Eggensperger und Jaqueline Ries
Sekretariat
Alte Waibstadter Straße 2 74889 Sinsheim

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