Wer von Gallensteinen betroffen ist, muss nicht zwangsläufig operiert werden – nur rund ein Viertel der Betroffenen entwickelt über einen Zeitraum von 25 Jahren überhaupt Beschwerden. Kommt es jedoch zu wiederkehrenden Koliken oder einer Gallenblasenentzündung, ist die Cholezystektomie, also die operative Entfernung der Gallenblase, das Mittel der Wahl. Sie zählt zu den häufigsten und sichersten Operationen in Deutschland: Jährlich werden hierzulande mehr als 175.000 Eingriffe dieser Art durchgeführt, in über 90 Prozent der Fälle minimalinvasiv über eine Bauchspiegelung (laparoskopisch).
Die laparoskopische Gallenblasenentfernung gilt mit einer Letalität von unter 0,1 Prozent als sehr sicheres Standardverfahren. Und keine Sorge um die Verdauung: Der Körper kann Fette auch ohne Gallenblase problemlos verarbeiten, da die Galle weiterhin kontinuierlich aus der Leber abfließt.
Ob und wann eine Operation in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihren Beschwerden und dem Befund ab. Die Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der GRN-Klinik Sinsheim berät Sie individuell zu Diagnostik und Behandlung.
Dr. Matthias Hassenpflug
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
GRN-Klinik Sinsheim
Alte Waibstadter Str. 2
74889 Sinsheim
Typisch sind krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch (Gallenkolik), oft nach fettreichen Mahlzeiten, häufig begleitet von Übelkeit, Völlegefühl oder Blähungen. Die Schmerzen können in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen. Kommt eine Entzündung hinzu, treten meist Fieber und anhaltende, verstärkte Schmerzen auf; eine Gelbfärbung von Haut oder Augen ist selten, kann aber auf einen Gallengangsverschluss hindeuten. „Wiederkehrende Koliken sollten Betroffene nicht auf die leichte Schulter nehmen - unbehandelt können Gallensteine zu einer Entzündung oder sogar zu einem Verschluss der Gallenwege führen", so Dr. Matthias Hassenpflug, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der GRN-Klinik Sinsheim.
Je nach Befund kommen unter anderem folgende Vorgehensweisen zum Einsatz:
Dank großer Erfahrung mit diesem Standardeingriff und einem eingespielten Behandlungspfad verläuft die Genesung für die meisten Patientinnen und Patienten schnell und komplikationsarm. Inzwischen werden geplante Gallenblasenentfernungen sogar in über 60 Prozent ambulant durchgeführt. Sollten sich aber Gründe für eine stationäre Überwachung ergeben, wie z.B. Schmerzen nach der OP oder Kreislaufprobleme, so kann der Patient/die Patientin auch weiterhin stationär aufgenommen werden bis es ihm/ihr besser geht.
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