Zwei Lamas vor dem Seniorenzentrum – das sieht man nicht alle Tage. Am 1. Oktober waren Adele und Cindy von Pfalz-Lamas zu Besuch im GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen. Zwei Stunden lang konnten die Bewohnerinnen und Bewohner die beiden Tiere kennenlernen, sie mit Karotten füttern, streicheln und sogar selbst führen.
Adele und Cindy sind im Rahmen eines tiergestützten Angebots unterwegs. Mit ihrer ruhigen und eher zurückhaltenden Art lassen sie den Menschen Zeit, selbst auf sie zuzugehen. Und genau das taten die Bewohnerinnen und Bewohner an diesem Nachmittag. Bei vielen war ein schelmisches Grinsen zu sehen, als die beiden Lamas neugierig ihre Köpfe entgegenstreckten.
Für einen 93-jährigen Bewohner war die Begegnung eine Premiere: „Ich habe noch nie in meinem Leben ein Lama gestreichelt.“ Auch eine Kindergarten-Gruppe war dabei und kam den Tieren ganz nah. Gemeinsam wurde gefüttert, gestreichelt und gestaunt.
„Man konnte den Bewohnerinnen und Bewohnern die Freude über den Besuch von Adele und Cindy richtig ansehen. Das mitzuerleben, war auch für uns etwas Besonderes“, sagt Martina Burger, Heimleitung des GRN-Seniorenzentrums Schwetzingen.
Zwischendurch gab es jede Menge Fragen: Was fressen Lamas eigentlich? Wie leben sie? Und warum sind sie so ruhig? Bei den Erklärungen über die Tiere zeigte sich, dass auch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern echte Lama-Kenner zu finden sind. Eine Bewohnerin konnte mit erstaunlich viel Wissen über die Tiere aufwarten.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die drei kleinen „Lama-Wanderungen“ rund um das Haus. Einige Bewohnerinnen und Bewohner durften Adele und Cindy dabei sogar selbst führen. Und die Lamas zogen nicht nur die Aufmerksamkeit der Bewohner auf sich: Wer gerade vorbeikam, blieb stehen und schaute neugierig zu. Zwei Lamas beim Spaziergang vor einem Seniorenzentrum – da darf man schließlich auch mal stehen bleiben.
Auch die Pflegefachkräfte und Mitarbeitenden hatten sichtlich Freude an dem ungewöhnlichen Besuch. So wurde der Vormittag nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner zu einer besonderen Abwechslung, sondern brachte auch im Team und rund um das Haus einiges in Bewegung.
Nach zwei Stunden hieß es dann Abschied nehmen. Adele und Cindy machten sich wieder auf den Heimweg – und hinterließen viele neugierige Fragen, neue Gespräche und bei so manchem ein Lächeln im Gesicht.