„Kein Geld. Keine Versorgung. - Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“

Krankenhäuser setzen gemeinsames Zeichen gegen Beitragssatzstabilisierungsgesetz Landesweiter Aktionstag am 12. Juni / Symbolische Schließung der Haupteingänge an allen Standorten für zwei Stunden


News/Pressemitteilungen

Am 12. Juni 2026 beteiligen sich die vier Kliniken der Gesundheitszentren Rhein-Neckar am landesweiten Aktionstag der baden-württembergischen Krankenhäuser gegen das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Hierfür werden die Haupteingänge der Kliniken für zwei Stunden von 11 Uhr bis 13 Uhr symbolisch geschlossen. Die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten bleibt uneingeschränkt gewährleistet.

Mit der Aktion machen die Krankenhäuser auf die gravierenden Folgen der geplanten gesetzlichen Änderungen im Bereich der Krankenhausfinanzierung aufmerksam. Nach Einschätzung der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft drohen den Kliniken im Land erhebliche finanzielle Einbußen, die langfristig Leistungseinschränkungen, Personalabbau und eine Verschlechterung der Patientenversorgung zur Folge haben könnten.

„Unsere Krankenhäuser stehen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Menschen bereit. Wenn wir heute symbolisch unsere Eingänge schließen, dann um deutlich zu machen: Die wirtschaftliche Lage vieler Kliniken ist so angespannt, dass sie die Patientenversorgung zunehmend bedroht. Wer eine hochwertige und wohnortnahe Krankenhausversorgung will, muss sie auch verlässlich finanzieren“, betont Geschäftsführerin Katharina Elbs.

„Wir unterstützen notwendige Reformen im Gesundheitswesen ausdrücklich. Es kann jedoch nicht sein, dass deren Finanzierung zulasten der Krankenhäuser erfolgt. Viele Kliniken leiden bereits unter einem erheblichen Defizit. Die geplanten Kürzungen verschärfen diese Situation weiter und gefährden langfristig die Versorgungssicherheit der Menschen in unserer Region“, so Landrat Manuel Just, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesundheitszentren Rhein-Neckar.

Auch die Klinikleitungen sehen dringenden Handlungsbedarf. „Die Krankenhäuser arbeiten seit Jahren unter enormem wirtschaftlichem Druck. Weitere Belastungen würden die Handlungsspielräume vieler Einrichtungen erheblich einschränken und die Versorgung vor Ort gefährden“, erklärt Stephanie Linß, stellvertretende Klinikleiterin der GRN-Klinik Sinsheim.

„Es geht nicht nur um die Zukunft einzelner Krankenhäuser, sondern um die Frage, wie eine flächendeckende medizinische Versorgung auch künftig sichergestellt werden kann. Hierfür muss die Politik die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen“, betont Geschäftsführerin Judith Masuch.

Mit dem Aktionstag wollen die baden-württembergischen Krankenhäuser ein gemeinsames Signal an die Bundespolitik senden und auf die Bedeutung einer verlässlichen Krankenhausfinanzierung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung aufmerksam machen.

Weitere Informationen zu den GRN-Kliniken und dem Aktionstag: GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar - der Mensch im Mittelpunkt und https://www.bwkg.de/kein-geld-keine-versorgung