Großes Interesse an den Veranstaltungen zur Welt-Kontinenz-Woche

Experten informieren über moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Blasen- und Beckenbodenbeschwerden / Hohe Besucherzahlen an den GRN-Standorten


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„10 Millionen – Du auch?“ Unter diesem Motto beteiligten sich die GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar mit mehreren Informationsveranstaltungen an der diesjährigen Welt-Kontinenz-Woche. Ziel war es, über Harn- und Stuhlinkontinenz, Beckenbodenschwäche und moderne Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären sowie Betroffenen Mut zu machen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Form der Inkontinenz. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, doch viele Betroffene sprechen aus Scham oder Unsicherheit nicht über ihre Beschwerden. Dabei stehen heute zahlreiche wirksame Diagnose- und Therapieverfahren zur Verfügung, die die Lebensqualität deutlich verbessern können.

Die Resonanz auf die Veranstaltungen an den Standorten Sinsheim, Eberbach und Weinheim war außerordentlich groß. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Ursachen, Diagnostik und moderne Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen.

In Sinsheim informierten Ärztinnen und Ärzte der GRN-Klinik Sinsheim sowie der MEDICLIN Kraichgau-Klinik Bad Rappenau über die interdisziplinäre Behandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz. Unter dem Titel „Kontinenz im Gleichgewicht – Wenn Gynäkologie, Urologie und Proktologie zusammenwirken“ erläuterten die Referenten moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Das Casino in Sinsheim war bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Mittelpunkt standen die Harninkontinenz bei Frauen und Männern sowie die Behandlungsmöglichkeiten bei Stuhlinkontinenz. Die Experten stellten moderne konservative und operative Therapieverfahren vor und machten deutlich, dass Betroffene heute vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten erhalten können. Nadine A. Michel, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe der GRN-Klinik Sinsheim, betonte dabei: „Inkontinenz ist kein Schicksal, das man einfach hinnehmen muss. Der erste Schritt ist, offen darüber zu sprechen und sich beraten zu lassen.“

Auch die Veranstaltung in der GRN-Klinik Eberbach stieß auf außergewöhnlich großes Interesse. Dr. Annette Maleika, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe der GRN-Klinik Schwetzingen, referierte zum Thema „Belastungs-Harninkontinenz bei Beckenbodenschwäche“. Dr. Jan Voegele, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Urologie der GRN-Klinik Eberbach, sprach über „Dranginkontinenz bei überaktiver Blase“. Die Nachfrage war so groß, dass zusätzliche Sitzplätze geschaffen werden mussten, um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Über zwei Stunden hinweg beantworteten die Referenten zahlreiche Fragen und diskutierten intensiv mit dem Publikum. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Diagnostik und individuell abgestimmte Therapien für den Behandlungserfolg sind.

„Viele Formen der Inkontinenz lassen sich heute erfolgreich behandeln. Entscheidend ist, Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären zu lassen und die individuell passende Therapie zu finden“, so Dr. Voegele.

In Weinheim widmete sich Dr. Stefanie Weiner, Funktionsoberärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leiterin der Beckenbodensprechstunde der GRN-Klinik Weinheim, dem Thema „Beckenbodenschwäche – ein Thema auch schon in jungen Jahren“. Sie erläuterte, welche Faktoren bereits in jungen Lebensjahren zu einer Schwächung des Beckenbodens beitragen können und welche präventiven sowie therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Beckenbodenbeschwerden keineswegs nur ältere Menschen betreffen und eine frühzeitige Beratung und Behandlung entscheidend sein können. Im Anschluss nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Dr. Weiner hob hervor: „Je früher Beschwerden erkannt und behandelt werden, desto besser lassen sich langfristige Einschränkungen vermeiden.“

Die Veranstaltungen zeigten: Inkontinenz gehört zu den häufigsten chronischen Gesundheitsproblemen, bleibt aber oft im Verborgenen. Dank moderner medizinischer Möglichkeiten können die Beschwerden in vielen Fällen erfolgreich behandelt oder deutlich gelindert werden. Mehr Kontinenz bedeutet vor allem: mehr Lebensqualität, Sicherheit und Teilhabe am Alltag.

Weitere Informatioenn zum Thema unter GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar - der Mensch im Mittelpunkt.