Rund 10 Millionen Frauen und Männer sind in Deutschland von unterschiedlichen Formen der Inkontinenz betroffen. Dennoch wird das Thema in der Öffentlichkeit häufig tabuisiert – mit erheblichen Folgen für die Lebensqualität der Betroffenen. Mit Informationsveranstaltungen in Eberbach, Sinsheim und Weinheim beteiligen sich die GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar an der Welt-Kontinenz-Woche vom 15. bis 21. Juni 2026 und möchten Betroffene ermutigen, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Blasen- und Darmfunktionsstörungen können Frauen und Männer jeden Alters betreffen und die Lebensqualität erheblich einschränken. Neben körperlichen Beschwerden leiden viele Betroffene unter Schamgefühlen, sozialem Rückzug und psychischer Belastung.
„Inkontinenz ist keine Randerscheinung, sondern eine Volkskrankheit, die Menschen aller Altersgruppen betreffen kann“, erklärt Dr. Annette Maleika, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe in der GRN-Klinik Schwetzingen. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig medizinische Hilfe zu suchen und Beschwerden nicht aus Scham zu verschweigen.“
Auch die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt.
„Viele Betroffene warten zu lange, bevor sie ärztliche Hilfe suchen. Dabei stehen heute zahlreiche konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung“, so Dr. Stefanie Weiner, Funktionsoberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiterin der Beckenbodensprechstunde der GRN-Klinik Weinheim.
Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit spielt bei der Behandlung eine zentrale Rolle: „Gerade bei Beckenboden- und Blasenfunktionsstörungen ist eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit entscheidend, um Patientinnen langfristig wirksam zu behandeln“, ergänzt Nadine A. Michel, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe GRN-Klinik Sinsheim.
Im Rahmen der Weltkontinenz-Woche 2026 laden die GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar zu Vorträgen ein. Dabei informieren die Expertinnen und Experten über Ursachen, moderne Behandlungsmöglichkeiten und individuelle Therapieansätze – für mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alltag.
Eberbach
16. Juni 2026, 18 Uhr
Kardiologie Raum 1
GRN-Klinik Eberbach
Programm
Belastungs- Harninkontinenz bei Beckenbodenschwäche
Dr. Annette Maleika, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, GRN-Klinik Schwetzingen
Dranginkontinenz bei überaktiver Blase
Dr. Jan Voegele, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Urologie, GRN-Klinik Eberbach
Sinsheim
16. Juni 2026, 17 Uhr
Casino
GRN-Klinik Sinsheim
Programm
Kontinenz im Gleichgewicht – Wenn Gynäkologie, Urologie und Proktologie zusammenwirken
Nadine A. Michel, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, GRN-Klinik Sinsheim
Harninkontinenz des Mannes
Dr. med. univ. Reinmar Tschaikner, Oberarzt MEDICLIN, Kraichgau-Klinik
Harninkontinenz der Frau: effektive Behandlung
Natalia Greba, Oberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, GRN-Klinik Sinsheim
Die versteckte Fessel – Lösungen und Wege bei Stuhlinkontinenz
Dr. med. Martin Apitz, Oberarzt Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie GRN-Klinik Sinsheim
Weinheim
17. Juni 2026, 18 Uhr
Cafeteria
GRN-Klinik Weinheim
Beckenbodenschwäche – ein Thema auch schon in jungen Jahren
Dr. Stefanie Weiner, Funktionsoberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiterin der Beckenbodensprechstunde der GRN-Klinik Weinheim
Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Welt-Kontinenz-Woche ist eine internationale Aktionswoche zur Aufklärung über Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Betroffene zu unterstützen und die öffentliche Wahrnehmung für das Thema Kontinenz zu stärken.