Die Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Weinheim bietet die Kardio-Computertomographie (Kardio-CT) als modernes, schonendes Verfahren zur nicht-invasiven Darstellung der Herzkranzgefäße an. Sie kommt insbesondere zum Einsatz, wenn ein Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit abgeklärt werden soll, ohne dass ein Herzkatheter notwendig ist.
Dieser „high-end“ CT-Scanner steht der GRN-Klinik Weinheim dank einer großzügigen Spende der Hector Stiftung seit Mitte 2020 zur Verfügung. Das Gerät ist mit der neusten Technik ausgestattet und erlaubt einen exzellenten Einblick ins Herz. Auch sämtliche CT Untersuchungen anderer Organe werden mit diesem Hochleistungs-SOMATOM-Force-CT (Siemens) mit höherer Auflösung bei geringerer Strahlenexposition durchgeführt.
Unser erfahrenes Team aus Kardiologen und Kardiologinnen sowie Radiologen und Radiologinnen führt die Untersuchung präzise und mit modernster Technik durch und berät Sie ausführlich zu Ablauf und Ergebnissen
Prof. Dr. Grigorios Korosoglou
Chefarzt Kardiologie, Angiologie
Eine Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem mithilfe von Röntgenstrahlen aus verschiedenen Winkeln detaillierte Querschnittsbilder des Körpers erzeugt werden. Ein Computer setzt die einzelnen Aufnahmen zu präzisen, dreidimensionalen Bildern zusammen. Auf diese Weise lassen sich Organe, Gefäße und Gewebestrukturen mit hoher Auflösung darstellen und beurteilen.
Das Herz-CT unterscheidet sich von einer klassischen CT-Untersuchung durch die EKG-Synchronisation: Die Aufnahmen werden gezielt in den Herzphasen erstellt, in denen sich das Herz möglichst wenig bewegt, meist in der Entspannungsphase zwischen zwei Herzschlägen (Diastole). So entstehen scharfe, bewegungsfreie Bilder der Herzkranzgefäße, auch bei einem schlagenden Herzen. Für die Darstellung der Herzkranzarterien ist die Gabe von einer geringen Menge (50 mL) Kontrastmittel notwendig.
Das Kardio-CT ermöglicht eine sehr genaue Darstellung der Herzkranzgefäße und kann Verengungen, Verkalkungen oder Ablagerungen frühzeitig sichtbar machen. Es eignet sich besonders gut, um eine koronare Herzkrankheit auszuschließen, da die Untersuchung einen hohen negativ-prädiktiven Wert besitzt. Das bedeutet: Zeigt das Herz-CT unauffällige Gefäße, ist eine relevante Erkrankung der Herzkranzgefäße mit hoher Sicherheit ausgeschlossen, sodass im Anschluss keine invasiven Herzkatheter-Eingriffe notwendig sind.
Im Gegensatz zur Herzkatheteruntersuchung kann die Kardio-CT nicht nur eine sehr präzise Aussage zum Gefäßvolumen und Vorhandensein von Engstellen, sondern auch über die Beschaffenheit der Gefäßwand von Koronararterien treffen. So können frühe atherosklerotische Veränderungen der Herzkranzgefäße erkannt und mit einer gezielten medikamentösen Therapie (Aspirin, Statine) behandelt werden. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass sich dank einer solchen, aufgrund der CT-Ergebnisse präventiv eingeleiteten Therapie, die Prognose von Patienten mit kardialen Beschwerden deutlich verbesserte: Das Risiko für einen Herzinfarkt sank um 40 Prozent.
Eine Kardio-CT ist insbesondere bei Patienten mit einem mittleren Risiko für eine koronare Herzkrankheit, bei denen erste Untersuchungsergebnisse also nicht zwingend für eine Koronarerkrankung sprechen, geeignet. Bei unauffälligem Befund im CT kann bei diesen Patienten eine behandlungsbedürftige KHK mit annähernd 100-prozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Eine unnötige Herzkatheteruntersuchung bleibt Ihnen so erspart. Die hohe diagnostische Aussagekraft der Kardio-CT wurde mittlerweile in Studien belegt.
Vor der Untersuchung wird zunächst die Herzfrequenz gemessen und bei Bedarf medikamentös leicht gesenkt, um optimale Bildqualität zu erreichen. Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Untersuchungsliege, die langsam durch die CT-Röhre fährt, während EKG-Elektroden die Herzaktivität aufzeichnen. Über einen venösen Zugang wird das Kontrastmittel verabreicht. Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Sekunden, die gesamte Untersuchung inklusive Vorbereitung und Besprechung der erhobenen Bilder und Befunde etwa 30 Minuten.
Die Computertomographie liefert präzise, hochauflösende Bilder in kurzer Untersuchungszeit und ist im Vergleich zum Herzkatheter ein nicht-invasives Verfahren ohne Katheter im Körper. Sie ermöglicht eine detaillierte dreidimensionale Darstellung der Herzkranzgefäße und eignet sich besonders gut zum Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit. Zudem ist die Untersuchung in der Regel gut verträglich und schnell durchgeführt.
Patientinnen und Patienten empfinden das Kardio-CT in der Regel als unkomplizierte und gut verträgliche Untersuchung. Da keine Katheter eingeführt werden müssen, wird das Verfahren häufig als angenehmer und weniger belastend im Vergleich zu invasiven Untersuchungen wahrgenommen. Vereinzelt wird das Kontrastmittel als kurzzeitiges Wärmegefühl im Körper beschrieben – dies ist normal und klingt schnell wieder ab. Unser Team begleitet Sie während der gesamten Untersuchung einfühlsam und informiert Sie umfassend im Vorfeld. Die Leistung wird ambulant erbracht.
Für noch mehr Sicherheit in der Behandlung der koronaren Herzkrankheit: Über eine Studie der GRN-Klinik Weinheim zur CT-gestützten Herzkathetertherapie hat unter anderem der SWR Aktuell in seiner Sendung am 25.8.26 berichtet. Der Beitrag ist unter folgendem Link abrufbar (ab Min. 20:50):
https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg/sendung-19-30-uhr-vom-25-8-2026/swr-bw/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzNDYxNTU
Weitere Veröffentlichungen zur CT-gestützten Herzkathetertherapie:
Weinheimer Nachrichten: Weniger Strahlung beim Herzkatheter? Weinheimer Klinik testet neuen Ansatz | WNOZ
GRN-News: Mehr Sicherheit für Herzpatienten: CT-gestützte Herzkathetertherapie in Weinheim
Sie haben Fragen zum Kardio-CT oder möchten einen Termin vereinbaren? Das Team der Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Weinheim unter der Leitung von Prof. Dr. Grigorios Korosoglou, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie, berät Sie gerne persönlich und begleitet Sie kompetent durch die gesamte Untersuchung.
Flyer Kardio-CT