Interdisziplinäre Intensivstation

Auf unserer Intensivstation behandeln wir Patienten mit lebensgefährlichen Erkrankungen, nach Unfällen sowie insbesondere nach größeren operativen Eingriffen. Neben intensiver pflegerischer und ärztlicher Hilfe kommt hierbei auch eine moderne apparative Ausstattung zum Einsatz. Nach Bedarf stehen verschiedene Organersatzverfahren zur Verfügung. Ziel ist es in der Regel, ein Überleben zu ermöglichen und die Patienten soweit zu stabilisieren, dass eine Verlegung auf die Normalstation möglich wird. Dabei steht bei allen Möglichkeiten der modernen Medizin der Mensch im Zentrum unserer Bemühungen.  

Die Koordination und Durchführung der intensivmedizinischen Maßnahmen erfolgt dabei durch die Anästhesie, während die jeweilig erstbehandelnde Fachdisziplin für die Behandlung des Grundleidens verantwortlich ist. Dabei ist die interdisziplinäre Versorgung ärztlich wie pflegerisch rund um die Uhr gewährleistet.

Leistungsspektrum

Die Intensivstation verfügt über insgesamt 12 Intensivbetten mit bis zu 6 Beatmungsplätzen. 

  • ca. 1.400 Patienten pro Jahr (65 Prozent aus der Innere Medizin, 35 Prozent chirurgische Patienten)
  • rund 26.000 Beatmungsstunden pro Jahr
  • alle invasiven und non-invasiven Beatmungstechniken (NIV, OPTIFLOW, CPAP-Boussignac)
  • kinetische Lagerungstherapie
  • perkutane dilatative Punktionstracheotomie
  • Nierenersatzverfahren wie CVVHD/CVVHDF (Prismaflex)
  • intermittierende Dialysen in Kooperation mit dem Dialysezentrum Sinsheim
  • hämodynamisches Monitoring mittels PICCO 
  • Bronchoskopien
  • Anlage von passageren Schrittmachern
  • großer Anteil sonographiegesteuerter Katheteranlagen
  • Anpassen einer Heimbeatmung
  • gastroenterologische Endoskopien
  • klinikinterne Notfallversorgung rund um die Uhr

Besuchszeiten und Auskünfte

Besuchsregelung

Die reguläre Besuchszeit dauert von 16.00 bis 18.00 Uhr. Nach Absprache sowie in besonderen Situationen können Sie Ihre Angehörigen auch außerhalb der Besuchszeiten besuchen. Sollten Besuche aufgrund dringender ärztlicher oder pflegerischer Maßnahmen unterbrochen oder verschoben werden müssen, bitten wir hierfür jedoch um Ihr Verständnis. Es können maximal zwei Personen gleichzeitig im Patientenzimmer anwesend sein. Bitte sprechen Sie sich hierzu untereinander ab und nehmen Sie auch Rücksicht auf eventuelle Mitpatienten.

Auskünfte und Angehörigengespräche

Akute Erkrankungen und große Operationen bedeuten eine große Belastung für Patienten und Angehörige. Wir möchten Sie hierbei unterstützen, so gut es uns möglich ist. Vor Ort geben wir gerne Auskunft über aktuelle Entwicklungen, wobei die Patientenversorgung stets Vorrang hat. Für ausführlichere Gespräche vereinbaren Sie gerne einen Termin zwischen 14.00 und 15.30 Uhr.

Um die Kommunikation zu vereinfachen, sollte eine feste Kontaktperson ausgewählt werden, der ausführlich vor Ort Auskunft erteilt wird. Diese kann weitere Angehörige nach Bedarf informieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass telefonische Auskünfte nur nach individueller Absprache möglich sind.

Zugunsten der Patientenversorgung, interdisziplinären Visiten sowie Verlegung von Patienten z.B. auf die Normalstation ist der Zeitraum von 7:00 bis 10:30 Uhr vormittags ungünstig für Besuche und Telefonate.

Telefonischer Kontakt

 Auskunft an Angehörige unter Tel. 07261 66-18334

Besondere Umstände

"Künstliches Koma"

Aufgrund ihrer Erkrankung oder einer notwendigen Operation müssen manche unserer Patienten künstlich beatmet werden. Hierzu ist eine medikamentöse Sedierung („künstliches Koma“) erforderlich, sodass sie vorübergehend nicht ansprechbar sind. Wir versuchen, solche Zeiträume so kurz als möglich zu halten. 

Verwirrtheitszustände

Nach Operationen und bei gewissen Erkrankungen können insbesondere bei älteren Patienten Verwirrtheitszustände (sog. „Delir“) auftreten. Durch Optimierung des Tag-Nacht-Rhythmus, vertraute Stimmen und Geräusche sowie die Verfügbarkeit der eigenen Brille und ggf. Hörgeräts sollen sich unsere Patienten schnellstmöglich wieder orientieren können. Ergänzend sind hierzu oftmals Medikamente erforderlich. Unser Ziel ist es dabei, den Patienten nach Überwinden der Akutphase wieder in die ruhigere Umgebung der Normalstation verlegen zu können.

Isolation

Bei einigen Patienten ist es notwendig, sie zu isolieren. Dies kann bei Nachweis isolationspflichtiger Keime zum Schutz anderer Patienten oder auch aufgrund eines geschwächten Immunsystems zum Eigenschutz notwendig werden. Dies sollte Sie nicht beunruhigen. Vor Ort werden wir Sie zu den notwendigen Maßnahmen ausführlich informieren. Die meisten Keime sind für gesunde Menschen nicht gefährlich.

Intensivmedizin mit Augenmaß

Das primäre Ziel unserer Bemühungen ist meist die Stabilisierung und Heilung unserer Patienten. Bei allen technischen Möglichkeiten der modernen Intensivmedizin respektieren wir aber den Willen unserer Patienten. Wir bewerten daher individuell für den Patienten und die konkrete Situation das medizinisch Erreichbare und klären den mutmaßlichen bzw. dokumentierten Patientenwillen. Sollte eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht existieren, legen Sie uns diese bitte zur Kenntnis vor.

Dr. med. Christiane Serf, D.E.A.A.

Chefärztin

Dr. med. Jochen Kotter

Oberarzt

Dipl. med. Ines Velkopolszky

Oberärztin / Chefarzt-Stellvertreterin

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