Schritt in die moderne Elektrophysiologie

GRN-Klinik Schwetzingen setzt Maßstäbe / Behandlung von Herzrhythmusstörungen jetzt mit Hilfe von neuem Mapping-System


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Nach dem Neustart des modernisierten zweiten Herzkatheterlabors zu Beginn des Jahres hat die GRN-Klinik Schwetzingen erneut in die Zukunft investiert. Diesmal unterstützt die Klinikleitung den Fortschritt im Bereich Rhythmologie. Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) dienen der Abklärung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die zuvor entweder im EKG oder durch Herzrasen auffällig geworden sind. Hierfür werden elektrisch leitende Katheter an verschiedenen Orten des Herzens platziert und elektrische Signale gemessen.

„Der Arzt leitet gewissermaßen direkt am Herzen ein EKG ab. Zusätzlich können während der EPU elektrische Reize gesetzt werden, die versteckte Herzrhythmusstörungen auslösen und so auffindbar machen“, erklärt Prof. Dr. Eberhard Scholz, Chefarzt der Abteilung Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Schwetzingen.

Durch eine Investition in ein hochmodernes 3D-Mapping-System (CARTO3®V7) der Firma Biosense Webster wird die Behandlung von Herzrhythmusstörungen nun deutlich verbessert. Das System ermöglicht die kontinuierliche Lokalisierung der Katheter im Körper in einer millimetergenauen Auflösung. Erreicht wird dies über Magnetfelder, die unter dem Untersuchungstisch ausgesendet werden.

Prof. Scholz weiter: „Durch Sensoren in den Kathetern werden dreidimensionale Karten erstellt. Auf der Oberfläche dieser realistischen, individuellen 3D-Modelle des Herzens können dann Erregungsausbreitung oder Vernarbungen dargestellt werden. Die Ablation bzw. die Verödung erfolgt mithilfe dieser Karten. Auf diese Weise können auch sehr komplexe Herzrhythmusstörungen in schlecht zugänglichen Regionen des Herzens behandelt werden.“

Der Vorteil dieser Methode: Die Untersuchung läuft typischer Weise mit einer deutlich geringeren Belastung an Röntgenstrahlen ab, da die Katheter in Echtzeit im Computer dargestellt werden. Bislang wurden in der GRN-Klinik Schwetzingen nur konventionelle Ablationen, also unter Röntgen-Visualisierung, durchgeführt - das hat sich jetzt geändert.

„Mit dem Gerät haben wir den Sprung in die moderne Elektrophysiologie absolviert. Das System ist top aktuell“, so Prof. Scholz, der mehr als zehn Jahre Erfahrungen im Herzkatheterlabor des Universitätsklinikums Heidelberg gesammelt hat. Das System wird in Schwetzingen nun bereits im Routinebetrieb eingesetzt. Schon mehrere Patienten wurden erfolgreich behandelt.

Weitere Informationen und Kontakt zur Kardiologie und Angiologie in der GRN-Klinik Schwetzingen: https://www.grn.de/schwetzingen/klinik/kardiologie/kontakt-und-sprechzeiten

 

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