Großes Interesse an Aufklärung zu Blasen- und Beckenbodenbeschwerden

Vorträge über konservative Behandlungsmethoden rund um das Tabu-Thema Beckenboden- und Blasenschwäche


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Mit großem Besucherinteresse fand am vergangenen Donnerstag, 20. November in der GRN-Klinik Schwetzingen eine Informationsveranstaltung zu Blasen- und Beckenbodenproblemen bei Frauen statt. Die Expertinnen Dr. Annette Maleika, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe an der GRN-Klinik Schwetzingen, die Schwetzinger Urologin Dr. Claudia Gasch sowie Anna Müller, Physiotherapeutin vom Institut HerHealth in Mannheim, beleuchteten Ursachen, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie wirksame Präventionsstrategien.

Obwohl Senkungen häufig sind – besonders nach Geburten oder in den Wechseljahren – sprechen viele Frauen aus Scham nicht darüber. Rund jede dritte Frau leidet im Laufe ihres Lebens an Harninkontinenz, etwa jede zweite erlebt mindestens einmal eine Blasenentzündung – häufig sogar mehrfach.

Dr. Claudia Gasch erläuterte in ihrem Vortrag die Ursachen und Diagnostik bei der Dysurie. Dysurie bezeichnet Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen und tritt häufig im Zusammenhang mit Harnwegsinfektionen oder Reizungen der Harnwege auf. Betroffene erleben oft einen starken Harndrang bei nur geringen Urinmengen, was den Alltag erheblich beeinträchtigen kann. Sie stellte neben einigen Blasentrainings-Apps auch den EMSELLA-Stuhl vor, der mit fokussierter elektromagnetischer Energie die Beckenbodenmuskulatur stärkt. Am Ende der Veranstaltung konnten Besucherinnen das Gerät selbst testen.

Unter dem Motto „Der Beckenboden ist wie eine gute Freundin – man merkt oft erst, wie wichtig sie ist, wenn sie sich zurückzieht“ präsentierte Anna Müller anschließend eine Vielzahl an Funktionstests, diagnostischen Verfahren und Rehabilitationsmaßnahmen, die sie in ihrer physiotherapeutischen Praxis anbietet.

Den Abschluss bildete der Vortrag von Dr. Annette Maleika, die die Funktionsweise des Beckenbodens und die vielfältigen Veränderungen im Laufe des Lebens erläuterte. Sie stellte ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten vor – von Biofeedbackgeräten über lokal angewendete Östrogene und Milchsäurepräparate bis hin zu Botoxinjektionen und operativen Therapien bei Beckenbodensenkungen.

Viele Besucherinnen nutzten die Gelegenheit, direkt Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Die Referentinnen freuten sich über das lebhafte Interesse und betonten, wie wichtig es sei, das Thema offen anzusprechen.

Die gute Nachricht: Mit gezieltem Beckenbodentraining und der Pflege eines gesunden Mikrobioms im Blasen- und Genitalbereich kann bereits in jungen Jahren viel zur Prävention beigetragen werden. Und auch im höheren Alter stehen zahlreiche wirksame Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Weitere Informationen zur urogynäkologischen Sprechstunde in Schwetzingen: https://www.grn.de/medizinische-fachzentren/beckenbodenzentrum-schwetzingen