Gelungener Auftakt

Aktionsmonat Soziale Berufe mit Eröffnungssymposium gestartet / gemeinsam gegen den Fachkräftemangel / Mut machen statt schwarzmalen


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„Der Rhein-Neckar-Kreis steht für soziale Fürsorge“, sagt Landrat Stefan Dallinger einleitend in seinen Grußworten. Noch dazu, sei es einer der schönsten Landkreise in Deutschland. Es lohne sich also, hierher zu kommen, um hier zu leben und zu arbeiten. Warum nicht in einem sozialen Beruf? Menschen in sozialen Berufen „haben ihr Herz am richtigen Fleck und machen einen ganz tollen Job“, findet der Landrat, der sich vom Sinn und der Notwendigkeit dieser Kampagne überzeugt zeigt.

Besonders dankbar ist Landrat Stefan Dallinger dafür, dass das Thema auch auf Landesebene Beachtung findet. Aus dem Baden-Württembergischen Ministerium für Soziales und Integration ist Ministerialdirigent Dr. Tobias Schneider in die Dr.-Sieber-Halle nach Sinsheim gekommen. „Gewicht kann ich dieser Veranstaltung ganz persönlich verleihen“, steigt Schneider humorvoll ein und erntet schon mit dem ersten Satz seines Vortrags Applaus aus dem Publikum. 

Dem Ministerialdirigenten ist es wichtig, dass nicht nur negativ, sondern auch positiv über soziale Berufe, allen voran Pflegeberufe kommuniziert wird. Das Hauptproblem in der Pflege sei nicht die Vergütung, wie oft fälschlich dargestellt, sondern seien die Rahmenbedingungen. Die würden sich mit mehr Personal bessern, weil dann die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden könnte. Dr. Tobias Schneider lobt und unterstützt schon allein deshalb die Kampagne des Rhein-Neckar-Kreises unter dem Motto „Berufe mit Herz“. „Ihnen, die Sie diese Kampagne auf den Weg gebracht haben, begleiten und ausfüllen“, sagt Schneider und spricht auch im Namen seines Vorgesetzten Manfred Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, „gebührt unser ganz herzlicher Dank. Es ist wirklich vorbildlich, was Sie hier im Landkreis mit der Kampagne soziale Berufe im Fokus auf den Weg bringen und mit Herzblut eines der drängendsten Themen angehen.“

Damit würde Wertschätzung für die Menschen, die in diesen Berufen arbeiten, zum Ausdruck gebracht und die verschiedenen Facetten und Herausforderungen würden dargestellt. Der Landespolitiker begrüßt ausdrücklich, dass ein besonderes Augenmerk auch auf Quereinsteigern liege, die viel berufliche und persönliche Lebenserfahrung mitbringen und einen Teil dazu beitragen können, die personelle Lücke zu schließen.

In perfekter Symbiose zum Ministerialdirigenten berichtet Judith Masuch, Geschäftsführerin der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, von vielfältigen Jobs bei GRN, flexiblen Arbeitszeitmodellen und Wertschätzung für eine Berufsgruppe, der man nicht genug danken kann. „Es war eine wunderbare Idee, die Auftaktveranstaltung zu diesem Aktionsmonat am heutigen internationalen Tag der Pflegeberufe durchzuführen“, sagt sie. Den GRN sei dieser Tag sehr wichtig. „Wir heben ähnlich wie an Geburtstagen die Bedeutung der Pflegeberufe durch Aktionen für Mitarbeitende in unseren Einrichtungen hervor.“ Die bittere Faktenlage: „In Deutschland fehlen zurzeit circa 200.000 Pflegende und auch bei uns in den GRN zeigt sich der Fachkräftemangel sehr deutlich“, sagt Judith Masuch. „Derzeit sind 108 Stellen in diesem Bereich leider nicht besetzt.“ Für die GRN-Geschäftsführerin 108 verpasste Chancen, eine wichtige Rolle in der Gesellschaft einzunehmen, 108 entgangene Möglichkeiten, Teil eines tollen Teams aus verschiedenen Berufsgruppen zu werden und 108 verpasste Karrieremöglichkeiten. 

Die GRN Gesundheitszentren mit Standorten in Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim bieten dabei neben dem Ärzte- und Pflegeberuf, die allseits bekannt sind, ein breites Portfolio an möglichen Berufen. 100 verschiedene Berufsgruppen werden bei GRN beschäftigt, erläutert Judith Masuch, darunter Operationstechnische Assistenten (OTA), Anästhesietechnische Assistenten (ATA), die eng mit dem Ärzteteam im OP oder auf der Intensivstation zusammenarbeiten, technisch geprägte Berufsbilder wie Medizinisch technisch radiologische Assistenten (MTRA) oder Laborassistenten (MTLA). Auch Arbeitserzieher, Sozialarbeiter und Heilerziehungspfleger sind Teil der vielfältigen Berufsgruppen. Dabei bieten die GRN unter anderem mit tariflicher Vergütung, betrieblicher Altersvorsorge, Fahrtkostenzuschüssen, flexiblen Arbeitszeiten und der Begleitung von Auszubildenden über Ausbildungskoordinatoren eine Reihe von Benefits für Mitarbeitende.  

Das Paradebeispiel, warum soziale Berufe so wertvoll sind, bringt im Verlauf der Veranstaltung Moderatorin Janina Klabes: „Ich habe zwei kleine Kinder zu Hause und einen Angehörigen in der Familie, der gepflegt werden muss. Kurz nachdem ich die Moderation für diese Veranstaltung zugesagt hatte, kam die Info aus der Kita: 'Freitag zu.' Das passiert leider häufig." Nach erster Ratlosigkeit sei ihre Mutter rettend eingesprungen. Das war aber auch nur möglich, weil der zu pflegende Vater inzwischen einen Platz im Pflegeheim habe. Ein Beispiel, das im Verlauf der Veranstaltung immer wieder aufgegriffen wurde – mit dem Tenor: Soziale Berufe mit Herz sind wertvoll, Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten gebührt höchste Wertschätzung und ein Appel an Jobsuchende oder Menschen, die in ihrem aktuellen Job unglücklich sind: Helft der Gesellschaft und ergreift einen sozialen Beruf mit Herz.

 


Einen Überblick über Berufsfelder, Veranstaltungen und Partner der Aktion finden Interessierte unter www.berufe-mit-herz.de

Das Portfolie der GRN-Kliniken unter www.berufe-mit-herz.de/partner/grn-gesundheitszentren-rhein-neckar-ggmbh

 

Freie Stellen in den GRN Gesundheitszentren finden Sie auf unserem Karriereportal: www.karriere.grn.de