Eine Geburt ist der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. In einer babyfreundlichen Geburtsklinik stehen deshalb nicht nur die medizinische Sicherheit von Mutter und Kind, sondern auch Nähe, Bindung und die individuellen Bedürfnisse der Familie von Anfang an im Mittelpunkt.
Babyfreundliche Geburtskliniken unterstützen Eltern dabei, eine vertrauensvolle Beziehung zu ihrem Baby aufzubauen. Hautkontakt direkt nach der Geburt, 24-Stunden-Rooming-in und Unterstützung beim Stillen gehören ebenso dazu wie die Einbeziehung des Partners und – wenn gewünscht – der Geschwister.
„Babyfreundlich“ ist eine internationale Qualitätsauszeichnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Kinderhilfswerks UNICEF. Die Initiative „Baby-Friendly Hospital Initiative“ wurde 1991 ins Leben gerufen. Sie verfolgt das Ziel, die erste Lebensphase eines Neugeborenen besonders zu schützen und die Bindung zwischen Eltern und Kind sowie das Stillen zu fördern.
Geburtskliniken, die die Anforderungen der Initiative erfüllen, können als Babyfreundliche Geburtsklinik ausgezeichnet werden. Grundlage sind die „10 Schritte – der babyfreundliche Weg“.
10 Schritte – der babyfreundliche Weg
Die zehn Schritte beschreiben Maßnahmen, mit denen Kliniken eine familienorientierte Betreuung rund um Geburt und Wochenbett unterstützen:
1. Gute Rahmenbedingungen schaffen
Babyfreundliche Kliniken haben Richtlinien zur Unterstützung von Bindung, Entwicklung und Stillen. Sie sind unabhängig von Herstellern künstlicher Säuglingsnahrung.
2. Mitarbeitende schulen
Alle Mitarbeitenden werden regelmäßig geschult, damit sie Eltern und Kindern kompetent zur Seite stehen können.
3. Eltern umfassend beraten
Werdende Eltern erhalten Informationen und Beratung zum Stillen und zum Aufbau einer innigen Bindung zu ihrem Kind.
4. Nähe von Anfang an ermöglichen
Nach der Geburt haben Mutter und gesundes Baby ausgiebig und ungestört Hautkontakt. So kann die Familie in Ruhe gemeinsam ankommen.
5. Beim Stillen unterstützen
Mütter erhalten bewährte Tipps für entspanntes Stillen und für die Milchbildung.
6. Auf unnötige Zusatznahrung und künstliche Sauger verzichten
Gestillte Neugeborene erhalten andere Nahrung nur, wenn dies medizinisch notwendig ist. Künstliche Sauger werden vermieden.
7. 24-Stunden-Rooming-in ermöglichen
Mutter und gesundes Baby bleiben Tag und Nacht zusammen.
8. Die Signale des Babys verstehen
Eltern werden dabei unterstützt, die Signale ihres Kindes zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
9. Auch bei anderer Ernährungsform unterstützen
Entscheiden sich Eltern für eine andere Ernährungsform, erhalten sie individuelle Beratung zur Flaschenfütterung und zum Aufbau der Eltern-Kind-Bindung.
10. Auch nach dem Klinikaufenthalt begleiten
Eltern werden auf Stillcafés und Eltern-Kind-Gruppen hingewiesen und erhalten Informationen über weiterführende Unterstützungsangebote.
Alle drei GRN-Kliniken mit Geburtshilfe sind als Babyfreundliche Geburtskliniken ausgezeichnet. Damit stehen werdende Eltern in der GRN Geburtshilfe für die erste gemeinsame Zeit mit ihrem Baby qualifizierte Strukturen und ein auf Bindung, Stillen und die Bedürfnisse von Familien ausgerichtetes Betreuungskonzept zur Verfügung.
Mehr Informationen zur internationalen Initiative „Baby-Friendly Hospital Initiative“ finden Sie auf der Website von WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“.