Weltdiabetestag: Routinemäßige Diabetes-Screenings können Leben retten

Oberärztin Dr. Dorothea Raupp sieht nach Zufallsbefund bei einer Patientin immense Wichtigkeit in der Diabetes-Untersuchung für alle Neuaufnahmen an der GRN-Klinik Weinheim


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Glück im Unglück hatte eine 30-jährige Weinheimerin, die wegen einer Schulteroperation in der GRN-Klinik Weinheim vorstellig wurde: Aufgrund des routinemäßigen Diabetes-Screenings wurde bei ihr Diabetes mellitus Typ 1 entdeckt. Die typischen Symptome wie häufige Erschöpfungszustände hatte die Frau zunächst nicht einordnen können.

Für Oberärztin Dr. Dorothea Raupp und ihr Team der Gastroenterologie und Diabetologie an der GRN-Klinik Weinheim ist dieser Zufallsbefund ein Beleg für die Wichtigkeit des Screenings bei allen Neuaufnahmen. Seit 2015 ist die Abteilung zertifiziert als „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ (DDG) und setzt gerade in der Behandlung von Diabetes einen Schwerpunkt. Anlässlich des Weltdiabetestages am Sonntag, 14. November, soll weltweit über die Krankheit aufgeklärt werden. Denn auch hierzulande sind rund sieben Millionen Menschen von Diabetes betroffen.

Das Team der Gastroenterologie und Diabetologie betreut und versorgt alle stationären Diabetes-Patienten. „Wir stellen die Blutzuckerwerte ein, beraten und schulen die Patienten individuell“, erzählt Dr. Raupp. „Die strukturierte Behandlung bei Diabetes mellitus muss immer das Selbstmanagement des Patienten zum Ziel haben.“ So spiele auch die jeweils aktuelle Lebenssituation des Einzelnen eine große Rolle. Es werden auch Folge- und Begleiterkrankungen des Diabetes behandelt. Kurzum: „Bei uns sind Patienten mit Diabetes an der richtigen Adresse“, so Raupp. 

Während bei der Weinheimer Patientin mit Typ 1 eine seltenere, dafür aber umso gefährlichere Variante festgestellt wurde, bei der das Spritzen von Insulin unumgänglich ist, haben rund 90 Prozent der Betroffenen Typ 2. „Die Hauptproblematik dieses Typs ist, dass zwar Insulin vorhanden ist, dieses aber an den Zielzellen nicht die notwendige Funktion erfüllen kann, da eine Insulinresistenz vorliegt“, erläutert die Expertin und betont: „Wir arbeiten eng mit den anderen Klinikbereichen zusammen. Und wir haben ein sehr gut funktionierendes Netz mit den niedergelassenen Diabetologen und Schwerpunktpraxen der Region aufgebaut.“  Denn nur so sei es möglich, trotz Diabetes ein langes Leben zu führen – ohne viele Einschränkungen zu haben. 

Für die Patientin aus Weinheim jedenfalls wurde nach ihrem Befund und ihrer Erstbehandlung schnell ein Reha-Platz gefunden. „Dort erhält sie jetzt das Rüstzeug, um mit der Krankheit möglichst lange alleine klarzukommen“, sagt Dr. Raupp. Wäre der Diabetes nicht entdeckt worden, hätte die Patientin über kurz oder lang eine lebensgefährliche Ketoazidose erleiden oder schwere Nieren-, Nerven- und Herz-Kreislaufproblemen davontragen können, so die Oberärztin.

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