„Respektvoller Umgang als Basis für die Zusammenarbeit“

Neuer Chefarzt der Abteilung für Kardiologie und Angiologie / Prof. Dr. Eberhard Scholz startet am 18. Januar als Nachfolger von Prof. Dr. Bernd Waldecker in der GRN-Klinik Schwetzingen


News/Pressemitteilungen

Prof. Dr. Eberhard Scholz (43) ist der neue Chefarzt für Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Schwetzingen. Am 18. Januar tritt er die Nachfolge von Prof. Dr. Bernd Waldecker an, der nach fast 18 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde. Scholz arbeitete seit 2005 beim Universitätsklinikum Heidelberg. Dort war er zuletzt als Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie tätig. Unter anderem leitete er den Bereich Rhythmologie, ein Spezialgebiet, in dem ihn die Zeitschrift FOCUS mehrfach in die Liste der Top-Mediziner Deutschlands wählte. Scholz hält einen Lehrauftrag der Universität Heidelberg und wurde im Jahr. 2015 zum außerordentlichen Professor ernannt.

Herr Prof. Dr. Scholz, als Nachfolger von Prof. Dr. Waldecker treten Sie in Schwetzingen in große Fußspuren. Wie gehen Sie diese neue Herausforderung an?

Prof. Dr. Scholz: Durch meine langjährige Tätigkeit in der Region und durch viele gemeinsame Patienten kenne und schätze ich die medizinische Qualität, der bisher von Prof. Waldecker geleiteten Abteilung für Kardiologie und Angiologie an der GRN-Klinik Schwetzingen. Eine unmittelbare Kursänderung halte ich daher nicht für erforderlich. Sobald ich mich mit der Kultur innerhalb der Klinik besser vertraut gemacht habe und Herausforderungen in Abläufen und Prozessen identifizieren kann, werde ich mich bemühen, die Patientenversorgung durch zusätzliche Leistungen zu optimieren sowie die Attraktivität der Abteilung zu steigern. Auch eine enge, kollegiale Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen ist mir ein Anliegen.

Was genau ist ihre Vision in den kommenden Jahren? Ich denke, irgendwann einmal sollen die Patienten dann auch Ihre Handschrift erkennen, oder?

Prof. Dr. Scholz: Zum GRN-Verbund gehören neben anderen Gesundheitseinrichtungen vier Kliniken mit internistischen beziehungsweise kardiovaskulären Fachabteilungen. Für elementar halte ich eine weitere Stärkung der Zusammenarbeit der Zentren untereinander, angefangen in den Bereichen Fort- und Weiterbildung bis hin zur Patientenversorgung. Die ärztlichen Leiter der entsprechenden Abteilungen kenne ich bereits seit Jahren und freue mich auf eine intensivere Zusammenarbeit. Parallel dazu sollte aber auch die Spezialisierung der einzelnen Zentren und die Investition in Zukunftstechnologien in den Fokus gerückt werden. Daher bin ich sehr dankbar, dass mich die Klinikleitung in Schwetzingen bei der Weiterentwicklung in der Erkennung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen unterstützt. Die Leitung dieses Bereichs war wesentlicher Schwerpunkt meiner Tätigkeit am Universitätsklinikum Heidelberg.

Wie halten Sie es mit Kollegen. Sind Sie eher der „Kumpeltyp“, der auf Augenhöhe mit seinen Oberärzten arbeitet oder sind Sie für klare Strukturen?

Prof. Dr. Scholz: Genau genommen sehe ich hier keinen Widerspruch. Die Basis für jede gute Zusammenarbeit ist nach meiner festen Überzeugung ein respektvoller Umgang miteinander. Dieser bezieht sich neben ärztlichen Kollegen aller Fachabteilungen selbstverständlich auch auf andere Berufsgruppen wie Pflege, Klinikverwaltung, Assistenzpersonal, Studierende usw.

In den vergangenen Jahren haben Sie sehr viele Förderungen, Stipendien und Forschungspreise erhalten. Werden Sie in Schwetzingen auch Möglichkeiten zum Forschen haben oder ist das jetzt Vergangenheit?

Prof. Dr. Scholz: Das Klinikum Schwetzingen ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. Vor diesem Hintergrund fühle ich mich zur bestmöglichen Ausbildung von Studierenden und der Einhaltung wissenschaftlicher Standards verpflichtet. Die kritische Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen, Veröffentlichung von Fachartikeln und aktive Teilnahme an Kongressen sollte daher zur „DNA“ der Abteilung gehören.

Wie ärgerlich ist es, dass Ihr Wechsel nach Schwetzingen ausgerechnet in die Corona-Pandemie fällt?

Prof. Dr. Scholz: Während der vergangenen Monate mussten wir alle schmerzhaft erkennen, dass viele Dinge in unserem Leben aktuell nicht planbar sind. Da stellt ein Start unter Pandemiebedingungen noch eine recht überschaubare Unannehmlichkeit dar. Ich werde mich auf Dinge fokussieren, die ich beeinflussen kann, um die Kolleginnen und Kollegen im Klinikum Schwetzingen bei ihrem unermüdlichen Einsatz bestmöglich zu unterstützen.

Weiter Informationen zur Kardiologie und Angiologie der GRN-Klinik Schwetzingen finden Sie hier.

Wichtige Information

Fragen und Antworten zum Coronavirus - Besuchsregelungen