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Gezielte Versorgung von Schwangeren: GRN

Gezielte Versorgung von Schwangeren

GRN-Klinik Sinsheim stellt beim Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg Förderantrag für „Lokales Gesundheitszentrum“ mit Fokus auf geburtshilflicher Versorgung / neue Ausrichtung der Hebammenbetreuung


News/Pressemitteilungen

In der Geburtenstation der GRN-Klinik Sinsheim werden am Ende des Jahres etwa 1.200 Kinder das Licht der Welt erblickt haben. „So viele Geburten gab es innerhalb eines Kalenderjahres noch nie“, weiß Dr. med. Thomas Schumacher, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe. Generell werden in Deutschland wieder mehr Kinder geboren. Doch viele Schwangere finden keine Hebammen. Geburtsstationen müssen schließen, Geburtshelfer klagen über unzumutbare Zustände und die Ausbildung als Hebamme ist auch nicht besonders attraktiv. Die Hebammensuche für die häusliche Betreuung gestaltet sich für die Frauen im Umkreis um den Standort Sinsheim wie auch andernorts sehr schwierig und kann häufig nicht gewährleistet werden. Dabei ist eine gesicherte und wohnortnahe Gesundheitsversorgung vor allem bei der Geburtshilfe entscheidend.

Der vom Ministerium für Soziales und Integration ins Leben gerufene „Runde Tisch zur Situation der Geburtshilfe in Baden-Württemberg“ hat ganz aktuell die Einrichtung lokaler Gesundheitszentren mit Schwerpunkt auf geburtshilflicher Versorgung beschlossen. Um in den Stadt- und Landkreisen passende Konzepte zu entwickeln, stellt das Land nun Fördergelder in Höhe von maximal 150.000 Euro pro Projekt für zwei Jahre zur Verfügung. Die GRN-Klinik Sinsheim hat sich mit einem modernen Konzept für das Projekt, das eine Art Vorreiterrolle in Baden-Württemberg einnehmen soll, beworben und hofft, schon bald mit ihren 16 Hebammen in bereits vorhandenen Räumlichkeiten loslegen zu können. Profitieren werden von der gezielten Versorgung in erster Linie die schwangeren Frauen aus dem Umkreis und deren Neugeborene.

„Wir möchten die geburtshilfliche Versorgung von der häuslichen Betreuung durch die Hebammen entbinden“, formuliert es Projektleiterin Katja Häckmanns, die das Projekt bewusst „EntBindung: Hebammenversorgung im Wandelt der Zeit“ nannte. Und weiter: „Im Rahmen dieses Förderprogramms lassen sich Strukturen analog zur gelebten zentral organisierten Hebammensprechstunde in den Ländern Niederlande und Frankreich auch in Deutschland etablieren. Ziel dieses Projektes sei es, die durch das Förderprogramm erhaltene Anschubfinanzierung für ein langfristiges lokales Gesundheitszentrum zu nutzen. Der Standort Sinsheim ist laut Klinikleiter Thorsten Großstück ideal. „Immerhin liegt unser Einzugsgebiet gemessen an den Entbindungen in einem Umkreis von mehr als 60 Kilometer. Auch Schwangere aus den umliegenden Landkreisen mit mehr als 30-minütiger Anfahrt suchen die GRN-Klinik Sinsheim regelhaft zur Entbindung auf.“ Schon jetzt sei man eine Level 4 Geburtsklinik mit einer familienorientierten, intimen und individuellen Geburtshilfe, so Großstück weiter und Dr. Schumacher ergänzt: „Durch den Einsatz von Beleghebammen ist eine sehr intensive und persönliche Betreuung durch den Personalschlüssel - eine Hebamme ist für zwei Patientinnen zuständig - gewährleistet.“ Außerdem: Seit zehn Jahren ist die GRN-Klinik Sinsheim bereits als „Babyfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert.

Vor der Antragsstellung gab es bereits eine Informationsveranstaltung, bei der niedergelassene Kinderärzte und Gynäkologen sowie psychologische und Sozial-Beratungsstellen aus Sinsheim und dem Rhein-Neckar-Kreis mit in die Überlegungen einbezogen wurden. „Das war uns besonders wichtig, da diese Kooperationen eine wichtige Säule in unserem Konzept sind“, so Häckmanns. Unterstützung für den Antrag hat die GRN-Klinik Sinsheim bereits bekommen - unter anderem von Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht. In seinem Empfehlungsschreiben heißt es: „Aus Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern habe ich erfahren, dass es erhebliche Engpässe in der ambulanten Hebammenversorgung bei der Betreuung der Frauen vor und nach der Entbindung gibt. Ich halte Ihr Projekt für unbedingt notwendig. Damit stellen Sie eine regionale und überregionale Verbesserung der Versorgung in der Geburtshilfe sicher.“ Und auch die Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Sinsheim haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die beiden Hebammen Wiebke Rempfer und Simone Großner hoffen nun mit den übrigen Beteiligten, „dass der Antrag Erfolg haben wird.“

Bildunterschrift: Der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (hinten links) nahm – unterstützt vom Sinsheimer Oberbürgermeister Jörg Albrecht (vorne links) – am 29. Oktober 2019 in der GRN-Klinik Sinsheim den Förderantrag aus den Händen von Hebamme Wiebke Rempfer, Klinikleiter Thorsten Großstück (rechts) und Geburtshilfe-Chefarzt Dr. Thomas Schumacher (2. von rechts) symbolisch entgegen.
 

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