Entbindungen garantiert – auch im Lockdown

Die Geburtshilfe der GRN-Klinik Schwetzingen gibt Entwarnung für Schwangere / Entbindungen nach wie vor vollumfänglich und sicher möglich / Vater oder Partner mit FFP2-Maske als Begleitung erlaubt


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Nachdem die GRN-Klinik Schwetzingen angesichts der aktuellen Auslastungszahlen an Covid-19-Infizierten bereits seit vergangener Woche eine Besuchersperre verhängt und planbare Operationen bis auf weiteres ausgesetzt hat, herrscht unter schwangeren Müttern zum Teil große Verunsicherung. Es bestehen Zweifel, ob und wenn ja, unter welchen Bedingungen, Entbindungen möglich seien. Dr. Annette Maleika, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe der GRN-Klinik Schwetzingen, möchte den Frauen gerne Klarheit verschaffen: „Meine Antwort lautet ganz klar: Ja! Unsere Geburtshilfe ist voll einsatzfähig und sicher. Entbindungen sind nicht verschiebbar oder planbar wie manch operativer Eingriff.“ Bisher sei noch jede Hochschwangere im Kreißsaal aufgenommen worden. Sie ermuntert Schwangere dazu, ihre Entbindungen wie geplant in Schwetzingen durchzuführen, und appelliert nochmals eindringlich an die Zielgruppe, sich nicht von anderen Hiobsbotschaften verunsichern zu lassen. Die Rückfragen kamen zum Teil auch von niedergelassenen Frauenarztpraxen.

Aktuelle Schutzmaßnahmen sorgen für ausreichend Sicherheit

Dr. Annette Maleika, Chefärztin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe der GRN-Klinik Schwetzingen, verweist auf die aktuellen Schutzmaßnahmen: „Unser allgemeines Hygienekonzept hat sich bereits während der ersten Pandemiewelle bewährt. Das gilt selbstverständlich auch für Schwangere und frischgebackene Mütter.“ Schutzmaßnahmen wie regelmäßige Händedesinfektion, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und dem Einhalten der Abstandsregeln werden im Klinikalltag von allen Mitarbeitern gelebt. Dieselben Regeln gelten auch für Patienten. Durch die aktuell beschlossene Besuchssperre gibt es kaum Publikumsverkehr. Ausgenommen von der Regelung sind neben den Angehörigen von Palliativpatienten auch Kindsväter oder Partner von Schwangeren. „Auch hier kann ich werdende Mütter beruhigen. Ihre Partner dürfen sie, sofern sie gesund sind, natürlich gerne zur Geburt begleiten“, sagt Dr. Maleika. Auch dieser Aspekt war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand vieler Rückfragen gewesen. Aktuelle Bedingung sei allerdings, dass die Begleitperson – sowie auch andere Ausnahme-Besucher – eine selbst mitgebrachte FFP2-Maske tragen.

„Während der Geburt müssen Mütter bei uns selbstverständlich keinen Mund-Nasenschutz tragen. Unser Geburtshilfe-Team schützt sich entsprechend selbst“, fügt die Chefärztin hinzu. Nach der Geburt werden Mutter und Kind nach Möglichkeit in Einzelzimmern untergebracht. Die Unterbringung gilt ebenso für den Vater, der im Familienzimmer übernachten darf. Auch Schwangere mit Erkältungssymptomen brauchen nicht um ihren Geburtstermin bangen: Wie alle anderen symptomfreien Patienten müssen sie sich derzeit einem Schnelltest und PCR-Test in der Zentralen Notaufnahme der Klinik unterziehen. Sollte sich der Verdacht auf Covid-19 bestätigen, ist eine Entbindung dennoch möglich. „Wir haben auch dafür ein Konzept entwickelt: Es gibt einen Isolier-Kreißsaal mit strikter Trennung zum restlichen Entbindungsbereich und das Geburtshilfeteam trägt eine entsprechende Schutzausrüstung“, erläutert die Ärztin. Eine Einschränkung gibt es dann allerdings: In diesem Fall darf der Partner die werdende Mutter nicht zur Geburt begleiten. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er als enge Kontaktperson ebenfalls mit Sars-CoV-2 infiziert ist.

Im rund um die Uhr besetzten Kreißsaal der als „babyfreundlich“ zertifizierten Geburtshilfe-Abteilung erhalten werdende Mütter eine 1:1-Betreuung durch eine Hebamme, die in 12-Stunden-Schichten arbeitet. “Die intensive Betreuung schafft Vertrauen und sorgt für eine entspannte Atmosphäre“, berichtet Susann Haag, Beleghebamme an der GRN-Klinik Schwetzingen. „Das ist auch für den ersten Kontakt zwischen Mutter und Kind und den Bindungsaufbau, das sogenannte Bonding, enorm wichtig: Das Kind spürt, ob sich die Mutter wohl fühlt oder gestresst ist.“ In die Begleitung der Geburt ist das gesamte diensthabende Team aus Hebammen und Ärzten involviert. Gemeinsam behalten sie den Geburtsverlauf, die Herztöne des Kindes und das Wohlergehen der Schwangeren im Auge.
 

Überdurchschnittlich hohe Geburtenrate

Trotz Corona-Lockdown ist ein Geburtenrückgang in der GRN-Klinik Schwetzingen bislang nicht zu verzeichnen. „Ganz im Gegenteil: Wir liegen mit unserer aktuellen Geburtenrate schon Mitte Dezember auf dem Vorjahresniveau von Ende Dezember 2019“, sagt Dr. Maleika zum Abschluss schmunzelnd. Bis zum 15. Dezember haben in Schwetzingen bereits 835 Babys das Licht der Welt erblickt.

Aktuelle Informationen zu unseren Regelungen finden Sie immer unter: www.grn.de/schwetzingen/klinik/startseite

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