Unsere Zertifizierung ist ein Qualitätsmerkmal

Seit Januar 2015 ist die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie zertifiziertes Endoprothesenzentrum (EPZ). Von der Patientenerstvorstellung in der Sprechstunde über stationäre Aufnahme, Operation, Physiotherapie, Pflege und Dokumentation bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus in die Rehabilitation wurden alle Abläufe von unabhängigen Fachexperten analysiert und bewertet. Daraufhin hat uns die Qualitätsinitiative EndoCert der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) das Zertifikat überreicht. Sie als Patientin oder Patient können an dem Zertifikat erkennen, dass wir uns intensiv mit dem Thema des künstlichen Gelenkersatzes auseinandergesetzt haben und die Qualitätsanforderungen der Fachgesellschaft erfüllen.

Dr. med. Albert Rombach

Chefarzt

Wichtige Informationen für Sie

Diagnostik

Bitte vereinbaren Sie zur ambulanten Vorstellung und Beratung einen Termin mit unserem Sekretariat (Tel. 06202 84-3247). In der Sprechstunde untersucht Sie ein Facharzt des Endoprothetikzentrums. Unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Befunde, klinischen Untersuchung, Röntgenbilder, Anamnese einschließlich einzunehmender Medikamente, Allergien und Vorerkrankungen wird das weitere Vorgehen gemeinsam mit Ihnen besprochen; hierbei wird entweder die Indikation zur weiteren konservativ-abwartenden Therapie oder zum endoprothetischen Gelenkersatz gestellt; selbstverständlich haben Sie immer eine Bedenkzeit.

Bitte bringen Sie folgende, aktuelle Unterlagen mit in die Sprechstunde:

  • Labor- / Blutwerte
  • Röntgenbilder des betroffenen Gelenks
  • aktueller Medikamentenplan
  • gegebenenfalls Allergie-Ausweis und Prothesenpass

Ist bei Ihnen der Gelenkersatz notwendig, planen wir Ihre Operation, wobei nach der Sprechstunde im Ärzteteam über Ihre optimale Behandlung beraten wird. Die Auswahl des Implantates richtet sich in erster Linie nach Ihrer Knochenqualität und Aktivität bzw. körperlichen Fitness. Damit die für Sie optimale Prothesenart und -größe eingesetzt wird, erfolgt eine exakte Planung am Röntgenbild.

Weiterer Ablauf:

Festlegung des OP-Termins, OP-Aufklärung in der Sprechstunde, Aushändigen aller relevanten Unterlagen einschließlich Informationsmaterial Prothesenplanung: Wir planen Ihre Prothese per EDV anhand Ihres Röntgenbildes mit der Referenzkugel. Routinemäßiges Screening auf multiresistente Erreger (MRE) bei Risikopatienten

Behandlungsablauf

Ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Pflegefachkräften im OP und auf Station sowie Physiotherapeuten begleitet Sie auf dem Weg vom Implantateinbau bis zur Entlassung in die Rehabilitation.

Aufnahmetag

Am Aufnahmetag – meist ein Tag vor der geplanten Operation – werden Sie von der Teamassistentin auf unserer endoprothetischen Station empfangen. Bitte bringen Sie vorhandene Unterlagen zu weiteren Erkrankungen, Medikamenten und Allergien (Allergiepass, Blutgruppenausweis, Prothesenpass) mit. Es erfolgt die präoperative Routinediagnostik mit Blutentnahme und Blutgruppe, EKG, Röntgen der Lunge, die Untersuchung/Aufklärung durch den Narkosearzt sowie erneut durch den Chirurgen bzw. Operateur.

OP-Tag

Am Operationstag bleiben Sie nüchtern. Alle primären Endoprothesen werden in unserem aseptischen Operationssaal implantiert. Abhängig u.a. vom gewählten Verfahren (zementiert / nicht-zementiert) dauert der Eingriff ca. 60 bis 120 Minuten. Danach verbleiben Sie zunächst für mehrere Stunden im Aufwachraum. Anschließend kommen Sie wieder auf unsere endoprothetische Station zurück.

Physiotherapie

Die physiotherapeutische Behandlung fängt am Tag der Operation an. Alle primär implantierten Prothesen sind sofort übungs- und auch belastungsstabil: Unter Berücksichtigung Ihrer Beschwerden, Schmerzen und des Allgemeinzustandes unmittelbar nach dem Eingriff können Sie eventuell bereits am Abend des OP-Tages vor dem Bett auf dem operierten Bein stehen. Abhängig von Schmerzkathetern und Wunddrainagen werden Sie am ersten oder zweiten Tag nach der OP von unserem physiotherapeutischen Team mobilisiert. Sie lernen wieder das Gehen, zunächst am Gehbock oder Rollator, dann mit Unterarmgehstützen.

Entlassung

Im Regelfall können Sie nach acht bis zwölf Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden. In einem Entlassgespräch mit dem Chirurgen oder Ihrem Operateur werden noch offene Fragen geklärt. Wir geben Ihnen einen schriftlichen Entlassbericht für den weiterbehandelnden Arzt, Ihren Endoprothesenausweis sowie die Röngtgenbilder (auf CD) mit. Im Anschluss an den stationären Aufenthalt ist (meist) eine Rehabilitation in einer ambulanten oder stationären Einrichtung sinnvoll. Hierbei werden Sie von unserem Sozialdienst unterstützt, der Ihre Daten ja schon vor Ihrer stationären Aufnahme durch Ihre telefonische Rückmeldung bekommen hat.

Fragebogen

Bevor Sie uns verlassen, bekommen Sie einen Patienten-Fragebogen. Hier möchten wir von Ihnen gerne wissen, ob Sie mit dem EPZ zufrieden waren und an welchen Stellen wir uns noch verbessern können.

 

 

Schmerztherapie

Wir kümmern uns um Ihre Schmerzen, die nach Operationen oft unvermeidlich sind. Wir achten darauf, dass unsere Patienten keine unnötigen Schmerzen aushalten müssen. Denn Schmerzen können die psychische Verfassung der Betroffenen erheblich belasten – und damit einen positiven Genesungsverlauf erschweren. Unsere Schmerztherapie wird individuell auf unsere Patienten abgestimmt. In Zusammenarbeit mit der anästhesiologischen Abteilung bieten wir verschiedene Therapieverfahren an:

  • medikamentöse Schmerztherapie (Tabletten, Tropfen, Infusionen)
  • therapeutische Lokalanästhetika (Injektion)
  • Spinal- und Periduralanästhesie
  • Schmerzkatheter/periphere Nervenblockaden

Während des stationären Aufenthaltes dokumentieren wir Ihren Schmerzverlauf und passen die Therapie individuell an.

Endoprothesenregister

Als EPZ nehmen wir am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) teil. Nur mit Ihrem schriftlichen Einverständnis leiten wir Ihre Daten bzw. die Daten des Implantates verschlüsselt an die Registrierungsstelle weiter. Hier wird erfasst,

  • welcher Arzt
  • welches Implantat
  • bei welchem Patienten
  • zu welchem Zeitpunkt
  • wo

implantiert hat. Sowohl der Patient als auch das Implantat werden über einen Barcode ("pseudoanonymisiert") erfasst. Das Register, das von der Bundesregierung unterstützt wird, erfasst Informationen über die Dauer und Haltbarkeit des Prothesenmaterials und dient somit einer langfristigen, patientenzentrierten Ergebnisqualität.

Leitbild

Immer mehr Menschen leiden unter degenerativem bzw. posttraumatischem Gelenkverschleiß, der meist mit erheblichen Schmerzen und Immobilisierung einhergeht und zu einem Verlust an Lebensqualität führt.

Damit Ihre Selbständigkeit erhalten bleibt, wollen wir Sie in dieser schwierigen Lebensphase kompetent begleiten und unterstützen. Die Versorgung im Endoprothetikzentrum beinhaltet eine Betreuung in allen Phasen von der Sprechstunde bis über die Rehabilitation hinaus: Beratung, Prävention, Therapie und Nachsorge. 

Ihre Fragen an uns

Ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und erkläre mich mit ihnen einverstanden.

Datenschutzhinweise verstanden und akzeptiert

Diese Website verwendet Cookies. Dies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern.

Datenschutz
Akzeptieren