„Sport und Bewegung sind gerade im Alter wichtig!"

Vortrag zum Plötzlichen Herztod an der GRN-Klinik Weinheim erwies sich erneut als Besuchermagnet


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Gleich zu Beginn des neuen Jahres startete die GRN-Vortragsreihe „Im Zentrum: Gesundheit“ in Weinheim mit einem Thema, das Menschen jeden Alters betreffen kann: „Plötzlicher Herztod – Kann verhindert werden“. Aufgrund des großen Interesses und der hohen Besucherzahl beim ersten Vortrag im vergangenen November referierte Professor Dr. med. Grigorios Korosoglou, Chefarzt der Kardiologie, Angiologie und Pneumologie an der GRN-Klinik Weinheim, in der voll besetzten Cafeteria nochmals über Möglichkeiten, den plötzlichen Herztod zu verhindern, und stellte verschiedene Diagnose- und Therapieverfahren der zugrundeliegenden Erkrankungen vor.

Der plötzliche Herztod scheint aus heiterem Himmel zu kommen – für Betroffene und Angehörige völlig unerwartet. Kurz zuvor treten schwere Herzrhythmusstörungen auf, und nur wenige Minuten danach führen diese dann zum Herzstillstand. „Doch ganz so überraschend, wie man meint, ist der plötzliche Herztod nicht “, so Professor Korosoglou. „Es gibt ursächliche Faktoren, die meistens unerkannt bleiben.“ Neben angeborenen Herzerkrankungen, die häufig bei jüngeren Menschen der Grund für einen plötzlichen Herzstillstand sind, ist die mit Abstand häufigste Ursache die Koronare Herzkrankheit, bei der eine „Verkalkung“ der Herzkranzgefäße vorliegt.

Erleidet jemand einen Herzinfarkt – der letztlich auch die Hauptursache für einen plötzlichen Herztod darstellt –, so ist schnelle und kompetente Hilfe ein absolutes Muss, erklärte der Referent den rund 100 Besucherinnen und Besuchern des Vortragsabends. Jede Minute zählt. Beim Betroffenen sollte eine Puls- und Atemkontrolle durchgeführt („Prüfen“) und, falls beides negativ ausfällt, der Notarzt gerufen („Rufen“) werden. Bis zu dessen Eintreffen ist es unbedingt notwendig, ununterbrochen eine Herzdruckmassage („Drücken“) durchzuführen.

Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Rauchen und ein erhöhter Cholesterinspiegel beeinflussen die Entstehung einer Herzerkrankung. Neben medikamentösen Therapien helfen hier vor allem eine gesunde Ernährung und Sport. „Machen Sie einen Termin mit Ihrer letzten Zigarette“, appellierte Professor Korosoglou, „denn wir Mediziner können eine Herzerkrankung nicht heilen, sondern nur reparieren und sind auf Ihre Mithilfe angewiesen.“ Der Kardiologe empfiehlt fünfmal in der Woche für 30 bis 45 Minuten Sport im aeroben Bereich „mit 80 Prozent der Zielherzfrequenz“ – das heißt, einer maximalen Herzfrequenz von 200 minus Lebensalter und davon 80 Prozent: „Es ist nie zu spät, um damit anzufangen. Gerade bei Senioren über 75 Jahren ist ein Training notwendig, um Mobilität und Unabhängigkeit zu erhalten.“ Generell wichtig sei ein ausgewogenes Programm mit Muskel- und Ausdauertraining. Vorhandene Beschwerden werden dadurch reduziert, die Leistungsfähigkeit verbessert und das psychische Befinden stabilisiert. Von extremer körperlicher Betätigung, wie etwa einem Marathonlauf, rät Professor Korosoglou allerdings ab. Stattdessen sei gerade im Hinblick auf eine bei Risiko-Patienten häufig erforderliche Gewichtsreduktion eine Kombination aus Diät und Sport am effektivsten.

Bildunterschrift: Im Anschluss an seinen Vortrag nahm sich Professor Dr. med. Grigorios Korosoglou Zeit für die Beantwortung vieler individueller Fragen.

 

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