Professor Eisenbach in den Vorstand der Stiftung LebensBlicke berufen

Aufklärung über Früherkennung von Darmkrebs ist Kernbotschaft der gemeinnützigen Stiftung


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Ab sofort verstärkt Professor Dr. med. Christoph Eisenbach, Chefarzt für Gastroenterologie und Diabetologie an der GRN-Klinik Weinheim, den Vorstand der bundesweit tätigen Stiftung LebensBlicke mit seiner fachlichen Expertise im Bereich der Darmkrebsvorsorge. „Mir ist es ein besonderes Anliegen, die Gesellschaft für die Wichtigkeit der Früherkennung von Darmkrebs zu sensibilisieren und über die Durchführung zu informieren. Neben den nationalen Aktivitäten der Stiftung werde ich mich vor allem auch um deren Belange in der Metropolregion Rhein-Neckar kümmern“, formuliert Eisenbach die Ziele im Rahmen seines neuen Amtes. Die im Jahr 1998 gegründete Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs, ist die älteste Stiftung, die sich in Deutschland für die seriöse Aufklärung über die Darmkrebsvorsorge engagiert. Die Stiftung ist gemeinnützig und finanziert sich ausschließlich über Zustiftungen und Spenden.

Im soeben zur Neige gegangenen „Darmkrebsmonat“ März – in diesem Jahr leider überschattet von den Ereignissen rund um das Coronavirus – war mit dem diesjährigen Motto „Darmkrebsvorsorge schützt vor bösen Überraschungen“ auf die Möglichkeit der Vermeidung von Darmkrebs mittels einer Darmspiegelung aufmerksam gemacht worden. Früherkennung und Vorsorge sind bei keiner anderen Krebserkrankung so erfolgversprechend. Doch noch immer erkranken in Deutschland pro Jahr rund 59.000 Männer und Frauen an Darmkrebs, wobei mehr Männer als Frauen betroffen sind. Für etwa 25.000 Patienten endet die Erkrankung tödlich. Auf der anderen Seite gehen die Erkrankungsraten und die Sterblichkeit in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. „Zwar ist Darmkrebs bei einer frühzeitigen Erkennung in der Mehrzahl der Fälle komplett heilbar, aber es bleibt noch viel Aufklärungsarbeit zu tun“, so Professor Eisenbach.

Im Bereich der Krebsvorsorge nehmen die Darmspiegelung (Koloskopie) sowie der immunologische Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl (i-FOBT) eine besondere Rolle ein. Doch auch wenn in der westlichen Welt Darmkrebs nach Bronchialkrebs bei Männern beziehungsweise Brustkrebs bei Frauen die zweithäufigste Ursache für Krebssterblichkeit darstellt, nimmt nur jeder Zweite die risikoarme Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch. Bei einer flächendeckenden Wahrnehmung der empfohlenen Vorsorgeuntersuchung könnten vier von fünf Darmkrebserkrankungen vermieden werden; denn Darmkrebs entsteht fast immer auf dem Boden gutartiger Wucherungen, sogenannter Polypen. Im Rahmen einer Koloskopie können diese Polypen erkannt und in mehr als 90 Prozent der Fälle direkt mit einer Schlinge entfernt werden.

Die Untersuchung, bei der ein mit einer Kamera versehener Schlauch in den Darm eingeführt wird, dauert in der Regel lediglich 15 bis 20 Minuten. Sie verläuft heutzutage schonend und schmerzfrei mit Hilfe eines sehr gut verträglichen und effektiven Beruhigungsmittels. Zudem sind die Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit der Spülprozedur zur Vorbereitung der Darmspiegelung mittlerweile deutlich geringer geworden – so reichen anstatt der früher notwendigen vier bis sechs Liter Flüssigkeit in der Regel zwei Liter aus. Ab dem 55. Lebensjahr wird die Vorsorge-Koloskopie von den Krankenkassen übernommen, bei Männern ist dies auch schon mit 50 Jahren möglich. Patienten mit einem familiären Risiko sollten sich bereits früher einer Darmspiegelung unterziehen, und auch bei entsprechenden Beschwerden kann eine Untersuchung sinnvoll sein.

Darmkrebs-Therapie in der GRN-Klinik Weinheim setzt auf Teamwork

Sollte trotz aller Vorsorge – oder weil man es versäumt hat, rechtzeitig zur Darmspiegelung zu gehen – ein Darmkrebs entstehen, steht in der GRN-Klinik Weinheim bei dessen Behandlung Teamwork an oberster Stelle: In einem interdisziplinären „Tumorboard“ treffen sich wöchentlich Spezialisten, die Befunde und Untersuchungsergebnisse der Krebspatienten diskutieren. Daraus resultiert eine gemeinsame Empfehlung für das weitere Vorgehen. Im Anschluss daran bespricht der behandelnde Arzt diese Empfehlung, die in der Regel neben der chirurgischen Behandlung Chemo- und Strahlentherapie beinhaltet, mit dem Patienten. Darüber hinaus wird auch die seelische Verfassung des Patienten nicht außer Acht gelassen: So stehen zusätzlich zur konventionellen Behandlung auch unterstützende Therapieverfahren wie Schmerztherapie, Physiotherapie, Ernährungsmedizin sowie die psychologische Beratung durch eine Psychoonkologin zur Verfügung. „Die enge und regelmäßige Abstimmung im Team gewährleistet für unsere Patienten mit Tumorerkrankungen im Bauchraum höchste Behandlungsqualität“, versichert Professor Eisenbach. Seit Juli 2015 konnten mehr als 1.000 Patienten mit Magen-, Darm- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs von dem Expertenteam profitieren.

Bildunterschrift: Professor Dr. med. Christoph Eisenbach bei einem endoskopischen Eingriff

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