Dank Routine-Untersuchung im Kardio-CT: Herzinfarkt abgewendet

Rund 500 Patienten seit Mitte September mit neuem Kardio-CT in der GRN-Klinik Weinheim untersucht / Chefarzt Prof. Grigorios Korosoglou strebt optimale Patientenversorgung an


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Eigentlich kam Manfried Pfeiffer nur zu seinem jährlichen Herz-Check. Nach einer Operation an der Herzschlagader 2015 sind die regelmäßigen Untersuchungen in der GRN-Klinik Weinheim zu einem Pflichttermin für den 70-Jährigen ehemaligen Friseurmeister aus dem Mörlenbacher Ortsteil Bonsweiher geworden. Nach der Routine-Untersuchung mit dem neuen Kardio Computertomographen (CT) war jedoch Eile geboten: Prof. Dr. Grigorios Korosoglou, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin – Kardiologie, Angiologie und Pneumologie, und Oberarzt Dr. Sorin Giusca spürten eine gefährliche Engstelle eines herznahen Gefäßes auf. Dabei hatte der Patient keinerlei Symptome. „Herr Pfeiffer hätte jederzeit einen Vorderwandinfarkt bekommen können“, sagte Prof. Dr. Korosoglou. In der Folge wurde dem Patienten umgehend ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt, mit dem er seitdem ein uneingeschränktes Leben führt.

Manfried Pfeiffer ist einer von mittlerweile 500 Patienten, die von der Untersuchung mit dem neuen Kardio-CT profitiert haben, der seit September in der Klinik im Einsatz ist und zur neuesten Generation dieser Geräte gehört. Mit dem neuen High-End-Gerät, das nur durch eine Zwei-Millionen-Euro-Spende der Hector-Stiftung angeschafft werden konnte, ergänzen die Spezialisten in Weinheim ihre sonstigen herzbildungsgebenden Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT), Herzkatheter, Angiographie und Ultraschall optimal. Mussten bei komplizierten Fragestellungen Herz-Patienten in der Vergangenheit oft noch in die Uniklinik nach Heidelberg oder Mannheim überwiesen werden, kann in der Abteilung durch das Kardio-CT jetzt eine noch schnellere Versorgung angeboten werden.

Die Vorteile des Hochleistungs-CT liegen auf der Hand: So liefert es unter anderem mit einem dreidimensionalen Blick ins Herz wichtige Informationen für weitere Therapien. Außerdem: Die Strahlendosis und die Menge an Kontrastmitteln ist gering, und das bedeutet: „Der Körper wird nicht unnötig stark belastet“, erklärt Prof. Dr. Korosoglou. Eine akute Nierenschädigung durch Kontrastmittel sei somit relativ unwahrscheinlich. Doch nicht nur Herzpatienten profitieren von der modernen Technik: Auch in der Krebstherapie kann das Gerät wertvolle Hinweise geben, die durch die anderen Verfahren verborgen bleiben würden.

Dass sich die optimale Versorgung in der GRN-Klinik Weinheim bereits herumgesprochen hat, wird auch dadurch deutlich, „dass viele Patienten schon eine genaue Vorstellung von dem haben, was sie bei der Kardio-CT-Untersuchung erwartet“, ist der Chefarzt selbst ein wenig verwundert, dass das Interesse der Bevölkerung an dem neuen Gerät seit der Anschaffung so groß ist. Insgesamt rechnet er bis Jahresende deshalb auch etwa mit rund 700 Patienten, die für eine Untersuchung mit dem Kardio-CT in Frage kommen. Auch ein Grund dafür: Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten in der Region.

Erste Übersichtsarbeiten wurden in den vergangenen Wochen übrigens bereits dokumentiert und auch Publikationen seien in Vorbereitung. Mit der Hector-Stiftung habe man zudem einen intensiven Kontakt, sodass auch der Bereich der Herz-Forschung in Weinheim immer mehr an Fahrt aufnimmt. Dazu passt es ganz gut, dass Prof. Dr. Korosoglou seit April dieses Jahres Sprecher der Arbeitsgruppe Kardio-CT der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. ist. Deren Aufgabe ist unter anderem die koordinierte Erforschung von Computertomographieverfahren.

Die GRN-Klinik Weinheim spielt also in der nationalen Herzkreislaufforschung jetzt eine wichtige Rolle. Insgesamt vier von sechs kardiologischen Fachärzten können das Kardio-CT befunden und in enger Kooperation mit den Radiologen Entscheidungen treffen. „Wir haben in Weinheim wirklich ein Top-Team am Start“, lobt der Chefarzt seine Mannschaft, die immer eine optimale Patientenversorgung anstrebt. Apropos optimale Patientenversorgung: Manfried Pfeiffer ist sich sicher: „Diese Untersuchung hat mein Leben gerettet. Ich bin allen Beteiligten zu großem Dank verpflichtet.“

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