Brustzentrum der GRN-Klinik Weinheim zum vierten Mal erfolgreich rezertifiziert

Bei Brusterkrankungen: Zertifikat garantiert qualitätsgesicherte und leitlinienorientierte Behandlung / Überdurchschnittliche diagnostische und operative Expertise / Rund 230 Erst-Erkrankungen pro Jahr


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Das Brustzentrum der GRN-Klinik Weinheim ist Ende 2020 in einem Wiederholaudit bereits zum vierten Mal erfolgreich rezertifiziert worden. Das unabhängige Institut OnkoZert überprüft im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie die fachliche Eignung und damit die Gültigkeit des bestehenden Zertifikats. Entsprechend der Leitlinien garantiert die Zertifizierung die Qualität der Therapie von an Brustkrebs erkrankten Patientinnen. Im Audit sprach das Institut eine uneingeschränkte Empfehlung zur Rezertifizierung für das Weinheimer Brustzentrum aus. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Kommission seien folgende Faktoren gewesen: Die überdurchschnittliche diagnostische und operative Expertise, die moderne technische Ausstattung, die hohe Zahl an spezialisierten onkologischen Pflegefachkräften auf Station sowie das breitgefächerte Angebot in der psychoonkologischen Betreuung. Auch das sehr gut aufgestellte Qualitätsmanagement sowie das hochmotivierte Team trugen maßgeblich zu einem durchweg sehr positiven Eindruck bei, so die Kommission.

Für die Leiterin des Brustzentrums und Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe der GRN-Klinik Weinheim, Dr. Lelia Bauer, ist die wiederholte Zertifizierung von großer Bedeutung: „Das Zertifikat bietet unseren Patientinnen einen hohen Mehrwert! Das Qualitätssiegel steht als Garant für eine Therapie nach den neuesten Errungenschaften der modernen Medizin.“ Ein zertifiziertes Brustzentrum zeichnet sich dadurch aus, dass es eine ganzheitliche Behandlung – von der leitlinienorientierten schulmedizinischen Behandlung bis hin zur psychoonkologischen Betreuung – sowie auch eine sozialrechtliche Beratung gewährleistet. „Die Patientinnen werden bei uns nicht nur von einem einzigen Arzt, sondern von einem kompletten Spezialisten-Team behandelt, das auch hinsichtlich der Therapie eine gemeinsame Empfehlung ausspricht“, erklärt Dr. Bauer. Diesen Prozess wertete die Zertifizierungskommission, zusammen mit der konstant anhaltenden hohen Leistung, als besonders lobenswert. „Dadurch konnten wir bislang im Brustzentrum Weinheim über 70 Prozent aller Betroffenen mit brusterhaltenden Verfahren operieren“, erklärt die Chefärztin. Bundesweit ist aktuell fast jede zehnte Frau von einer Brustkrebserkrankung betroffen, im Schnitt sind dies jährlich etwa 75.000 Neuerkrankungen in Deutschland. In Weinheim werden pro Jahr rund 230 Patientinnen mit der Diagnose primärer Brustkrebs (Mammakarzinom) behandelt.

Das Brustzentrum Weinheim genießt über die Region hinaus einen guten Ruf. Zum einen trägt ein kompetentes Team aus Ärzten, (onkologischen) Pflegefachkräften, Psychoonkologen, Sozialarbeitern, Breast Care Nurses (auf Brusterkrankungen spezialisierte Pflegefachkräfte) und Studienassistenten zu einer professionellen und dennoch persönlichen Betreuung bei. Das Zentrum bietet damit die Möglichkeit, den gesamten Krankheitsverlauf von der Diagnose bis zur medikamentösen Therapie, einschließlich der Chemotherapie und Bestrahlung, unter einem Dach zu begleiten. Für den Standort bedeutsam ist auch die hohe operative Expertise, sowohl im Rahmen der Erstbehandlung von Brustkrebs als auch im Bereich des Wiederaufbaus der Brust nach erfolgter Amputation. „Durch innovative Operationsmethoden und die Anwendung neuartiger Materialien wie synthetischer oder azellulärer Netze werden bei der Brustrekonstruktion sehr gute Ergebnisse erzielt“, sagt Dr. Lelia Bauer. Dies erkläre wiederum die hohe Zahl an Mammakarzinomen, die in Weinheim behandelt werden.

Zudem hat Chefärztin Dr. Lelia Bauer in der Mammachirurgie die Zusatz-Qualifikation „Brustoperateur AWOgyn“ vorzuweisen. „Die Rekonstruktionen, die wir heute durchführen, ermöglichen die Herstellung einer sehr guten Symmetrie, d.h. dass das weibliche Körperbild nach dem Eingriff wieder nahezu ganz hergestellt ist“, beschreibt die Chirurgin. Ein weiterer operativer Schwerpunkt im Kompetenzzentrum ist die vorbeugende Brustentfernung (prophylaktische Masektomie) bei Patientinnen mit einem hohen genetischen Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Bei diesem Eingriff erfolgt die sofortige Rekonstruktion.

Die Rezertifizierung findet alle drei Jahre statt. Die zertifizierten Brustzentren müssen jährlich nachweisen, dass sie diese Anforderungen für die Behandlung von Tumorerkrankungen erfüllen und über ein qualifiziertes Qualitätsmanagement verfügen.

Foto: Rezertifiziertes Brustzentrum GRN-Klinik Weinheim: Oberärztin Dr. Bettina Müller, Oberärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, bei der Untersuchung einer Patientin mit Brusterkrankung. Das Brustzentrum Weinheim stellt mit der erfolgreichen Rezertifizierung des Gütesiegels die hohe Qualität der Behandlung sicher. Foto: GRN.

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