Auf dem Weg zum Herzbildgebungszentrum: Neues High-end-CT an der GRN-Klinik Weinheim in Betrieb genommen

Professor Grigorios Korosoglou stellte Neuanschaffung bei Pressekonferenz am 25. September vor / Hector Stiftung spendete Computertomograph im Wert von rund zwei Millionen Euro / Standort in unmittelbarer Nähe der Notaufnahme erlaubt schnelle und präzise Bildgebung im Notfall


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Seit kurzem verfügt die GRN-Klinik Weinheim über einen Computertomograph (CT) der neusten Generation: Bei einer Pressekonferenz am 25. September 2020 stellte Professor Dr. Grigorios Korosoglou, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin – Kardiologie, Angiologie und Pneumologie, das neue High-end-Gerät vor, dessen Anschaffungspreis in Höhe von rund 2 Millionen Euro von der Weinheimer Hector Stiftung gespendet wurde. In Anwesenheit von Landrat Stefan Dallinger, Stifter Dr. h.c. Hans-Werner Hector, GRN-Geschäftsführer Rüdiger Burger und weiteren Gästen erläuterte er die Vorteile des zusätzlichen bildgebenden Verfahrens an der Klinik: So liefert es unter anderem mit einem exzellenten Einblick ins Herz, der 3D-Darstellung der Herzkranzgefäße inklusive möglicher Ablagerungen und Gefäßveränderungen wichtige Informationen für die weitere Therapie.

„Hochleistungs-CTs wie das SOMATOM FORCE sind deutschlandweit bislang fast ausschließlich in großen Kliniken oder Universitätskliniken im Einsatz. Ich freue mich, dass dank der großzügigen Unterstützung der Hector Stiftung nun auch den Weinheimer Patienten diese höchst präzise und schnelle Diagnostik zur Verfügung steht“, sagte Landrat Stefan Dallinger, Aufsichtsratsvorsitzen-der der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH (GRN).

Dr. Hans-Werner Hector hatte, gemäß den Förderschwerpunkten der von ihm gegründeten Stiftung, neben dem unmittelbaren Patientennutzen auch Aspekte der medizinischen Forschung und Weiterbildung im Blick: „Ein eigener CT mit dieser technischen Ausstattung ist ein Baustein auf dem Weg zum Herzbild-gebungszentrum an der GRN-Klinik Weinheim, an dem interdisziplinär an der Verbesserung der Herzbildgebung gearbeitet und ärztliche Weiterbildung auf hohem Niveau angeboten werden soll. Ich freue mich, dass wir dabei unterstützen konnten.“

Die Herzbildgebung mittels Magnetresonanztomographie (MRT), Herzkatheter, Angiographie und Ultraschall ist ein ausgewiesener Schwerpunkt des Teams um Prof. Korosoglou. Darauf verwies Rüdiger Burger: „Die Klinik Weinheim zeichnet sich durch ein hohes Patientenaufkommen in der ambulanten und sta-tionären Notfallversorgung aus, die mit dem neuen CT noch schneller und ziel-gerichteter durchgeführt werden kann. Damit kann das Team von Prof. Korosoglou seine außergewöhnliche Expertise zum Wohl der Patienten einsetzen.“

Der Tomograph steht in einem eigens umgerüsteten Raum nahe der Notambulanz allen Fachabteilungen der Klinik zur Verfügung. Von der präzisen Bildgebung werden insbesondere Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzarterien, der Beingefäße und der Lunge, aber auch Patienten mit Unfallverletzungen und Tumorerkrankungen profitieren. Besonderer Vorteil ist dabei die im Vergleich zu älteren Modellen deutlich reduzierte Strahlenbelastung: „Dank der ausgeklügelten Technik unseres neuen CT´s wird nur zu einem bestimmten Zeitpunkt des Herzzyklus in weniger als einer Sekunde eine Aufnahme erstellt. Das bedeutet für den Patienten eine sehr geringe Strahlenexposition. Im Vergleich zu den ersten CT-Untersuchungen des Herzens ist die Strahlenbelastung mit dem SOMATOM FORCE um 90 Prozent reduziert. So sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen weniger problematisch“, so Prof. Korosoglou.

Bei Patienten mit unklaren Brustschmerzen, aber gleichzeitig nur niedriger bis mittlerer Wahrscheinlichkeit, dass bei ihnen eine relevante Verstopfung der Herzkranzarterien vorliegt, soll nun gemäß der aktuellen Leitlinien die Durchblutung des Herzens zunächst im CT geprüft und dann entschieden werden, ob ein Eingriff mittels Herzkatheter notwendig ist. So kann dem einen oder anderen Patienten dank der bildgebenden Diagnostik der invasive Katheter-Eingriff erspart werden.

Bildunterschrift:

Uwe Bleich, Vorstandsmitglied der Hector Stiftung, Josephine und Dr. h.c. Hans-Werner Hector, Oberarzt Dr. Sorin Giusca und Chefarzt Prof. Dr. Grigorios Korosoglou (v.l.) vor dem ersten eigenen Computertomographen der GRN-Klinik Weinheim.

 

 

 

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