Klinikneubau in Sinsheim Das Ende der Maßnahmen ist in Sicht. So eindrucksvoll wird der Funktionsbau. Weitere Themen in dieser Ausgabe 1 | 2026 ▶ Geburtshilfe Weinheim: Hier steht das Wohl der jungen Familien im Fokus ▶ Neues Duo für die Spitze In Eberbach leiten Alexander Teufel und Sarah Kumbier die Klinik GESUNDHEITSZENTREN RHEIN-NECKAR zum Mitnehmen kostenlos Das Gesundheitsmagazin der Gesundheitszentren Rhein-Neckar GRN
3 | GRNPLUS | Editorial/Inhalt Judith Masuch | Foto: GRN Katharina Elbs | Foto: GRN Manuel Just | Foto: RNK Neues entsteht, die Zukunft kommt – so auch im GRN-Verbund. Der hochmoderne Funktionsbau der GRN-Klinik Sinsheim wird im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Wo steht das Projekt, das als bisher größtes Bauvorhaben des Rhein-Neckar-Kreises die medizinische Versorgung auf höchstemNiveau sicherstellt? In dieser neuen GRNplus-Ausgabe nehmen wir Sie mit auf die Baustelle. Fast abgeschlossen sind die Baumaßnahmen dagegen schon im GRN-Seniorenzentrum in Schwetzingen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird das Heim moderner und attraktiver gestaltet, um die Wohn- und Arbeitsatmosphäre noch angenehmer zu machen. Heimleiterin Martina Burger zeigt, wie das eindrucksvoll gelungen ist. Auch bei den GRN-Personalien gibt es Veränderungen. Neu ist das Führungsduo der GRN-Klinik Eberbach. Alexander Teufel als Klinikleiter und Sarah Kumbier als Stellvertreterin erklären im Interview, wie ihre Pläne für den Standort am Scheuerberg aussehen. In Sinsheim nimmt uns Chefarzt Dr. Matthias Hassenpflug mit in die Abteilung der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Mit welchen Diagnosen kommen die Patientinnen und Patienten zu den Experten? Der Chirurg gibt einen spannenden Einblick in den OP und in den interdisziplinären Klinik-Alltag. Genauso interessant und abwechslungsreich ist die Geburtshilfe der GRN-Klinik Weinheim. Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Lelia Bauer, Oberärztin Dr. Natalia von Fürstenberg und Hebamme Julia Knappenberger freuen sich über jede neue Weinheimerin und jeden neuen Weinheimer. In ihrer als babyfreundlich zertifizierten Geburtsklinik steht das Wohl der Neugeborenen und der Eltern immer an erster Stelle. Natürlich darf die Unterhaltung in Form von Rätseln, Gesundheitstipps und vieles mehr im Magazin nicht fehlen. Wir, die Verantwortlichen der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar, wünschen Ihnen viel Vergnügen mit dem neuen GRNplus. Liebe Leserinnen und liebe Leser! Besuchen Sie uns auf unserer Homepage www.grn.de oder auf Instagram www.instagram.com/grngesundheitszentren oder schreiben Sie uns eine E-Mail an: geschaeftsfuehrung@grn.de Hinweis: Im Sinne der besseren Lesbarkeit verwenden wir in diesem Magazin meist die männliche Form und meinen damit sowohl männliche und weibliche als auch diverse Personen. Inhalt Aktuelles 4 Neubau Sinsheim „Wir können es kaum erwarten” 8 Manuel Just Ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau 9 Klinikleitung Eberbach Ein neues Duo für Eberbach 12 Seniorenzentrum Schwetzingen Bereit für die Pflege von morgen 15 Chirurgie Sinsheim Ein weites Feld mit Spezialisten 18 Geburtshilfe Weinheim „Bei uns endet die Geburt nicht im Kreißsaal” 21 Kurz notiert Nachrichten aus den GRN-Kliniken Gesund in der Region 23 Gesund in der Region Durch die Spatschlucht 24 Rätselspaß 26 Termine 27 Ansprechpartner GRN-Kliniken 31 Impressum GESUNDHEITSZENTREN RHEIN-NECKAR Manuel Just, Landrat Rhein-Neckar-Kreis Katharina Elbs, GRN-Geschäftsführerin Judith Masuch, GRN-Geschäftsführerin
4 | GRNPLUS | Neubau Sinsheim Der Klinikneubau Sinsheim ist ein Projekt der Superlative. 2024 erfolgte der Spatenstich, 2027 soll hier operiert und behandelt werden. Wie sieht es auf der Baustelle aus? Eine Zwischenbilanz. Innovativ und ein Zukunftsbau, das ist der gerade entstehende Neubau an der GRN-Klinik Sinsheim. Mit Kosten in Höhe von 141 Millionen Euro ist er das bisher größte Bauprojekt in der Geschichte des Rhein-Neckar-Kreises. Medizinische Fortschritte, Strukturwandel in der Patientenversorgung und politische Entscheidungen spielen in der Bauplanung eine wichtige Rolle. Der 2024 begonnene Bau beinhaltet die Erweiterung auf sechs OP-Säle und fünf Kreißsäle, die Stärkung der Notfall-Versorgung hat Priorität. Neben einer neuen Endoskopie wird ein weiteres Herzkatheterlabor realisiert. Die Intensivstation wird über zwölf Intensiv-Betten und sechs „Intermediate-Care-Betten“ verfügen. Auch die Neurologie ist künftig im Neubau untergebracht und wird auf acht Schlaganfall-Betten und 20 neurologische Betten erweitert. Eines der Highlights ist sicherlich der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Doch auch weitere Maßnahmen machen den Neubau zu einem hochmodernen Krankenhaus und Arbeitsplatz. So wurde ein neues Wegeleitsystem entwickelt, das Patienten und Besuchern eine bessere Orientierung in der Klinik ermöglicht. Eine Dachterrasse erhöht die Aufenthaltsqualität für die Menschen, Patientenlifter sowie eine moderne Rohrpostanlage entlasten die Mitarbeitenden. Verantwortlich für die Bauplanungen ist das Architekturbüro Arcass Planungsgesellschaft mbH aus Stuttgart. Geschäftsführer Manfred Ehrle bezeichnet den Bau eines solchen Klinikgebäudes als „komplex wie ein Flughafen“. In gut einem Jahr soll der Neubau in Betrieb gehen. Steht der Zeitplan noch? Wir fragen nach bei Stephanie Linß, stellvertretende Klinikleiterin in Sinsheim. Frau Linß, wie sieht ihre Zwischenbilanz zum Neubau aus, ein Jahr vor dem geplanten Bauende? Stephanie Linß: Wir freuen uns alle sehr über das bisher so reibungslos verlaufende Projekt und können es kaum erwarten, das Gebäude im nächsten Jahr zu beziehen. Da man so ein großes und von den Funktionen her so komplexes Gebäude nicht mal eben bezieht, sind wir bereits jetzt mit den Planungen zum Umzug beschäftigt. Dabei nehmen wir alle unsere Führungskräfte und die betroffenen Bereiche, die umziehen dürfen, mit. Bei unserem letzten Führungskräfteworkshop haben wir dazu mit rund 50 Mitarbeitenden den Auftakt für das Projekt „Umzugsplanung“ „Wir können es kaum erwarten“
5 | GRNPLUS | Neubau Sinsheim gemacht. Spätestens nach diesem Tag waren alle „on fire“ und brennen darauf, das Gebäude schon bald mit Leben zu füllen. Baubeginn war 2024, drei Jahre Bauzeit sind eigeplant. Ist 2027 die Fertigstellung in Sicht? Stephanie Linß: Ja, erfreulicherweise ist das so, was bei Projekten vergleichbarer Größenordnung ja nicht immer der Fall ist. Einer der Schlüssel zum Erfolg liegt vermutlich in einem strukturierten Projektmanagement. Initiiert wurde das Projekt bei einem Architektenwettbewerb im Jahr 2020. Offizieller Projektstart war im Mai 2021 mit einer fast 1000-tägigen Planungsphase. Von Beginn an gab es alle 14 Tage Besprechungen mit den Architekten, den Fachplanern, allen in der Klinik beteiligten Personen sowie der Projektsteuerung. Den 100. dieser sogenannten „Bauherren Jourfixes“ haben wir Ende November abgehalten und dies ausnahmsweise nicht als Videokonferenz, sondern als Präsenztermin vor Ort mit anschließender gemeinsamer Baustellenbegehung und einem kleinen Umtrunk zur Feier des Tages. Das ganze Team arbeitet hervorragend zusammen. Der Zeitplan sieht eine Schlüsselübergabe im Frühjahr 2027 vor, und wir sind zuversichtlich, dass dies auch so kommen wird. Neben der Zeit sind auch immer die Kosten ein Faktor. Liegen diese noch im angestrebten Rahmen? Stephanie Linß: Ja, auch das ist bei Projekten dieser Größenordnung mit insgesamt 141 Millionen Euro nicht selbstverständlich, aber Stand heute sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mit den Vergabeergebnissen aus den öffentlichen Ausschreibungen im genehmigten Budget liegen. In der Endphase eines solchen Bauprojektes kommt es erfahrungsgemäß noch zu einigen Nachträgen, also abschließend beurteilen kann man dies erst, wenn ein Schlussstrich unter die Endabrechnungen gezogen wurde. Aber wir sind guter Dinge, dass wir eine ziemliche Punktlandung hinlegen könnten. Ergaben sich im Laufe der Baumaßnahmen noch Änderungen? Gibt es neue, andere Ideen, die vom ursprünglichen Bauplan abweichen? Stephanie Linß: Tatsächlich gab es einige Punkte, die sich im Laufe der vergangenen Jahre gegenüber den ersten Überlegungen im Architektenwettbewerb und auch gegenüber der fertigen Ausführungsplanung geändert haben. Die weiter voranschreitende Ambulantisierung hatten wir bereits kommen sehen und in den Plänen frühzeitig mit weiteren Räumlichkeiten für ambulante Sprechstunden und tagesklinischen Strukturen berücksichtigt. Die Zentrale Notaufnahme haben wir nochmals überplant. Die Extrarunde hat sich gelohnt, nun wirkt es für alle Nutzer viel stimmiger. Eine weitere wesentlich Veränderung kommt aus dem für den GRN-Verbund entwickelten Medizinkonzept GRN4Future. Dieses berücksichtigt die Konzentrationsprozesse innerhalb des Verbunds und sieht für Sinsheim unter anderem einen kardiologischen Schwerpunkt vor. Dafür braucht es am Standort ein zweites Herzkatheterlabor. Dies läuft als nachgelagertes, paralleles Projekt an, sodass dies mit vermutlich wenig Zeitverzug zum Neubau ebenfalls 2027 bezogen werden kann. Stephanie Linß | Foto: GRN Die Großbaustelle des neuen GRN- Funktionsbaus nimmt Gestalt an. 2027 soll er in Betrieb gehen. | Foto: GRN
6 | GRNPLUS | Neubau Sinsheim Mens en e n . . . e ensq er essern! MENSCHENHELFEN . . . LEBENSQUALITÄTVERBESSERN! Weinheim, Tel. 0 62 01 - 94 57 0 Heddesheim, Tel. 0 6 203 - 93 69 54 + 55 Wald-Michelbach, Tel. 0 62 07 - 92 19 85 WWW.KRUEGERSANITAETSHAUS.DE MODERNER PROTHESENBAU Orthesen und Stützapparate nach Gipsmodell GESUNDHEITSSCHUHE Einlagen nach Maß und Gipsmodell Elektronische Ganganalyse KOMPRESSIONSSTRÜMPFE Zur Behandlung venöser Beinleiden, Elektonische Vermessung ALLES FÜR DIE KRANKENPFLEGE Pflegehilfen rund ums Krankenbett, Stoma- und Inkontinenzberatung FALT- UND ELEKTROROLLSTÜHLE Rehabilitationsmittel Beratung - Verkauf - Service RÜCKENBANDAGEN Zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen Große Auswahl an: Miedern, Bademoden, BrustProthesen, Wäsche, Dessous, Umstandsmiedern „Komplex wie ein Flughafen“, nannten die Bauverantwortlichen das Projekt. Gibt es Einschränkungen im Klinikbetrieb oder plötzlich auftretende Schwierigkeiten? Stephanie Linß: Glücklicherweise gab es keine plötzlichen, unerwarteten Schwierigkeiten während der bisherigen Bauzeit. Da wir „hinter der Klinik“ bauen, läuft dies weitestgehend autark ohne große Einschränkungen für den Klinikbetrieb ab. Auch der Baulärm hielt sich dadurch in Grenzen. Aber klar war auch, ganz ohne Einschränkungen wird es nicht gehen. Um den Neubau mit der ebenfalls erneuerten Energiezentrale zu verbinden, musste eine 400 Meter lange Medientrasse quer über den Parkplatz und die Alte Waibstadter Straße gebaut werden, was mit Straßen- und Parkplatzsperrungen einherging. Weitere kleinere, aber ebenfalls planbare Einschränkungen entstehen durch Umschlussarbeiten, also wenn die Versorgung mit Strom, Wärme oder Wasser von der bestehenden Infrastruktur auf Interimsstrukturen und anschließend auf die neue Infrastruktur umgezogen wird. Aber alles in allem konnte bisher alles gut gemanagt werden. Wie oft wird die Baustelle denn besichtigt? Stephanie Linß: Als Bauherr schauen wir regelmäßig auf der Baustelle vorbei, sei es für Bemusterungen oder für Baustellenrundgänge. Dabei fallen uns auch immer mal wieder Dinge ins Auge, die wir anschließend mit den Bauleitern oder dem Planungsteam besprechen. Unser technischer Leiter ist wöchentlich an Baustellensitzungen beteiligt und darüber hinaus fast täglich vor Ort. Auch unsere Belegschaft laden wir hin und wieder zu geführten Rundgängen durch die Baustelle ein, da es für alle ganz spannend ist, wie schnell dieses Großprojekt vorankommt. Besonders interessiert sind Mitarbeitende aus Fachabteilungen und Bereichen, die umziehen dürfen. Es ist ein erhebendes Gefühl, wenn man die Räume, die man über drei Jahre lang in vielen Nutzerabstimmungen in Grundrissen und Wandansichten beplant hat, das erste Mal betreten kann. Ich erinnere mich zum Beispiel noch ganz genau an den Moment, als wir das erste Mal auf den Hubschrauberdachlandeplatz durften und das Gebäude damit von ganz oben in seiner Gänze wahrnehmen konnten – das war ein Moment, der bleibt. Gibt es schon Pläne für die Einweihung des Funktionsbaus? Stephanie Linß: Das Richtfest wurde im April 2025 gefeiert als interne Veranstaltung für die Bauarbeiter und das Planungsteam. Die Einweihungsfeier soll ein großes Fest werden. Neben den geladenen Ehrengästen sollen auch unsere Mitarbeitenden und die interessierte Bevölkerung eingeladen werden, sich einen Eindruck vom Neubau zu verschaffen. Wir denken im Moment an einen Tag der offenen Tür im Sinne eines Familienfestes vor dem finalen Bezug des Gebäudes, um Blicke auch hinter die Kulissen, zum Beispiel in den OP-Bereich, zu ermöglichen. NL Interessant! • Bisher wurden circa 350 000 Meter Elektroleitungen verlegt – bis Abschluss werden es ungefähr 450 000 Meter sein • 4500 Meter an Leitungen für Kältetechnik, Heizung, Trinkwasser wurden verlegt • Derzeit befinden sich rund 30 Firmen mit 140 – 160 Handwerkern vor Ort • Bisher wurden an die 69 700 Quadratmeter Gipskartonplatten an Decken und Wänden verarbeitet
Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind vielfältig: Praxisführung, Digitalisierung, wirtschaftliche Stabilität, Personalbindung. Hinzu kommt die wachsende Unsicherheit im Hinblick auf Praxisnachfolge oder Zukunftsinvestitionen. „Wir erleben gerade einen wachsenden Beratungsbedarf in Bezug auf Praxisabgaben, Praxiswertanalysen oder auch strategische Investitionen in Technik und Infrastruktur“, beschreibt Christian Hoechtlen, neuer Leiter für Heilberufe bei der Volksbank Kurpfalz, die Lage vieler Praxen. Wenn Christian Hoechtlen über seine Kundinnen und Kunden spricht, wird schnell klar: Er kennt die Realität im Gesundheitswesen nicht aus der Theorie. Vielmehr spürt man die Nähe zum Praxisgeschehen, den Belastungen aber auch den Wunsch der Zielgruppe, trotz aller Umstände wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben. „Viele Ärztinnen und Ärzte haben wenig Zeit für strategische Finanzfragen, auch im privaten Bereich über die Praxis hinaus. Genau deshalb ist es wichtig, in entscheidenden Momenten einen Ansprechpartner zu haben, der vorbereitet ist und klare Handlungsempfehlungen gibt“, sagt Hoechtlen. Der Neuzugang bei der Volksbank Kurpfalz versteht sich hier nicht als bloßer Kreditgeber, sondern zusammen mit seinem Team als Gestalter, das von der Niederlassungsplanung über Investitionen und Lösungen zur Mitarbeiterbindung bis hin zur Nachfolgeplanung seinen Kundinnen und Kunden oftmals mehr als eine Last von den Schultern nimmt. Der entscheidende Vorteil seines Teams ist die Spezialisierung: Er selbst und die Beraterinnen und Berater betreuen seit Jahren ausschließlich Kundinnen und Kunden aus dem Bereich Heilberufe. Das bedeutet: fundiertes Branchenwissen, gewachsene Erfahrung und Verständnis für berufsspezifische Anforderungen, wie auch der Einsatz moderner Analysewerkzeuge wie dem „Atlas Medicus“. Damit lassen sich Praxiswerte professionell ermitteln, inklusive einer Benchmark-Auswertung im Vergleich zu ähnlichen Praxen – eine wertvolle Entscheidungsgrundlage und fundiertes Analysetool. „Für viele unserer Kundinnen und Kunden ist die Praxis weit mehr als ein Arbeitsplatz – sie ist leidenschaftliches Lebenswerk und Verpflichtung zugleich“, sagt er. „Deshalb braucht es Lösungen, die beides im Blick haben: die Praxis und die private Seite.“ Hoechtlen fasst es einprägsam zusammen: „Sie kümmern sich um Ihre Patientinnen und Patienten – wir kümmern uns um Sie und Ihre Praxis.“ Dieses partnerschaftliche Selbstverständnis prägt auch den Blick nach vorn. Die Volksbank Kurpfalz baut ihr Angebot für Heilberufe deutlich aus, etabliert einen Pool aus Netzwerkpartnern, vertieft aktuelle Themen in exklusiven Veranstaltungen – beispielsweise zur Niederlassung oder speziell für Ärztinnen – und stärkt das Team gezielt. Das Ziel ist eindeutig: als Bank vor Ort erste Adresse für Heilberufe mit klarem Fokus auf die Region zu sein. Was die Volksbank Kurpfalz dabei auszeichnet, ist eine Kombination, die im Gesundheitswesen spürbar wirkt: regionale Verwurzelung und persönliche Erreichbarkeit treffen auf die Leistungsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe – Entscheidungen werden zügig getroffen, Wege bleiben kurz, die Expertise ist spezialisiert und Leidenschaft spürbar. Dieses Profil ist kein Zufall, sondern Haltung: als Genossenschaft im Sinne der Mitglieder zu handeln und die Gegebenheiten vor Ort wirklich zu kennen. „So brauchen wir keinen langen Vorlauf. Ein kurzer Hinweis auf das aktuelle Anliegen – Digitalisierung, Finanzierung, Nachfolge oder Geldanlage – genügt“, erklärt Christian Hoechtlen. „Wir melden uns mit einem klaren Vorschlag für das weitere Vorgehen: vertrauensvoll, partnerschaftlich, strukturiert, auf den Punkt. Denn am Ende zählt, was im Praxisalltag wirklich hilft – und genau dafür stehe ich wie mein Team und die gesamte Volksbank Kurpfalz.“ InfoBox: Volksbank Kurpfalz eG Freie Berufe und Heilberufe Hauptstraße 46 69117 Heidelberg Telefon: 06221 909-4120 Mobil: 01511 9610344 E-Mail: christian.hoechtlen@volksbank-kurpfalz.de Ärztinnen und Ärzte verstehen Christian Hoechtlen ist neuer Leiter „Freie Berufe & Heilberufe“ bei der Volksbank Kurpfalz – und ihr zentraler Ansprechpartner für Praxen in der Region. Teambild (v. l. n. r. Volkan Erdinc, Xenia Schipulin, Christian Hoechtlen, Sabrina Huber) Quelle: Volksbank Kurpfalz eG ANZEIGE
8 | GRNPLUS | Landrat Manuel Just Manuel Just mit Ehefrau Stefanie Just, Frank Werner (l.) und dem ehemaligen Landrat Stefan Dallinger (r.) | Fotos: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Manuel Just ist seit Mai neuer Landrat des Rhein-Neckar-Kreises und Vorsitzender des GRNAufsichtsrats. Im Interview spricht er über seine Pläne für den Landkreis und den GRN-Verbund. Herr Just, gab es von Ihrem Vorgänger Stefan Dallinger eine Einarbeitung im klassischen Sinn? Manuel Just: Ich wurde von meinem Vorgänger Stefan Dallinger strukturiert eingearbeitet und übernehme ein hervorragend aufgestelltes Haus. Dieses gilt in es in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln. Dabei werde ich gewiss nicht alles auf den Kopf stellen, sondern Dinge genau hinterfragen. Wir werden jeden Stein umdrehen und Dinge erneut bewerten. Veränderungen gibt es aber nur, wenn neue Lösungen tatsächlich Besserung versprechen. Welche Themen stehen ganz oben auf der Liste? Manuel Just: Kernthemen, denen wir uns besonders widmen, werden neben Gesundheit die Bereiche Klimaschutz, Bildung, Mobilität und Wirtschaftsförderung sein, weil diese das Leben der Bewohner im Rhein-Neckar-Kreis unmittelbar beeinflussen. Die größte Herausforderung wird die Haushaltskonsolidierung sein. Um Prozesse künftig effizienter zu gestalten, möchte ich die Bereiche Digitalisierung und KI weiterentwickeln und für uns nutzen. Ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau Eines der wichtigsten Themen ist auch im bevölkerungsreichsten Landkreis Baden-Württembergs Gesundheit und speziell das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG). Was sagen Sie zur geplanten Neuausrichtung GRN4Future? Manuel Just: Die GRN-Kliniken in Sinsheim, Schwetzingen, Weinheim und Eberbach haben in den vergangenen Jahren Millionendefizite verzeichnet. Eine Neuausrichtung unter dem Titel „GRN4Future“ soll sie zukunftsfest machen. Die vier GRN-Kliniken in ruhigeres Fahrwasser zu steuern, wird eine der ersten großen Herausforderungen werden. Ziel ist es, alle vier Standorte zu erhalten und dort auch künftig eine ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau anzubieten. Dies wird nur dann gelingen, wenn Bund und Länder endlich wieder ihren Verpflichtungen gerecht werden. Die Gesundheit der Menschen und die wirtschaftliche Ausrichtung der Krankenversorgung dürfen kein Spielball politischer Ebenen sein. Eine private Frage: Wo ist Ihr Lieblingsort im Rhein-Neckar-Kreis? Manuel Just: Einen einzigen Lieblingsort zu nennen, fällt mir im Rhein-Neckar-Kreis schwer. Dafür ist unser Landkreis zu vielfältig. Ich genieße den Blick von den Höhen des Odenwalds ebenso wie die Weite der Rheinebene, schlendere gerne durch die historischen Ortskerne unserer Städte und Gemeinden oder bin auf den Wanderwegen entlang der Bergstraße unterwegs. Besonders schätze ich Orte, an denen man die Lebensqualität und den Zusammenhalt in unserem Kreis spürt – sei es bei einer Veranstaltung oder einem Fest in den Kommunen vor Ort oder in der Natur. Genau diese Vielfalt macht den Rhein-Neckar-Kreis und seine Städte und Gemeinden für mich zu einem ganz besonderen Ort. Das ausführliche Interview finden Sie unter www.grn.de
9 | GRNPLUS | Klinikleitung Eberbach Die GRN-Klinik Eberbach hat eine neue Leitung: Der bisherige Stellvertreter Alexander Teufel übernimmt das Amt des Klinikleiters. Seine Stellvertreterin ist Sarah Kumbier. Beide sind GRN-erfahren und kennen sich. Was sie sich vorgenommen haben … Herr Alexander Teufel, Sie hatten seit Mitte 2025 das Amt als stellvertretender Klinikleiter in Eberbach inne. Jetzt werden Sie neuer Leiter des Hauses. Können Sie kurz skizzieren, wie sich Ihr Aufgabengebiet verändern wird? Alexander Teufel: Mit der Übernahme der Klinikleitung erweitert sich mein Verantwortungsbereich deutlich. Als stellvertretender Klinikleiter lag mein Fokus vor allem auf der operativen Unterstützung des laufenden Betriebs sowie der Umsetzung strategischer Vorgaben. In meiner neuen Rolle werde ich nun stärker die Gesamtverantwortung für das Haus tragen. Ich werde mich intensiver mit der strategischen Weiterentwicklung der Klinik, der Sicherung und dem Ausbau unserer medizinischen Angebote sowie der langfristigen Personal- und Standortplanung befassen. Gleichzeitig bleibt mir Foto: GRN Ein neues Duo für Eberbach wichtig, nah an den Mitarbeitenden und den Abläufen im Haus zu bleiben, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Mein Ziel ist es, Kontinuität zu gewährleisten und zugleich neue Impulse für die Zukunft des Standorts Eberbach zu setzen. Was ist das Besondere an dieser neuen Aufgabe? Alexander Teufel: Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der auch uns als GRN vor große Herausforderungen stellt. Gerade der Standort Eberbach hat durch seine geografische Lage besondere Anforderungen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam als Team flexibel zu bleiben und den Standort im Sinne unserer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Frau Kumbier, Sie übernehmen nun die Position von Herrn Teufel als Stellvertreterin. Zunächst die Frage: Wie sieht denn eine Einarbeitung in solch einen Job aus? Sarah Kumbier: Ich konnte und kann mich noch immer auf ein gut vorbereitetes Team stützen. Die Einarbeitung in eine solche Funktion erfordert neben einem strukturierten Vorgehen von allen Seiten viel Engagement, Zeit und Flexibilität. Denn trotz der Bemühungen, sich schnell mit der neuen Materie vertraut zu machen, steht der Alltag nicht still. So haben akute Themen selbstverständlich Vorrang und bieten gleichzeitig tiefe Einblicke in interne und externe Strukturen. Mir liegt viel an einem allumfassenden Überblick. Ich möchte mich in die neuen Themen tiefgehend einarbeiten und fachlich weiterentwickeln. Gleichzeitig freue ich mich, meine bisherige Expertise in den personalrelevanten Themen weiter einbringen zu können – ein Gebiet, in dem ich beruflich bisher zu Hause war. Der Perspektivwechsel raus aus der reinen Personalarbeit und rein in die stellvertretende Leitung der GRN-Klinik Eberbach ist für mich
10 | GRNPLUS | Klinikleitung Eberbach fachlich wie auch persönlich eine Bereicherung. Sicherlich wird die Einarbeitung noch einige Zeit in Anspruch nehmen und mich vor viele neue Themen und Herausforderungen stellen. Ich freue mich darauf, mich diesen zu stellen und an ihnen zu wachsen. Noch etwas genauer zu Ihrer Person. Auch Sie kennen den GRN-Verbund schon eine Weile. Erklären Sie doch, was Sie vorher beruflich gemacht haben? Sarah Kumbier: Bisher war ich als Personalreferentin für den Standort Eberbach sowie für die GRN-Klinik und das Seniorenzentrum in Schwetzingen zuständig. So war ich bereits vor meinem Wechsel in die stellvertretende Klinikleitung in die personalrechtlichen Themen von Eberbach der vergangenen Jahre involviert und durfte den Standort von Seiten der Personalabteilung kennenlernen und betreuen. In diesem Rahmen habe ich schon jetzt viele der Führungskräfte kennengelernt. Die Zeit als Personalreferentin an drei von vier Standorten im Laufe meiner Zeit bei den GRN sehe ich in der neuen Rolle als großen Vorteil. Auch wenn der Fokus auf Eberbach liegt, so darf der Verbundgedanke bei einer Vielzahl von Entscheidungen nicht außen vor gelassen werden. Eine Klinik zu leiten ist ein komplexer Job. Wie viel Prozent sind medizinisches/pflegerisches Wissen, ökonomisches Wissen und Organisationstalent? Welche Fähigkeiten sind für diese Positionen noch unabdingbar? Alexander Teufel: Eine Klinikleitung braucht aus unserer Sicht eine gute Balance aus medizinisch-pflegerischem Verständnis, wirtschaftlichem Denken und organisatorischer Stärke. Entscheidend ist aber vor allem, Menschen zusammenzubringen, Veränderungen aktiv zu gestalten und auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben. Und ganz praktisch: Wie werden Sie sich die Aufgaben der Klinikleitung aufteilen? Alexander Teufel: Wir werden die Aufgaben zukünftig klar und strukturiert im Team aufteilen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und dabei die jeweiligen Kompetenzen und Stärken bestmöglich einzusetzen. Strategische und standortübergreifende Themen werde ich in meiner neuen Funktion künftig intensiver begleiten. Gleichzeitig ist mir der enge und vertrauensvolle Austausch mit den Führungskräften sowie den Mitarbeitenden vor Ort weiterhin sehr wichtig. Innerhalb der neuen Aufgabenverteilung werde ich insbesondere die wirtschaftlichen Belange sowie die finanzielle Steuerung des Standorts vertreten und verantworten. Sarah Kumbier: Ich werde mich schwerpunktmäßig den Personalthemen widmen und Ansprechpartnerin für die Mitarbeitenden sein. Alexander Teufel: Ich bin überzeugt, dass wir durch diese klare Aufgabenteilung unsere jeweiligen Kompetenzen gezielt einbringen können und uns optimal ergänzen. Gerade die Kombination aus wirtschaftlicher Steuerung und einer starken Fokussierung auf Personalthemen schafft die Grundlage für ein vertrauensvolles und leistungsfähiges Miteinander. So bilden wir gemeinsam ein starkes Team, das den Standort erfolgreich weiterentwickeln kann. Foto: GRN
11 | GRNPLUS | Klinikleitung Eberbach Ihr Dienstleistungsunternehmen in der Medizintechnik Die HERME□ erarbeitet gemeinsam mit Ihnen individuelle Lösungen für Ihre gesamte Medizintechnik im Krankenhaus. Unsere Dienstleistungen orientieren sich an Ihren Ansprüchen und Bedürfnissen! Unser Leistungsspektrum reicht von der Einzelreparatur bis hin zur ganzheitlichen Bewirtschaftung - unserem rundum sorglos Paket Ihrer Geräte und Anlagen. Wir sorgen für eine hohe Verfügbarkeit und Sicherheit Ihres medizinischen Geräteparks. Ein weiterer wichtiger Leistungsbaustein der HERME□ ist die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen. Unser kompetentes Team begleitet Sie bei der Umsetzung Ihres internen oder externen Qualitätsmanagementsystems (KTQ-Zertifizierung, DIN ISO-Zertifizierung) im Bereich Medizintechnik. Qualität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit! Mit unserer mehr als 40-jährigen Krankenhauserfahrung garantieren wir Ihnen eine hohe fachliche Kompetenz in der Bewirtschaftung Ihrer Gerätetechnik und den klinischen Betriebsabläufen. Die herstellerunabhängige Dienstleistung in den Bereichen Service, Planung und Beratung ist dabei ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Die HERME□ ist Ihr herstellerunabhängiger Partner in der Medizintechnik! Gerne übersenden wir Ihnen weitere Informationen. Senden Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns direkt an. Marnheimer Straße 63 A I 67292 Kirchheimbolanden Tel.: 063524016-0 I Fax: 06352 4016-10 info@hermed.de I www.hermed.de Wie sehen die Pläne für den Standort Eberbach aus? Alexander Teufel: Wir möchten den Standort Eberbach stabil, attraktiv und zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehören eine verlässliche Patientenversorgung, starke Teams und die Bereitschaft, neue Wege im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten. Zum Schluss noch eine private Frage: Wie entspannen Sie vom oft doch stressigen Klinikalltag? Alexander Teufel: In meiner Freizeit finde ich im Ausdauersport einen wichtigen Ausgleich zum Berufsalltag. Bewegung hilft mir, abzuschalten und neue Energie zu tanken. Besonders gerne bin ich gemeinsam mit meiner Familie aktiv – ob beim Mountainbiken oder Joggen. Gerade das Laufen in der Natur und durch den Wald gibt mir zusätzlich Ruhe und die Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. Sarah Kumbier: Ich verbringe meine freie Zeit am liebsten an der frischen Luft – in Bewegung, beim Sport, mit der Familie oder Freunden. Meine Familie spielt natürlich eine große Rolle für mich. Neben der Arbeit verbringen wir gemeinsam Zeit bei verschiedenen Aktivitäten – das kann variieren von einem gemütlichen Nachmittag im Garten bis hin zu diversen Ausflügen oder Reisen. Ausgedehnte Touren auf meinem Rennrad oder auch das Joggen sind für mich der optimale Ausgleich zur Arbeit. NL Sarah Kumbier hat Wirtschaftspsychologie an der SRH Hochschule Heidelberg studiert und eine Weiterbildung zum personenzentrierten Coach absolviert. In mehreren namhaften Unternehmen sammelte sie im Personalbereich Erfahrung, mit dem Schwerpunkt auf der Förderung und Begleitung von Mitarbeitenden. Vor ihrem Einstieg in die GRN im Jahr 2021 war Sarah Kumbier als Personalreferentin in einem privaten Pflegedienst tätig. Lebenslauf: Sarah Kumbier Alexander Teufel fing 2008 mit der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in der GRN-Klinik Eberbach an. Im Anschluss folgten eine Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie und die Weiterbildung zum Fachwirt für Gesundheit und Soziales. Er arbeitete als Prozess- und Projektmanager in der Klinik Eberbach und absolvierte berufsbegleitend ein Bachelor-Studium „Management von Gesundheitseinrichtungen”. Lebenslauf: Alexander Teufel
12 | GRNPLUS | Seniorenzentrum Schwetzingen Mehr Wohnqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden einen moderneren Arbeitsplatz vor: Seit dem Frühjahr 2025 wird das GRNSeniorenzentrum Schwetzingen bei der GRN-Klinik saniert. Zeit, zu schauen, wie weit die Umbaumaßnahmen sind. Martina Burger ist zufrieden. Soweit läuft alles nach Plan bei den Umbauten im GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen. „Voraussichtlich im August, aber auf jeden Fall in der zweiten Jahreshälfte werden wir hier die Renovierungsarbeiten final abgeschlossen haben“, sagt die Heimleiterin. Seit Frühjahr 2025 wird im „Haus am Schlossgarten“, wie das Seniorenzentrum auch genannt wird, umgebaut, saniert und renoviert. „Seit dem Bestehen des Hauses, also seit 1999, gab es immer wieder kleinere Sanierungsarbeiten. Doch im Zuge der Heimbauverordnung (Anm. d. Red., siehe Kasten) war es jetzt an der Zeit, größere Umbauten vorzunehmen“, erklärt Burger. Moderner, attraktiver ist das Seniorenzentrum nun, die Bewohnerinnen und Bewohner genießen eine noch höhere Wohnqualität. Ziel der Umbauten war es zudem, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz zu sichern. Zwei der drei Wohnbereiche wurden bereits renoviert, der dritte ist gerade eine „Großbaustelle“ – die Bereiche sind auf dem neuesten Stand, was Technik und Brandschutz angeht. Die Bodenbeläge sind neu, einige Fenster im Frontbereich wurden ausgetauscht und Decken zum Teil abgehängt. Die Beleuchtung ist auf energieeffiziente LED-Beleuchtung umgestellt, die Schwesternrufanlage zusammen mit der Elektroverteilung erneuert und Foto: GRN Bereit für die Pflege von morgen Modern und stilvoll ist die Einrichtung des Seniorenzentrums. | Foto: GRN
13 | GRNPLUS | Seniorenzentrum Schwetzingen Die LHeimBauVO regelt, wie Gebäude für Pflegeeinrichtungen und ähnliche Wohnformen gebaut und ausgestattet sein müssen. Ziel ist es, Sicherheit, Barrierefreiheit und eine angemessene Wohnqualität für die Bewohnenden zu gewährleisten. Wichtige Punkte: • Vorgaben zu Raumgrößen und Ausstattung (z. B. Einzelzimmer, Sanitärbereiche) • Anforderungen an Barrierefreiheit (z. B. Aufzüge, breite Türen) • Regelungen zum Brandschutz und zur Sicherheit • Standards für Gemeinschafts- und Aufenthaltsbereiche Kurz gesagt: Die LHeimBauVO sorgt dafür, dass Pflege- und Betreuungseinrichtungen sicher, funktional und menschenwürdig gestaltet sind. LHeimBauVO (Landes-Heimbauverordnung) Klimageräte in Bewohnerzimmern sowie Aufenthalts- und Diensträumen sind installiert. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach in der Bodelschwinghstraße 10/1 ist ebenfalls fertig. Auch kosmetisch gab es ein Make-Over: Neue Wandgestaltungen, neue Vorhänge und zum Teil neues Mobiliar erzeugen eine angenehmere Atmosphäre – modern und ansprechend. Das „Zuhause fühlen“ steht im Fokus Genau das sieht die erwähnte Heimbauverordnung, amtlich LHeimBauVO, vor: Die Gestaltung soll sich an der „Erhaltung von Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität orientieren“. Damit ist auch vorgeschrieben, dass es keine Doppelzimmer mehr für die vollstationäre Pflege geben soll, nur noch Einzelzimmer. Höchstens zwei Einzelzimmer sollen sich eine Nasszelle, also Dusche, WC und Waschbecken teilen, Wohngruppen dürfen nur aus einer bestimmten Personenzahl bestehen und jede Wohngruppe muss ihren eigenen Speisebereich haben. „Das ist sinnvoll“, so Burger, die erklärt: „Viele der älteren Menschen haben vorher alleine zu Hause gewohnt. Für sie ist ein riesiger Speisesaal mit vielen anderen Personen oft überfordernd.“ Installiert wurden darüber hinaus Access Points, damit jede Bewohnerin und jeder Bewohner über WLAN im eigenen Zimmer verfügt. Damit sich die Menschen im Seniorenzentrum wohlfühlen, sollten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen vorfinden. Das Zentrum wurde 1999 unter der Leitung des Architekten Jürgen Roth gebaut. Dieser ist jetzt, über 25 Jahre später, wieder federführend an den Sanierungen beteiligt. „Das war damals schon gut durchdacht, denn das Dienstzimmer Pflegerinnen und Pfleger ist in der Mitte platziert. Von diesem Kernpunkt gehen drei nicht allzu lange Flure zu den Bewohnerräumen ab. Eine der wichtigsten Erneuerung ist mit Sicherheit die Klimatisierung aller Räume“, so Burger. Gerade in den Sommermonaten stellt die Hitze eine hohe Belastung für die teils hochbetagten Bewohnerinnen und Bewohner dar. „Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich auf die angenehmen Temperaturen in den Innenräumen, sollte der Sommer wieder heiß werden. Darüber hinaus dient es auch der Medikamentensicherheit, wenn Arzneimittel bei Zimmertemperatur gelagert werden“, weiß Martina Burger. Baumaßnahmen in einem laufenden Betrieb wie dem Seniorenzentrum sind oft ein großer Kraftakt und stellen Architekten, Bauarbeiter, Heim-Mitarbeiter und die Heim-Bewohner vor Herausforderungen. In Schwetzingen hat die Koordination von Baustelle und Betrieb gut geklappt. „Dadurch, dass Stockwerk für Stockwerk bearbeitet wurde, gab es für Bewohner und Mitarbeiter kaum Einschränkungen“, Viel Platz bieten die Zimmer für eine schöne Wohnatmosphäre. | Foto: GRN
14 | GRNPLUS | Seniorenzentrum Schwetzingen Unser Angebot auf einen Blick • Wohnen, Pflege und medizinische Versorgung • 63 Plätze vollstationäre Pflege in 63 Einzelzimmern • 8 Plätze Kurzzeitpflege in Doppelzimmern • Verpflegung aus der benachbarten Klinik-Küche (alle Kostformen, u. a. Diät- und Schonkost) • unmittelbare Anbindung an die benachbarte GRN-Klinik und die GRN-Klinik für Geriatrische Reha- bilitation Schwetzingen sowie die dort ansässigen Facharztpraxen • enge Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten vor Ort • Kooperation mit einer geronto- psychiatrischen Arztpraxis • Beschäftigungs- und Bewegungstherapie • Spiel-, Musik- und Gesprächs- gruppen • gemeinsame Veranstaltungen, Spaziergänge und Ausflüge • regelmäßige Andachten, Besuche in der Klinik-Kapelle möglich; enge Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden • Friseursalon im Haus • Vermittlung von Fußpflege, Physiotherapie und Logopädie Seniorenzentrum Schwetzingen freut sich Burger. All das bedurfte natürlich genauer Planung und Absprachen. „Wenn die Arbeiten eine fünfstündige Stromabschaltung nötig machten, haben wir diese so geplant, dass sie den routinierten Tagesablauf der Mitarbeiter und der Bewohner nicht allzu sehr stört und beeinträchtigt.“ Nicht zu vermeiden ist natürlich die Geräuschkulisse, wenn gebohrt, gehämmert und gesägt wird. „Aber die Lärmbelästigung hatten wir uns im Vorfeld schlimmer vorgestellt“, erzählt die Heimleiterin. Zum Schutz der Bewohner wurde auch hier darauf geachtet, dass die Mittagsruhe eingehalten wird. Alles im Plan Seit über einem Jahr finden sich jede Woche Bauleitung, Gewerke und Heimleitung zum Jour fixe ein, um den Status Quo und die nächsten Schritte zu besprechen. Dabei liegt die Modernisierung gut im Zeitplan, der GRN-Aufsichtsrat hat die Sanierungsmaßnahmen bereits begutachtet. Und auch finanziell bleibe man im Rahmen, sagt Burger. Das nötige Umbauvorhaben ist mit 2,6 Millionen Euro, die das GRN-Seniorenzentrum zahlen muss, kalkuliert. Das neue Seniorenzentrum Schwetzingen kann sich sehen lassen und ist bereit für die Pflege der Zukunft. Einen Wunsch hat Martina Burger aber noch: „Mit diesen tolMartina Burger | Foto: GRN len Bedingungen am Arbeitsplatz hoffen wir, dass wir auch viele neue Fach- und Hilfskräfte gewinnen können.“ NL Mehr Informationen zur Seniorenzentrum: www.grn.de Die Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie ab Seite 31. Gut zu wissen Langzeitpflege/ Kurzzeitpflege Der Hauptunterschied zwischen Während die Kurzzeitpflege eine zeitlich begrenzte Übergangslösung ist, handelt es sich bei der Langzeitpflege um eine dauerhafte oder langfristige Betreuung. Alles im Blick haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GRN-Seniorenzentrums. | Foto: GRN
Nicht alle, aber viele Wege führen Patientinnen und Patienten in die Chirurgie der GRN-Klinik Sinsheim. Vom Leistenbruch bis zum Darmkrebs lauten die Diagnosen, die Dr. Matthias Hassenpflug mit seinem Team behandelt. Die Abteilung der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie nimmt Eingriffe bei Krebsleiden vor, führt minimal-invasive Operationen durch; Hernien-Chirurgie bei Leisten- und Bauchwandbrüchen, Operationen der Schilddrüse, proktologische sowie Darm-Operationen stehen auf dem OP-Plan. Doch auch bei den „Alleskönnern“ gibt es Spezialisierungen. So hat das Team rund um Chefarzt Dr. Matthias Hassenpflug eine besonders hohe Expertise im Bereich der Hernienchirurgie. Hernienchirurgie bezeichnet die operative Versorgung der verschiedenen Bauchwandbrüche, die man sich als Aussackung der Bauchdecke von innen nach außen vorstellen kann. Häufige Brucharten sind zum einen die äußeren Bauchwandbrüche wie Leistenbrüche, Nabelbrüche und Narbenbrüche sowie innere Brüche wie der Zwerchfellbruch, bei dem es eine Aussackung vom Bauchraum in den Brustraum gibt. Die Chirurgen rund um Dr. Hassenpflug müssen eingreifen, wenn der Patient Schmerzen hat oder die Gefahr besteht, dass Brüche und Lücken schwere Komplikationen nach sich ziehen können. „Bei Bauchwandbrüchen gibt es zum Beispiel in der Bauchdecke eine Lücke oder eine Schwachstelle zwischen der Muskulatur. Durch diese Lücke schiebt sich dann Gewebe aus dem Bauchinneren“, erklärt der Experte. „Diese Brüche verursachen der Patientin, dem Patienten entweder Schmerzen oder Ein weites Feld mit Spezialisten sie können dazu führen, dass sich der Darm in die Muskellücke zwängt und dadurch ein Teil des Darms abstirbt. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Bauchfellentzündung und einer Sepsis“, so Dr. Hassenpflug. Dem erfahrenen Chirurgen ist wichtig, das Vorgehen immer gemeinsam mit dem Patienten zu besprechen – eine OP erfolgt nur, wenn sie wirklich nötig ist. Dabei kommen in der Allgemeinchirurgie der GRN-Klinik Sins- heim alle modernen endoskopischen und offenen Verfahren zum Einsatz. Die Operateure wählen je nach Größe und Art des Bruches das geeignete Operationsverfahren. Da wäre zum einen das konventionell offene Verfahren, bei dem im Bauchbereich ein Foto: GRN Foto: GRN 15 | GRNPLUS | Chirurgie Sinsheim
16 | GRNPLUS | Sinsheim Dr. Matthias Hassenpflug | Foto: GRN Schnitt gesetzt wird und der Operateur von außen an den Bruch herangeht, um mit einem sogenannten Herniennetz den geschwächten Bereich zu stabilisieren. Herniennetze sind elastische Kunststoffnetze, die dauerhaft im Körper bleiben und im Laufe der Zeit mit dem natürlichen Bindegewebe verwachsen. Eine sehr hohe Expertise haben die Ärztinnen und Ärzte in Sinsheim auch im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie. Hier wird mittels der Schlüssellochtechnik und mithilfe eines Bildschirms aus dem Bauchinneren operiert und von dort aus die Schwachstellen oder Lücken von innen verschlossen. Dabei führen die Operateure eine Kamera und spezielle Instrumente über schlüssellochgroße Schnitte zu der entsprechenden Stelle. Vorteile dieser Operationsweise sind ein geringeres Gewebetrauma, weniger Schmerzen und ein geringeres Risiko für Infektionen. „Jährlich operieren wir circa 450 Bauchwandbrüche. Und das in den meisten Fällen ambulant. Die Patienten kommen morgens in die GRN-Klinik, werden operiert und können am Nachmittag wieder nach Hause. Der Vorteil gegenüber einer chirurgischen Praxis: War die OP doch größer oder hat der Patient Schmerzen, gibt es die Möglichkeit, ihn stationär aufzunehmen“, so Dr. Hassenpflug. Das Aufgabengebiet geht aber weit über die Hernienchirurgie hinaus. Die Abteilung der Chirurgiebehandelt zahlreicheErkrankungen von Organen im Bauchinneren. Häufige Eingriffe sind neben Gallenblasenentfernungen insbesondere Operatio- nen am Magen-Darm-Kanal, also Magen, Dünndarm, Dickdarm und Enddarm. Besonders häufig werden dabei kolorektale Operationen durchgeführt. Der Begriff „kolorektal“ setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: „kolo-“ steht für den Dickdarm (medizinisch: Kolon), „rektal“ bezieht sich auf den Enddarm (medizinisch: Rektum). Insgesamt werden in Sinsheim jährlich etwa 120 Operationen durchgeführt, bei denen Teile des Dick- oder Enddarmes entfernt werden. Im Bereich der kolorektalen Chirurgie gibt es zwei Bereiche, wie Dr. Hassenpflug erklärt. Zum einen kommen Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Divertikulitis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in die GRN-Klinik Sinsheim. „Zum anderen operieren wir Patienten mit kolorektalen Karzinomen, also Dickdarm- oder Enddarmkrebs.“ Dr. Hassenpflug lernt die Patienten in der Regel kennen, nachdem diese eine Darmspiegelung bei den Kolleginnen und Kollegen der Gastroenterologie bekommen haben. Oder dem Operateur liegen CT- und MRT-Bilder aus der Radiologie vor. „Wir besprechen mit dem Patienten, ob weitere Untersuchungen nötig sind, oder wir beraten, ob und wie man operieren kann. Dann geht es ganz konkret um die Operationsvorbereitung“, so Dr. Hassenpflug. Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen unabdingbar Egal, ob nun CED (chronisch-entzündliche Darmer- krankung) oder eineKrebs- werkrankung diagnostiziert ist, in allen Fällen ist interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt. Denn die Wege der Patienten in die Klinik sind ganz unterschiedlich. Manche werden vom Hausarzt in die Chirurgie überwiesen, andere von Gastroenterologen und Onkologen zu den Kollegen geschickt. Viele kommen mit Termin in die Sprechstunden, andere werden als Notfälle eingeliefert. „Unsere Aufgabe als Klinik besteht darin, die Befunde zu überprüfen und zu überlegen, in welcher Abteilung im Krankenhaus der PaDr. Matthias Hassenpflug mit Kollegen auf dem Weg zur Visite. | Foto: GRN
17 | GRNPLUS | Chirurgie Sinsheim 7JAHRE tient richtig aufgehoben ist oder welche Fachabteilungen gemeinsam behandeln sollten“, so Dr. Hassenpflug. Im Falle einer Krebserkrankung trifft sich wöchentlich das sogenannte Tumorboard. Hier sitzen Fachärztinnen und Fachärzte aus den Gebieten der Gastroenterologie, der Chirurgie, der Radiologie und der Onkologie zusammen und besprechen die einzelnen Patienten und deren individuelle Therapiepläne. „Die Zusammenarbeit ist sehr eng – es wird gemeinsam festgelegt, wie behandelt wird, in welcher Reihenfolge die Behandlung erfolgt“, verdeutlicht Dr. Hassenpflug. „Gerade mit den Gastroenterologen sind wir im engen Austausch, denn beide Abteilungen behandeln den Darmkrebs. Eine exakte Abstimmung ist für die Therapie und somit für den Patienten wichtig. Denn jede Patientin, jeder Patient ist individuell. In der Klinik können wir uns untereinander direkt und ohne Umwege informieren und absprechen.“ Operiert werden die meisten kolorektalen Tumore auch minimalinvasiv. „Die Wahl der Operationsmethode hängt weniger mit der Größe des Tumors zusammen, sondern davon, ob benachbarte Organe betroffen sind oder ob der Patient zuvor bereits Operationen in der Bauchhöhle hatte“, gibt Dr. Hassenpflug einen Einblick in den OP-Saal. Bei geplanten Operationen können etwa 90 Prozent der Patienten mit dieser schonenden Operationsmethode behandelt werden. „Bei der Operation, egal ob diese minimalinvasiv oder offen durchgeführt wird, werden der Tumor und das angrenzende Gewebe entfernt. Denn wichtig für den Patienten ist es, dass wir alle Lymphknoten entfernen, die zu dem betroffenen Darmstück gehören. In den Lymphknoten könnten sich nämlich Tumorzellen befinden.“ Die Kunst des Operierens, die in Sinsheim par excellence beherrscht wird, besteht darin, Nerven und umliegende Organe zu schonen. Nach dem Entfernen des Tumors und des betroffenen Darmabschnitts werden die beiden Dickdarm-Teile über eine Naht wieder miteinander verbunden. Die Schlüssellochtechnik ist dabei genauso „radikal“, wie Dr. Hassenpflug es nennt, wie Operationen mit Bauchschnitt. „Es werden keine Kompromisse gemacht, wenn es um die Gründlichkeit bei den Operationen geht.“ Zukünftiges Darmzentrum in Schwetzingen Im Rahmen der Neuausrichtung GRN4Future soll die Fachkompetenz auf diesem und in anderen medizinischen Bereichen künftig gebündelt werden. So wird ein Darmzentrum mit dem Fokus auf viszerale Darmchirurgie in der GRN-Klinik Schwetzingen aufgebaut. Auf die Expertise von Dr. Hassenpflug muss aber kein Patient verzichten. „Die Operationen sollen von den Operateuren ausgeführt werden, die den Patienten kennen – also: Kommt ein Patient mit der Diagnose Darmkrebs in die GRN-Klinik Sinsheim, wird er hier von uns über die OP aufgeklärt und wir führen die Operationsvorbereitung durch. Operieren werden wir Sinsheimer den Sinsheimer Patienten dann in Schwetzingen.“ NL Mehr Informationen zur Fachdisziplin unter: www.grn.de Die Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie ab Seite 28.
18 | GRNPLUS | Geburtshilfe Weinheim An die 750 Babys erblicken jedes Jahr in der GRN-Klinik Weinheim das Licht der Welt. Und in den meisten Fällen kennen sich Eltern, Hebammen und Ärztinnen schon länger, bevor es in den Kreißsaal geht. Denn die Geburtshilfe in der GRN-Klinik Weinheim legt den Fokus auf die familienorientierte Geburtshilfe. Die Ärztinnen, Pflegekräfte und Hebammen möchten die Familien auf dem Weg von Schwangerschaft über Geburt bis zum Wochenbett begleiten. „Bei uns stehen die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Eltern und des Kindes im Vordergrund“, erklärt Dr. Lelia Bauer, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe in Weinheim. Dr. Natalia von Fürstenberg, Oberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, ist besonders stolz, dass die Abteilung seit 14 Jahren die Zertifizierung „babyfreundliche Geburtsklinik“ trägt. Die zehn Schritte, die es für dieses Siegel braucht (siehe Grafik), sind in Weinheim längst eine Selbstverständlichkeit. „Wir achten auf das Bonding zwischen Mutter und Kind direkt nach der Geburt – egal ob bei der natürlichen Geburt oder dem Kaiserschnitt.“ Die Bindungsförderung zwischen Mutter und Kind habe Priorität, das Stillen wird aktiv gefördert, aber genauso werden die Mütter unterstützt, die ihrem Baby nicht die Brust geben. „Bei uns endet die Geburt nicht im Kreißsaal“ Für die Rund-um-Versorgungen der werdenden Familie braucht es neben dem ärztlichen und pflegerischen Fachpersonal die Hebammen, die unentbehrlich für eine Geburtsstation sind. Julia Knappenberger ist eine von insgesamt 14 Geburtshelferinnen, die in der GRN-Klinik Weinheim den Schwangeren und jungen Müttern zur Seite stehen. Knappenberger und ihre Kolleginnen arbeiten im Drei-Schicht-System, ein Rufdienst steht jederzeit zur Verfügung. Es sind vor allem die Hebammen, die schon früh den Kontakt mit der werdenden Mutter haben. Im Rahmen der Elternschule Weinheim gibt es ein vielfältiges Kursangebot von unterschiedlichen Geburtsvorbereitungskursen, Säuglingspflege, Rückbildungsgymnastik. Die Hebammen bieten eine eigene Hebammensprechstunde an und regelmäßig finden Kreißsaalführungen in der GRN-Klinik und Infoveranstaltungen für werdende Eltern statt. „In den Sprechstunden sehen wir die Geburtspläne, also die Wünsche der Eltern für die Geburt, und diese sind bei uns Teil des Alltags und längst Standard“, sagt Hebamme Knappenberger. „Wir beachten diese Wünsche automatisch.“
19 | GRNPLUS | Geburtshilfe Weinheim Genaue Termine, Uhrzeiten, Räumlichkeiten und mehr finden Sie unter www.grn.de/weinheim Stillcafé: Eingeladen sind Eltern, die sich untereinander austauschen oder beraten lassen möchten. Es sind ausdrücklich auch nicht stillende Mütter willkommen. Crashkurs Geburtsvorbereitung für Paare: Hier erhalten werdende Eltern innerhalb von acht Stunden alle wichtigen Informationen rund um die Geburt. Infoveranstaltung für werdende Eltern: Alle wichtigen Informationen rund um die Geburt und das Wochenbett erhalten Interessierte an diesem Infoabend. Geburts-Refresher für Mehrgebärende mit Partner: Dieser kompakte Auffrischungskurs richtet sich an Schwangere, die bereits ein oder mehrere Kinder geboren haben und sich gezielt auf die kommende Geburt vorbereiten möchten. Säuglingspflegekurs: Gemeinsam mit Expertinnen wird über Ernährung, Schlaf, Hygiene und den Umgang mit den ersten Herausforderungen mit einem Säugling gesprochen. Rückbildungskurs Outdoor: Kräftigung von Beckenboden, Bauch, Po und Rückenmuskulatur nach der Geburt stehen hier im Fokus. Termine Foto: GRN Dr. von Fürstenberg bestätigt: „Wir lassen die Nabelschur zum Beispiel immer auspulsieren.“ Dr. Bauer verweist auf die unterdurchschnittliche Kaiserschnitt-Rate in Weinheim: „Wir unterstützen gerne jede Frau, die natürlich gebären will.“ Möglich ist das durch die individuelle Betreuung der Schwangeren. „Wir nehmen uns Zeit.“ Knappenberger kennt die Fragen und auch Unsicherheiten werdender Eltern und kann viele unnötigen Sorge nehmen. „Wir kooperieren sehr eng mit den Kinderärzten der Uniklinik. Die Neugeborenen werden im Rahmen der täglichen Visite von den Fachkollegen untersucht.“ Auch für das häusliche Wochenbett stehen einige Hebammen freiberuflich und auf Anfrage den jungen Eltern beiseite: Wie bade ich das Baby? Warum klappt das Stillen nicht? Die Hebammen wissen Rat. Und Dr. Bauer bringt es auf den Punkt: „Bei uns beginnt und endet die Geburt nicht im Kreißsaal.“ Neben den Menschen, die die Paare auf dem Weg zum Elternwerden begleiten, ist auch die Atmosphäre in einer Klinik entscheidend. Die GRN-Klinik Weinheim setzt auch hier auf absolute Familienfreundlichkeit, auf eine Umgebung, in der sich jeder geborgen und wohl fühlt. „Ambulante Entbindungen sind bei uns möglich. Doch viele frischgebackene Eltern fühlen sich bei uns so wohl, sie schätzen die Expertise und möchten gerne im Wochenbett hier versorgt werden“, erzählen Dr. Fürstenberg und Julia Knappenberger. Das sogenannte Rooming-in ermöglicht es den jungen Eltern Tag und Nacht mit ihrem Kind zusammen zu sein und sich als Familie von Anfang an kennenzulernen. Es gibt darüber hinaus Familienzimmer, in denen nicht nur der Partner/die Partnerin übernachten können, sondern auch die Geschwisterkinder. Die Stationszimmer wurden renoviert, jedes Zimmer hat seinen eigenen Nassbe-
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