8 | GRNPLUS | Landrat Manuel Just Manuel Just mit Ehefrau Stefanie Just, Frank Werner (l.) und dem ehemaligen Landrat Stefan Dallinger (r.) | Fotos: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Manuel Just ist seit Mai neuer Landrat des Rhein-Neckar-Kreises und Vorsitzender des GRNAufsichtsrats. Im Interview spricht er über seine Pläne für den Landkreis und den GRN-Verbund. Herr Just, gab es von Ihrem Vorgänger Stefan Dallinger eine Einarbeitung im klassischen Sinn? Manuel Just: Ich wurde von meinem Vorgänger Stefan Dallinger strukturiert eingearbeitet und übernehme ein hervorragend aufgestelltes Haus. Dieses gilt in es in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln. Dabei werde ich gewiss nicht alles auf den Kopf stellen, sondern Dinge genau hinterfragen. Wir werden jeden Stein umdrehen und Dinge erneut bewerten. Veränderungen gibt es aber nur, wenn neue Lösungen tatsächlich Besserung versprechen. Welche Themen stehen ganz oben auf der Liste? Manuel Just: Kernthemen, denen wir uns besonders widmen, werden neben Gesundheit die Bereiche Klimaschutz, Bildung, Mobilität und Wirtschaftsförderung sein, weil diese das Leben der Bewohner im Rhein-Neckar-Kreis unmittelbar beeinflussen. Die größte Herausforderung wird die Haushaltskonsolidierung sein. Um Prozesse künftig effizienter zu gestalten, möchte ich die Bereiche Digitalisierung und KI weiterentwickeln und für uns nutzen. Ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau Eines der wichtigsten Themen ist auch im bevölkerungsreichsten Landkreis Baden-Württembergs Gesundheit und speziell das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG). Was sagen Sie zur geplanten Neuausrichtung GRN4Future? Manuel Just: Die GRN-Kliniken in Sinsheim, Schwetzingen, Weinheim und Eberbach haben in den vergangenen Jahren Millionendefizite verzeichnet. Eine Neuausrichtung unter dem Titel „GRN4Future“ soll sie zukunftsfest machen. Die vier GRN-Kliniken in ruhigeres Fahrwasser zu steuern, wird eine der ersten großen Herausforderungen werden. Ziel ist es, alle vier Standorte zu erhalten und dort auch künftig eine ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau anzubieten. Dies wird nur dann gelingen, wenn Bund und Länder endlich wieder ihren Verpflichtungen gerecht werden. Die Gesundheit der Menschen und die wirtschaftliche Ausrichtung der Krankenversorgung dürfen kein Spielball politischer Ebenen sein. Eine private Frage: Wo ist Ihr Lieblingsort im Rhein-Neckar-Kreis? Manuel Just: Einen einzigen Lieblingsort zu nennen, fällt mir im Rhein-Neckar-Kreis schwer. Dafür ist unser Landkreis zu vielfältig. Ich genieße den Blick von den Höhen des Odenwalds ebenso wie die Weite der Rheinebene, schlendere gerne durch die historischen Ortskerne unserer Städte und Gemeinden oder bin auf den Wanderwegen entlang der Bergstraße unterwegs. Besonders schätze ich Orte, an denen man die Lebensqualität und den Zusammenhalt in unserem Kreis spürt – sei es bei einer Veranstaltung oder einem Fest in den Kommunen vor Ort oder in der Natur. Genau diese Vielfalt macht den Rhein-Neckar-Kreis und seine Städte und Gemeinden für mich zu einem ganz besonderen Ort. Das ausführliche Interview finden Sie unter www.grn.de
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