GRNplus 1 / 2026

5 | GRNPLUS | Neubau Sinsheim gemacht. Spätestens nach diesem Tag waren alle „on fire“ und brennen darauf, das Gebäude schon bald mit Leben zu füllen. Baubeginn war 2024, drei Jahre Bauzeit sind eigeplant. Ist 2027 die Fertigstellung in Sicht? Stephanie Linß: Ja, erfreulicherweise ist das so, was bei Projekten vergleichbarer Größenordnung ja nicht immer der Fall ist. Einer der Schlüssel zum Erfolg liegt vermutlich in einem strukturierten Projektmanagement. Initiiert wurde das Projekt bei einem Architektenwettbewerb im Jahr 2020. Offizieller Projektstart war im Mai 2021 mit einer fast 1000-tägigen Planungsphase. Von Beginn an gab es alle 14 Tage Besprechungen mit den Architekten, den Fachplanern, allen in der Klinik beteiligten Personen sowie der Projektsteuerung. Den 100. dieser sogenannten „Bauherren Jourfixes“ haben wir Ende November abgehalten und dies ausnahmsweise nicht als Videokonferenz, sondern als Präsenztermin vor Ort mit anschließender gemeinsamer Baustellenbegehung und einem kleinen Umtrunk zur Feier des Tages. Das ganze Team arbeitet hervorragend zusammen. Der Zeitplan sieht eine Schlüsselübergabe im Frühjahr 2027 vor, und wir sind zuversichtlich, dass dies auch so kommen wird. Neben der Zeit sind auch immer die Kosten ein Faktor. Liegen diese noch im angestrebten Rahmen? Stephanie Linß: Ja, auch das ist bei Projekten dieser Größenordnung mit insgesamt 141 Millionen Euro nicht selbstverständlich, aber Stand heute sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mit den Vergabeergebnissen aus den öffentlichen Ausschreibungen im genehmigten Budget liegen. In der Endphase eines solchen Bauprojektes kommt es erfahrungsgemäß noch zu einigen Nachträgen, also abschließend beurteilen kann man dies erst, wenn ein Schlussstrich unter die Endabrechnungen gezogen wurde. Aber wir sind guter Dinge, dass wir eine ziemliche Punktlandung hinlegen könnten. Ergaben sich im Laufe der Baumaßnahmen noch Änderungen? Gibt es neue, andere Ideen, die vom ursprünglichen Bauplan abweichen? Stephanie Linß: Tatsächlich gab es einige Punkte, die sich im Laufe der vergangenen Jahre gegenüber den ersten Überlegungen im Architektenwettbewerb und auch gegenüber der fertigen Ausführungsplanung geändert haben. Die weiter voranschreitende Ambulantisierung hatten wir bereits kommen sehen und in den Plänen frühzeitig mit weiteren Räumlichkeiten für ambulante Sprechstunden und tagesklinischen Strukturen berücksichtigt. Die Zentrale Notaufnahme haben wir nochmals überplant. Die Extrarunde hat sich gelohnt, nun wirkt es für alle Nutzer viel stimmiger. Eine weitere wesentlich Veränderung kommt aus dem für den GRN-Verbund entwickelten Medizinkonzept GRN4Future. Dieses berücksichtigt die Konzentrationsprozesse innerhalb des Verbunds und sieht für Sinsheim unter anderem einen kardiologischen Schwerpunkt vor. Dafür braucht es am Standort ein zweites Herzkatheterlabor. Dies läuft als nachgelagertes, paralleles Projekt an, sodass dies mit vermutlich wenig Zeitverzug zum Neubau ebenfalls 2027 bezogen werden kann. Stephanie Linß | Foto: GRN Die Großbaustelle des neuen GRN- Funktionsbaus nimmt Gestalt an. 2027 soll er in Betrieb gehen. | Foto: GRN

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