GRNplus 1 / 2026

13 | GRNPLUS | Seniorenzentrum Schwetzingen Die LHeimBauVO regelt, wie Gebäude für Pflegeeinrichtungen und ähnliche Wohnformen gebaut und ausgestattet sein müssen. Ziel ist es, Sicherheit, Barrierefreiheit und eine angemessene Wohnqualität für die Bewohnenden zu gewährleisten. Wichtige Punkte: • Vorgaben zu Raumgrößen und Ausstattung (z. B. Einzelzimmer, Sanitärbereiche) • Anforderungen an Barrierefreiheit (z. B. Aufzüge, breite Türen) • Regelungen zum Brandschutz und zur Sicherheit • Standards für Gemeinschafts- und Aufenthaltsbereiche Kurz gesagt: Die LHeimBauVO sorgt dafür, dass Pflege- und Betreuungseinrichtungen sicher, funktional und menschenwürdig gestaltet sind. LHeimBauVO (Landes-Heimbauverordnung) Klimageräte in Bewohnerzimmern sowie Aufenthalts- und Diensträumen sind installiert. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach in der Bodelschwinghstraße 10/1 ist ebenfalls fertig. Auch kosmetisch gab es ein Make-Over: Neue Wandgestaltungen, neue Vorhänge und zum Teil neues Mobiliar erzeugen eine angenehmere Atmosphäre – modern und ansprechend. Das „Zuhause fühlen“ steht im Fokus Genau das sieht die erwähnte Heimbauverordnung, amtlich LHeimBauVO, vor: Die Gestaltung soll sich an der „Erhaltung von Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität orientieren“. Damit ist auch vorgeschrieben, dass es keine Doppelzimmer mehr für die vollstationäre Pflege geben soll, nur noch Einzelzimmer. Höchstens zwei Einzelzimmer sollen sich eine Nasszelle, also Dusche, WC und Waschbecken teilen, Wohngruppen dürfen nur aus einer bestimmten Personenzahl bestehen und jede Wohngruppe muss ihren eigenen Speisebereich haben. „Das ist sinnvoll“, so Burger, die erklärt: „Viele der älteren Menschen haben vorher alleine zu Hause gewohnt. Für sie ist ein riesiger Speisesaal mit vielen anderen Personen oft überfordernd.“ Installiert wurden darüber hinaus Access Points, damit jede Bewohnerin und jeder Bewohner über WLAN im eigenen Zimmer verfügt. Damit sich die Menschen im Seniorenzentrum wohlfühlen, sollten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen vorfinden. Das Zentrum wurde 1999 unter der Leitung des Architekten Jürgen Roth gebaut. Dieser ist jetzt, über 25 Jahre später, wieder federführend an den Sanierungen beteiligt. „Das war damals schon gut durchdacht, denn das Dienstzimmer Pflegerinnen und Pfleger ist in der Mitte platziert. Von diesem Kernpunkt gehen drei nicht allzu lange Flure zu den Bewohnerräumen ab. Eine der wichtigsten Erneuerung ist mit Sicherheit die Klimatisierung aller Räume“, so Burger. Gerade in den Sommermonaten stellt die Hitze eine hohe Belastung für die teils hochbetagten Bewohnerinnen und Bewohner dar. „Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich auf die angenehmen Temperaturen in den Innenräumen, sollte der Sommer wieder heiß werden. Darüber hinaus dient es auch der Medikamentensicherheit, wenn Arzneimittel bei Zimmertemperatur gelagert werden“, weiß Martina Burger. Baumaßnahmen in einem laufenden Betrieb wie dem Seniorenzentrum sind oft ein großer Kraftakt und stellen Architekten, Bauarbeiter, Heim-Mitarbeiter und die Heim-Bewohner vor Herausforderungen. In Schwetzingen hat die Koordination von Baustelle und Betrieb gut geklappt. „Dadurch, dass Stockwerk für Stockwerk bearbeitet wurde, gab es für Bewohner und Mitarbeiter kaum Einschränkungen“, Viel Platz bieten die Zimmer für eine schöne Wohnatmosphäre. | Foto: GRN

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