17 | GRNPLUS | Chirurgie Sinsheim 7JAHRE tient richtig aufgehoben ist oder welche Fachabteilungen gemeinsam behandeln sollten“, so Dr. Hassenpflug. Im Falle einer Krebserkrankung trifft sich wöchentlich das sogenannte Tumorboard. Hier sitzen Fachärztinnen und Fachärzte aus den Gebieten der Gastroenterologie, der Chirurgie, der Radiologie und der Onkologie zusammen und besprechen die einzelnen Patienten und deren individuelle Therapiepläne. „Die Zusammenarbeit ist sehr eng – es wird gemeinsam festgelegt, wie behandelt wird, in welcher Reihenfolge die Behandlung erfolgt“, verdeutlicht Dr. Hassenpflug. „Gerade mit den Gastroenterologen sind wir im engen Austausch, denn beide Abteilungen behandeln den Darmkrebs. Eine exakte Abstimmung ist für die Therapie und somit für den Patienten wichtig. Denn jede Patientin, jeder Patient ist individuell. In der Klinik können wir uns untereinander direkt und ohne Umwege informieren und absprechen.“ Operiert werden die meisten kolorektalen Tumore auch minimalinvasiv. „Die Wahl der Operationsmethode hängt weniger mit der Größe des Tumors zusammen, sondern davon, ob benachbarte Organe betroffen sind oder ob der Patient zuvor bereits Operationen in der Bauchhöhle hatte“, gibt Dr. Hassenpflug einen Einblick in den OP-Saal. Bei geplanten Operationen können etwa 90 Prozent der Patienten mit dieser schonenden Operationsmethode behandelt werden. „Bei der Operation, egal ob diese minimalinvasiv oder offen durchgeführt wird, werden der Tumor und das angrenzende Gewebe entfernt. Denn wichtig für den Patienten ist es, dass wir alle Lymphknoten entfernen, die zu dem betroffenen Darmstück gehören. In den Lymphknoten könnten sich nämlich Tumorzellen befinden.“ Die Kunst des Operierens, die in Sinsheim par excellence beherrscht wird, besteht darin, Nerven und umliegende Organe zu schonen. Nach dem Entfernen des Tumors und des betroffenen Darmabschnitts werden die beiden Dickdarm-Teile über eine Naht wieder miteinander verbunden. Die Schlüssellochtechnik ist dabei genauso „radikal“, wie Dr. Hassenpflug es nennt, wie Operationen mit Bauchschnitt. „Es werden keine Kompromisse gemacht, wenn es um die Gründlichkeit bei den Operationen geht.“ Zukünftiges Darmzentrum in Schwetzingen Im Rahmen der Neuausrichtung GRN4Future soll die Fachkompetenz auf diesem und in anderen medizinischen Bereichen künftig gebündelt werden. So wird ein Darmzentrum mit dem Fokus auf viszerale Darmchirurgie in der GRN-Klinik Schwetzingen aufgebaut. Auf die Expertise von Dr. Hassenpflug muss aber kein Patient verzichten. „Die Operationen sollen von den Operateuren ausgeführt werden, die den Patienten kennen – also: Kommt ein Patient mit der Diagnose Darmkrebs in die GRN-Klinik Sinsheim, wird er hier von uns über die OP aufgeklärt und wir führen die Operationsvorbereitung durch. Operieren werden wir Sinsheimer den Sinsheimer Patienten dann in Schwetzingen.“ NL Mehr Informationen zur Fachdisziplin unter: www.grn.de Die Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie ab Seite 28.
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