Reiserückkehr in Corona-Zeiten - So verhalten Sie sich richtig!

In den Ambulanzen der GRN-Kliniken Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim kommt es immer wieder vor, dass sich Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten oder Reiserückkehrer, die Kontakt zu Corona-Positiven hatten, testen lassen wollen. Das ist nicht möglich. Im Folgenden fassen wir den Ablauf für diese Personengruppen zusammen.

Quarantäne nach Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet

Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem Corona- Risikogebiet aufgehalten haben, müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Welche Gebiete Risikogebiete für Infektionen mit Corona sind, wird durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat festgestellt und durch das Robert-Koch Institut veröffentlicht.

Was ist nach dem Aufenthalt in einem Corona-Risikogebiet zu beachten?

Die Personen sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise aus einem Corona-Risikogebiet ständig dort aufzuhalten. Es ist in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Ausnahmen gibt es für Personen, die nur zur Durchreise nach Deutschland einreisen und für Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend, Personen, Waren und Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren und sich dafür weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Ausnahmen gelten für Angehörige der Streitkräfte und Polizeivollzugsbeamte. Ausgenommen von der Quarantäne sind Einreisende, die ein ärztliches Zeugnis vorweisen können, für das maximal 48 Stunden vor Einreise ein PCR-Test durchgeführt wurde und das bescheinigt, dass keine Infektion mit Corona vorliegt.

Keine Corona-Tests für Reiserückkehrer in Kliniken!

Einreisende aus Risikogebieten, die mit dem Flugzeug landen, und kein aktuelles Testergebnis vorlegen, werden direkt am Flughafen getestet. Nach der Testung auf Corona müssen sich Einreisende auf direktem Wege in die eigene Häuslichkeit begeben. Bei negativem Ergebnis sind Einreisende von den Corona-Quarantänebestimmungen befreit. Wenn die Einreise aus einem Risikogebiet erfolgt, wird die Aussteigerkarte an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt. So kann sichergestellt werden, dass alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten nachverfolgbar sind. Zuständig für Einreisende ohne Wohnsitz in Deutschland (z.B. durch Geschäfts- oder Urlaubsreise) ist das Gesundheitsamt des geplanten Aufenthaltsortes. Einreisende, die nicht aus Corona-Risikogebieten einreisen sowie jene, die auf anderem Wege nach Deutschland kommen (z.B. Auto, Bus, Bahn), können bei einem niedergelassenen Arzt bzw. Ärztin oder einem Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung getestet werden. Eine telefonische Voranmeldung ist in jedem Fall dringend notwendig. Die Testung ist innerhalb von 72 Stunden nach Einreise durchzuführen. Von einem Besuch einer Klinik ist dringend abzuraten. Dort werden keine Corona-Tests für Reiserückkehrer durchgeführt.

Wie muss ich mich verhalten, wenn mein Corona-Test positiv ausfällt?

Das zuständige Gesundheitsamt erhält den Laborbefund durch das Labor bzw. durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin (je nachdem, wo Sie sich haben testen lassen) und leitet die weiteren Schritte der Quarantänebestimmungen und der Kontaktnachverfolgung ein. Sowohl die Labore als auch die Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, positive Corona-Befunde direkt zu melden. Das für Sie zuständige Gesundheitsamt tritt dann mit Ihnen in Kontakt.

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