20 | GRNPLUS | Pflege in Weinheim zum Beispiel die Betreuung der Kinder gesichert ist.“ In der GRN-Klinik Weinheim arbeiten von der Pflegefachkraft über Medizinische Fachangestellte bis zur Pflegeassistenz alle Pflegeberufe miteinander. So auch im EndoProthetikZentrum (EPZ) Weinheim. Hier kümmern sich die Pflegekräfte um die Patienten, die eine künstliche Hüfte oder ein künstliches Knie bekommen. Und die Patientenzahl wird in naher Zukunft steigen. Denn im Rahmen der Umsetzung des Medizinkonzeptes GRN4Future wird sich der Standort Weinheim schwerpunktmäßig auf die elektive Orthopädie, also auf Endoprothetik inklusive Revisionen, konzentrieren. Daneben sind noch die Stationen der Unfallchirurgie und der Alterstraumatologie im Fachbereich zusammengefasst. Operiert und behandelt werden hier unter anderem geriatrische Menschen, die nach einem Sturz eine längere Rekonvaleszenz benötigen. Was das für die Pflegekräfte bedeutet, weiß niemand besser als Alexander Buro und Melanie Rommeis. Er ist Stationsleiter der Unfallchirurgie, Orthopädie und Alterstraumatologie, Melanie Rommeis ist die Stellvertreterin. Beide arbeiten seit Jahren in und für die Pflege, haben schon verschiedene Abteilungen und Fachgebiete kennengelernt. „Hier auf den Stationen geht es vor allem darum, den Menschen ihre Lebensqualität durch Mobilisation wieder zurückzugeben.“ So wie der älteren Dame, die von den beiden Pflegekräften Ana Vanessa Terraza Navarro und Mohammad Alali unterstützt wird, den Weg vom Bett zum Tisch zurückzulegen. Mit Erfolg – so kann die Dame in den nächsten Tagen ihren 100. Geburtstag feiern. Unfall-Patienten und Patientinnen und Patienten des zertifizierten EPZ, die sich die GRN-Klinik Weinheim ausgesucht haben, müssen schnell wieder rehabilitiert werden. „Die Patienten kommen mit Erwartungen und mit Zielen. Sie haben Vertrauen in uns und dieses Vertrauen müssen wir auf dem hohen Niveau bestätigen. Sie möchten Schmerzfreiheit, Erleichterung imAlltag“, so Buro, der seit über zwölf Jahren Erfahrung in der Unfallchirurgie und seit 2019 die Stationsleitung innehat. „Die Operierten sehen, wie schnell Fortschritte erzielt werden. Und diese Zufriedenheit geben sie an uns Mitarbeitende weiter.“ Sandra Riechers | Foto: GRN „Die Arbeit ist absolut kurzweilig aber auch schnelllebig“, fügt Melanie Rommeis hinzu, die ihre Ausbildung in der Kardiologie absolvierte und jahrelang Stationsleiterin war. „Im Bereich der Orthopädie sieht man sofort Erfolgserlebnisse bei den Patienten.“ Rommeis nennt es „das schnellere Bergauf“ im Vergleich zu anderen Stationen. Als Pflegefachkraft ist in diesem Bereich aber auch Selbstständigkeit gefragt, da die Operateure oft im OP stehen. Anatomische Kenntnisse; Erfahrungen, in welchem Grad sich zum Beispiel das operierte Knie kurz nach dem Eingriff beugen sollte, sind Pflicht. Dazu kommen Weiterbildungen im Wundmanagement und in der Geriatrie. Ein weites Feld, das von fähigen Pflegekräften bespielt werden muss. Regelmäßige Audits überprüfen die Kompetenz und die Qualität des EPZ mit Ärzte- und Pflegeteam. Der Stationsleiter und seine Stellvertreterin schwärmen vom Team, wissen um ihre Verantwortung. „Wir als Führungskräfte müssen Vorbilder sein“, sagen Alexander Buro und Melanie Rommeis. „Wir müssen uns gegenseitig anerkennen und transparent miteinander sprechen“, so das Erfolgsrezept der beiden im Umgang mit den Mitarbeitenden. Auf den Stationen Unfallchirurgie/Orthopädie und der Alterstraumatologischen Station C3/C4 sind derzeit 31 Personen beschäftigt. „Die Personallage ist stabil“, freuen sich die Verantwortlichen des Pflegebereichs. Stolz ist Alexander Buro vor allem darauf, dass sich Menschen aus zwölf Nationen zusammen um die Patientinnen und Patienten kümmern. „Das Team ist im Wandel“, bestätigt Melanie Rommeis. Verschiedene Kulturen und verschiedene Ana Vanessa Terraza Navarro und Mohammad Alali helfen bei der täglichen Mobilisierung der Patientin. | Foto: nl
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