GRNplus Mai / 2022

Kommunikation“ „Pflege lebt von Die Pflegekräfte kommen aus Indien, Albanien, Nepal, Serbien, der Türkei, Syrien, Somalia oder von den Philippinen: „Unsere Pflegekräfte sind bunt gemischt und wir sind sehr froh darüber, dass wir so viele für diesen Beruf gewinnen konnten“, sagt Sandra Riechers, Pflegedienstleiterin der GRN-Klinik Weinheim. 16 Mitarbeiterinnen sind seit 2017 aus dem Ausland nach Weinheim gekommen. Drei Gesundheits- und Krankenpflegerinnen kamen von den Philippinen, zehn aus Albanien, zwei Hebammen aus Italien und eine Pflegefachkraft aus Serbien. Im kommenden Jahr werden vier weitere Kolleginnen von den Philippinen zu den insgesamt in Weinheim beschäftigten 305 examinierten Pflegekräften mit Voll- und Teilzeitstellen hinzukommen. Seit 2017 hat die GRN für alle ihre Einrichtungen 55 Pflegekräfte gezielt angeworben, die die Integrationsbeauftragten begleitet haben. Mitarbeiter aus insgesamt 38 Ländern finden in den Einrichtungen inzwischen ihre berufliche Heimat.. „In Zeiten des Fachkräftemangels sind internationale Mitarbeiter in unseren Häusern unersetzlich geworden. Nur so können wir die Patientenversorgung dauerhaft gewährleisten. Daher sind wir nach Manila und Tirana gereist und haben dort Bewerbungsgespräche mit den Interessierten geführt“, berichtet Riechers. Über einen Personaldienstleister in den Ländern kamen die Kontakte zustande. Die Bewerber haben in ihrer Heimat oftmals ein Bachelor-Studium im Bereich „Nursing“, also in der Pflege, absolviert. Bereits in diesem Stadium treten die Personaldienstleister mit ihnen in Kontakt. Es folgt ein längerer Deutschkurs im Heimatland. Ob Wohnungssuche, Abholung vom Flughafen oder Anmeldung beim Einwohnermeldeamt – für alle Fragen, die sich nun in Deutschland stellen, ist Tritschler zuständig. Sie kam vor gut 20 Jahren aus dem Elsass hierher. Sie hat eine halbe Stelle als Pflegefachkraft in Weinheim in der Abteilung Anästhesie, die übrige Zeit kümmert sie sich um die neuen Mitarbeiter. Sie erinnere sich noch gut, vor welchen Hürden sie selbst stand, als sie nach Deutschland kam: „Das hat mich sehr motiviert, mich für die ‚Neuen‘ einzusetzen.“ Ob dienstliche oder private Probleme, sie hat für jedes Anliegen ein offenes Ohr und bestätigt, dass der Unterstützungsbedarf hoch sei. Durch ihre Weiterbildung kann sie zum Beispiel bei Themen wie Diversität, Aufenthaltsrecht, Umgang mit Diskriminierung oder Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen Unterstützung leisten. Aber auch für ganz praktische Fragen ist sie die richtige Ansprechpartnerin, etwa, wenn es um Wohnungssuche und Wohnungseinrichtung geht. Bei notwendigen Behördengängen wie Anmeldung im Einwohnermeldeamt, Abschluss einer Krankenversicherung oder Eröffnung eines Bankkontos begleitet Tritschler die Neuankömmlinge. Kristine Fe Capela ist im August 2021 von den Philippinen gekommen. Sie hat bereits seit 2019 Deutsch in ihrer Heimat gelernt und ein vierjähriges Bachelor-Studium zur Krankenschwester absolviert. In Deutschland musste Bei den GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar ist Marianne Kandert (links) einrichtungsübergreifend für das International Recruiting zuständig. In der GRN-Klinik Weinheim kümmern sich Pflegedienstleiterin Sandra Riechers (Mitte) und die Integrationsbeauftragte Ginette Tritschler (rechts) um die ausländischen Fachkräfte. Fotos: kop Ein fünfköpfiges Team hilft ausländischen Pflegekräften bei ihrer Integration in Deutschland und bei ihrem neuen Arbeitgeber, der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH. In einer Qualifizierungsreihe haben sich die Integrationsbeauftragten weitergebildet, um für die Anforderungen ihres abwechslungsreichen und herausfordernden Alltags noch besser gewappnet zu sein. Darunter war auch Ginette Tritschler, die seit 2019 diese Aufgabe für die GRN-Klinik in Weinheim übernimmt und Mitte Februar auch ihr Zertifikat erhalten hat. 28

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