Bewohner und Mitarbeiter im Seniorenzentrum Schwetzingen gegen Covid-19 geimpft

93-jährige Ruth Frühauf macht den Auftakt im Rhein-Neckar-Kreis / Mobile Impfteams im Einsatz


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Es war ein bewegender Moment nicht nur für Ruth Frühauf, sondern für alle Beteiligten: Am Sonntag erhielt die 93-jährige im GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen als Erste im Rhein-Neckar-Kreis die Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Parallel zur Arbeit der Mobilen Impfteams des Zentralen Impf-zentrums (ZIZ) starteten im ZIZ selbst auf dem Gelände des Patrick-Henry-Village die ersten Impfungen. Insgesamt stehen dem ZIZ Heidelberg, das der Rhein-Neckar- Kreis im Auftrag des Landes Baden-Württemberg betreibt, aktuell rund 1000 Impfdosen zur Verfügung.

Im Seniorenzentrum Schwetzingen der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH war es für die ehemalige Krankenschwester Ruth Frühauf klar, dass sie sich impfen lässt, sobald dies möglich ist. „Ich habe mich informiert und dann mein Einverständnis gegeben. Die Impfung ist wichtig, weil sie uns in unserem Alter schützen kann“, sagte die Schwetzingerin, die schon aus alter Berufung heraus die Notwendigkeit sieht, sich impfen zu lassen.

Licht am Ende des Tunnels

Martina Burger, Heimleiterin des GRN-Seniorenzentrums Schwetzingens, freut sich über das greifbare Licht am Ende des Tunnels und blickt hoffnungsvoll auf das Jahr 2021: „Ich sehe die Impfung als Chance, einen möglichen Flächenbrand einzudämmen.“ Die Heimleiterin sowie Mitarbeitende und Bewohnende der Einrichtung hatten bisher Glück: Während in der Region in zahlrei-chen Pflegeeinrichtungen Covid-19-Fälle auftraten, blieb das Seniorenzentrum Schwetzingen bislang davon verschont. Kein Grund, leichtsinnig zu werden, findet Martina Burger. Solange nicht alle flächendeckend geimpft und nach-weislich geschützt seien, werde sie weiter an den Hygienevorschriften festhalten. „Bis der Impfschutz bei Mitarbeitenden und Bewohnenden wirkt, können immer noch Corona-Infektionen ins Heim getragen werden.“

Weil der momentan verfügbare Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer bei circa minus 80 Grad gelagert und transportiert werden muss, ist die lückenlose Wahrung der Kühlkette besonders wichtig. Vor der Anwendung wird der Impfstoff aufgetaut und anschließend mit isotonischer Kochsalzlösung „aufgefüllt“.

Impfberechtigung wird im ZIZ geprüft

Welche Personenkreise priorisiert impfberechtigt sind, basiert auf der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV). Höchste Priorität haben Personen, die über 80 Jahre alt sind, Bewohnende sowie Mitarbeitende in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko bzw. Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln.

„Es macht keinen Sinn, sich einen Termin zu sichern, wenn man von der Prio-risierung her noch nicht an der Reihe ist. Die Impfberechtigung wird in den Impfzentren geprüft und wenn sie nicht vorliegt, wird die Person auch nicht geimpft“, stellt der Leiter des ZIZ in Heidelberg, Christoph Schulze, klar.

Impfberechtigte Personen, die nicht über die mobilen Impfteams versorgt werden, können ab sofort via Internet oder telefonisch einen freien Termin wählen und buchen.

Informationen dazu finden Sie auf der Website des Landes:
www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/

Impftermine können vereinbart werden unter www.impfterminservice.de sowie telefonisch über die Rufnummer 116 117.

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