GRN
Die Gesundheitszentren Rhein-Neckar

Pressemitteilung

12.10.2017

Hormonersatztherapie: Wie gefährlich ist diese wirklich?

Vortrag aus der Reihe „Was Frauen bewegt“ im Ärztehaus II an der GRN-Klinik Weinheim am 18. Oktober 2017

Machen sich die Wechseljahre mit typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungs­schwankungen, nervöser Unruhe oder Schlafstörungen bemerkbar, kann eine Hormonersatztherapie helfen. Viele Frauen sind jedoch verunsichert, da die Hormongabe das Krebsrisiko erhöhen kann. „Häufig werden die Risiken deutlich überbewertet, was dazu führt, dass Frauen lieber auf diese gut wirksame Therapiemöglichkeit verzichten“, so Dr. med. Lelia Bauer, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe an der GRN-Klinik Weinheim. Bei einem Vortrag am Mittwoch, 18. Oktober 2017, um 18.30 Uhr im Ärztehaus II, Röntgenstraße 3, Raum Florenz, wird die Gynäkologin erklären, was die Hormonersatztherapie bewirkt, mit welchen Gefahren sie tatsächlich verbunden ist und wie man Nutzen und Risiken sinnvoll gegeneinander abwägt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Was Frauen bewegt“ zu verschiedenen gynäkologischen Themen.

In den Wechseljahren stellt sich der Hormonhaushalt der Frau um: Die Produktion der weiblichen Sexualhormone nimmt ab – was die typischen Beschwerden verursachen kann. Im Rahmen der Hormonersatztherapie werden dem Körper gerade soviel Hormone zugeführt, dass die Beschwerden gezielt abgemildert werden. Das senkt nicht nur die Anzahl der Hitzewallungen, lindert Schlafstörungen und depressive Verstimmungen, sondern kann auch Osteoporose und dadurch bedingten Knochenbrüchen vorbeugen. Bei frühem Therapiebeginn sinkt zudem das Herzinfarkt-Risiko. Es stimmt allerdings: Bei längerer Behandlung von mehr als fünf Jahren ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, nachweislich leicht erhöht. „Bei einem frühen Start der Therapie überwiegen die Vorteile allerdings meist die Risiken“, erläutert Dr. Bauer. „Uns ist wichtig, die betroffenen Frauen ausführlich und ausgehend von ihren Beschwerden oder ihrem allgemeinen Krebsrisiko individuell zu beraten, so dass sie die Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie ohne Bauchschmerzen treffen können.“

Nächster Termin der Vortragsreihe „Was Frauen bewegt“:

29. November 2017: Therapiemöglichkeiten bei Blutungsstörungen in der Frauenheilkunde

Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs im Ärztehaus II, Röntgenstraße 3, Raum Florenz, statt und beginnen um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Letzte Aktualisierung 13.10.17