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GRN-Klinik Weinheim
Röntgenstraße 1
69469 Weinheim

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GRN-Klinik Weinheim

Geburtshilfe: Die Geburt

Nun ist es endlich soweit und die Geburt Ihres Kindes steht unmittelbar bevor!

Sie sollten zu uns in die Klinik kommen, wenn die Fruchtblase geplatzt ist, Sie bluten oder regelmäßige Wehen spüren. Kommen Sie auch vorbei, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie tatsächlich Geburtswehen haben - falls sich ein "Fehlalarm" herausstellt, können Sie jederzeit wieder nach Hause gehen.

Entbindungsarten

In unseren beiden kürzlich modernisierten und schön eingerichteten Kreißsäalen kommen über 500 Babys im Jahr zur Welt. Unser erfahrenes Team aus Hebammen, Ärztinnen und Ärzten bietet Ihnen eine unterstützende und wachsame Geburtsbegleitung. Wir haben verschiedene bequeme und verstellbare Kreissbetten, Gebärhocker, Seile, Pezzibälle und eine Gebärwanne.

Foto vom großen Kreißsaal

So können Sie, wenn es soweit ist, wählen, wie Sie Ihr Baby auf natürlichem Weg sanft und sicher gebären möchten: im Sitzen, Liegen, Hocken, Stehen, im Vierfüßlerstand oder in der Entbindungsbadewanne. Diese wird auch für Entspannungsbäder in der Eröffnungsphase der Geburt gerne genutzt.  In jedem Fall überwachen wir während der Geburt regelmäßig den Herzschlag Ihres Kindes und die Wehentätigkeit.

Unsere Hebammen unterstützen Sie in jeder Phase der Geburt mittels professioneller Anleitung, durch Homöopathie, Akupunktur, Aroma- oder Bachblütentherapie. Einen Dammschnitt versuchen wir, wann immer es möglich ist, zu umgehen.

Bonding

Wenn Sie Ihr Kind geboren haben, dürfen Sie es als Eltern zunächst ungestört in die Arme schließen. Diese Phase des Bondings ist für uns ganz besonders wichtig. Deshalb finden bei uns Routineabläufe, die Ihre erste gemeinsame Zeit stören könnten, in der Zeit nach der Bondingphase, die häufig zwei Stunden dauert, statt.

Bonding ist der erste intensive Hautkontakt zwischen Mutter, Baby (und Vater). Hier wird ein wichtiger Grundstein für die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind gelegt. Unmittelbar nach der Geburt liegt Ihr Baby normalerweise auf Ihrer Haut. Sowohl Sie als auch Ihr Kind werden in diesem Hautkontakt hellwach, aber auch ganz ruhig sein.

Foto von Mutter und Baby mit Hautkontakt

In dieser sensiblen Phase braucht es meist nur wenig Zeit, bis ihr Kind instinktiv beginnt, Ihre Brust zu suchen, da Such- und Saugreflex zu diesem Zeitpunkt sehr ausgeprägt sind. Häufig findet das Baby alleine zum Ziel. Wird das Baby nackt und ungestört auf dem Bauch der Mutter gelassen, ist das der beste Start in die Stillbeziehung. Bonding ist bei uns auch bei Kaiserschnittentbindungen noch im OP möglich.

Sollte Bonding einmal nicht direkt nach der Geburt möglich gewesen sein, kann man auch später damit beginnen. Auch "Bonding-Stunden" auf der Wochenstation tun Ihnen und Ihrem Kind gut!

Bonding ist für Kinder, die nicht gestillt werden, besonders wichtig!

Foto von einer Gebärwanne

Schmerztherapie

Die Linderung des Geburtsschmerzes muss individuell erfolgen und wird mit Ihnen zusammen entschieden.

Für die Schmerztherapie gibt es vielfältige Möglichkeiten. Vom Entspannungsbad über homöopathische Mittel bis hin zu krampflindernden Medikamenten stehen Ihnen jederzeit bewährte Methoden zur Verfügung, die Ihrem Kind nicht schaden.

Sie können sich auch für eine Periduralanästhesie (PDA, rückenmarksnahe Betäubung) entscheiden, die Ihnen hilft, trotz Schmerzlinderung aktiv bei der Geburt mitarbeiten zu können. Dafür stehen Ihnen rund um die Uhr erfahrene Narkoseärzte zur Verfügung.

Außerdem bieten wir seit 2012 Lachgas zur Schmerztherapie an. Lachgas wird auch in der Kinderchirurgie als Schmerzmittel eingesetzt und wurde für die Geburtshilfe wieder entdeckt. Der Vorteil ist ein sehr schneller Wirkungseintritt und der rasche Abbau des Medikamentes, so dass es jeder Zeit eingesetzt werden kann, ohne mit einer langanhaltenden Wirkung rechnen zu müssen, bei relativ geringen Nebenwirkungen (ggf. leicht "berauschendes Gefühl"). In seltenen Fällen, wenn eine PDA nicht möglich ist (z.B. bei der Gabe von blutverdünnenden Medikamenten), stellt Lachgas eine effektive Alternative dar. Unser Haus gehört zu den ersten der Region, die Lachgas einsetzten.

Kaiserschnitt

Ein Kaiserschnitt ist ein operativer Eingriff, der etwa 30 Minuten dauert. In unserer Klinik führen wir in der Regel den sanften Kaiserschnitt durch, der schonender ist als die herkömmliche Operationsmethode. Frauen erholen sich nach solch einem Eingriff rascher, und eine Entlassung ist meist am 5. Tag nach der Operation möglich.

Sollte aus medizinischen Gründen oder auf Wunsch der Schwangeren eine Schnittentbindung erforderlich sein, so steht hierfür 24 Stunden am Tag ein OP-Team zur Verfügung. Unser OP-Saal befindet sich direkt neben dem Kreißsaal, so dass innerhalb weniger Minuten ein Kaiserschnitt durchgeführt werden kann. Meist geschieht dies in einer rückenmarksnahen Betäubung, so dass Ihr Partner Sie in den OP-Saal begleiten kann und Sie die Geburt Ihres Kindes wach miterleben können. Selbstverständlich ist auf Wunsch oder bei Notfällen jederzeit eine Vollnarkose möglich.

Nach dem Kaiserschnitt kommen Sie mit Ihrem Kind sofort in den ansprechend eingerichteten Kreißsaal, werden dort von Ihrer betreuenden Hebamme versorgt und können dort die erste Zeit als kleine Familie genießen.

Foto von Frauenhand, die ein Babyhändchen hält
(Foto: Baby Smile)

Ambulante Geburt

Einige Frauen wünschen sich eine ambulante Entbindung. Wir bieten Ihnen deshalb die Möglichkeit, nach vier bis sechs Stunden der Überwachung im Kreißsaal die Klinik wieder zu verlassen, soweit keine medizinischen Gründe dagegen sprechen und Sie sich fit genug fühlen.

Wichtig ist allerdings, dass Sie Ihren Wunsch schon vor der Geburt mit einer Hebamme Ihrer Wahl besprechen, die Sie dann zu Hause im Wochenbett intensiver betreuen wird. Auch eine kinderärztliche Versorgung zur Durchführung der U2-Untersuchung und des Stoffwechselscreenings am dritten Lebenstag sollte bereits im Vorfeld organisiert werden.

Letzte Änderung: 06.11.2017